Demo in Senftenberg
: AfD-Sommerfest mit Chrupalla - Gegenprotest auf Markt

Hohe AfD-Politiker und breiter Gegenprotest treffen im brandenburgischen Senftenberg auf engem Raum aufeinander. Auf dem Markt stehen sich zwei Lager gegenüber – die Polizei bereitet sich vor.
Von
Jan Augustin,
Jakob Kerry
Senftenberg
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18. CSD für Cottbus und die Niederlausitz: 11.07.2026, Brandenburg, Cottbus: Menschen nehmen an der Demonstration zum 18. Christopher Street Day (CSD) für Cottbus und die Niederlausitz unter dem Motto «In Vielfalt verbunden - United in PRIDE» teil und halten ein Banner der "Omas gegen Rechts". Angriffe mutmaßlich aus der rechten Szene haben viel Unsicherheit ausgelöst - Die Polizei verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen für die Demonstration. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Linke, Grüne und auch die Omas gegen Rechts haben zum Protest gegen das AfD-Sommerfest in Senftenberg aufgerufen. Wie beim  Christopher Street Day (CSD) in Cottbus wollen sie wieder ein Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzen.

Frank Hammerschmidt/dpa
  • AfD plant ab 16 Uhr ein Sommerfest auf dem Marktplatz in Senftenberg.
  • Parallel rufen Linke und Grüne zum Gegenprotest vor der Sparkasse von 16 bis 18 Uhr auf.
  • Angekündigt sind Tino Chrupalla sowie mehrere Europa- und Landtagsabgeordnete.
  • Polizei rechnet mit friedlichem Verlauf – räumliche Trennung der Kundgebungen ist vorgesehen.
  • Eine weitere Versammlung gegen die AfD war für 9 Uhr angemeldet; Auflagen gelten wie üblich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein politisches Aufeinandertreffen sorgt am Samstag, 15. August, für erhöhte Aufmerksamkeit in Senftenberg (Landkreis Oberspreewald-Lausitz). Auf dem Marktplatz veranstaltet die AfD ab 16 Uhr ein Sommerfest. Zeitgleich haben mehrere Parteien und Initiativen zu Gegenprotesten aufgerufen, um ein Zeichen gegen die Partei zu setzen. Die Polizei bereitet sich auf eine entsprechende Präsenz im Stadtgebiet vor.

Auf Facebook wirbt die AfD für die Veranstaltung, die von ihrer Europaparlamentsfraktion „Europa der Souveränen Nationen“ (ESN) ausgerichtet wird. Angekündigt sind unter anderem der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla sowie die Europa- und Landtagsabgeordneten Mary Khan-Hohloch, Birgit Bessin, Christine Anderson und Siegbert Droese.

Bei der ESN handelt es sich um das im Sommer 2024 neu gegründete, rechtspopulistische bis rechtsextreme Bündnis im Europäischen Parlament, dem neben der AfD weitere europäische Parteien angehören.

Parteien rufen zu Gegenprotest vor der Sparkasse auf

Parallel dazu rufen Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen zu einer Gegenaktion auf. Unter dem Motto „Senftenberg sagt nein zur AfD!“ fordern die Initiatoren auf, von 16 bis 18 Uhr vor der Sparkasse am Marktplatz Flagge zu zeigen. Herkunft, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter oder sozialer Status dürften nicht darüber entscheiden, wer dazugehöre, heißt es im Aufruf. Wo Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit Raum bekämen, wolle man gemeinsam dagegenhalten. An der Aktion beteiligen sich zudem die „Omas gegen Rechts“ und das „Demokratie Café“. Geplant sind unter anderem kreative Beiträge sowie ein gemeinsames Kuchenessen.

Wie Polizeisprecher Christian Nüßler auf Nachfrage bestätigt, liegen der Behörde für 16 Uhr zwei angemeldete Veranstaltungen vor. Bereits für 9 Uhr morgens ist eine dritte Versammlung angemeldet, die sich ebenfalls gegen die AfD-Veranstaltung richtet.

Polizei rechnet mit friedlichem Verlauf am Marktplatz

Konkrete Zahlen zu den von den Veranstaltern angegebenen Teilnehmern nennt die Polizei nicht. Diese Zahlen wichen erfahrungsgemäß oft von den tatsächlichen Werten ab und spiegelten selten ein realistisches Bild wider. Zudem sei die Geheimhaltung aus einsatztaktischen Gründen erforderlich. Aus demselben Grund macht die Behörde keine Angaben zur vorgesehenen Personalstärke.

Nüßler versichert jedoch, dass die Polizei mit ausreichend Kräften vor Ort sein werde, um einen störungsfreien Ablauf aller Versammlungen zu gewährleisten. Die Sicherheitslage werde derzeit als entspannt bewertet; man gehe aktuell nicht von Störungen aus. Besondere sicherheitsrelevante Auflagen seien nicht erteilt worden. Es gelten die üblichen Vorgaben, etwa das Stellen von Ordnern durch die Veranstalter. Zudem wird laut Polizei eine räumliche Trennung der Kundgebungen gewährleistet.