Depot insolvent
: Deko-Kette schließt 66 Filialen - auch in Berlin und Brandenburg

Der Einzelhändler Depot macht bundesweit erneut eine große Zahl an Geschäften dicht. Auch einige Filialen in Berlin und Brandenburg sind betroffen. Es könnten noch mehr werden.
Von
dpa
Großostheim
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Die Kette Depot hat kürzlich erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Mehrere Filialen in Berlin und Brandenburg fallen diesem Umstand zum Opfer

Alicia Windzio/dpa
  • Depot schließt im Insolvenzverfahren bundesweit 66 Filialen – viele nach Räumungsverkauf bis Ende Juli.
  • Geschäftsführer nennt Zölle, Online-Konkurrenz wie Temu und Kaufzurückhaltung als Gründe.
  • In Berlin und Brandenburg fallen neun Standorte weg, darunter Cottbus und das A10 Center bei Wildau.
  • Weitere betroffene Städte sind u. a. Hamburg, München, Stuttgart, Leipzig und Dresden.
  • Der Einzelhandel steht unter Druck, auch Mäc Geiz, Hellweg und Hammer meldeten Insolvenz bzw. Schließungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge ihres Insolvenzverfahrens bundesweit 66 Filialen. Auch in Brandenburg sind sechs Standorte betroffen.

„Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind", so Depot-Geschäftsführer Christian Gries gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. In der Region trifft es nach Unternehmensangaben unter anderem die Filialen in Cottbus und im A10 Center bei Wildau.

Bundesweit stehen zudem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart auf der Liste, die das Unternehmen auf seiner Internetseite veröffentlichte. Die meisten Läden sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits dicht.

Depot-Geschäftsführer nennt drei Gründe für Insolvenz

Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim war kürzlich erneut in finanzielle Schieflage geraten. Im Mai beantragte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Als Gründe nannte Gries Zölle, die zunehmende Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher: „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin schrumpfte das Filialnetz drastisch auf noch gut 150 Geschäfte. Im Zuge dessen verloren bereits viele Beschäftigte ihren Job.

Welche Depot-Filialen in Berlin und Brandenburg schließen?

Doch welche 66 der 155 Filialen wird künftig nicht mehr weitergeführt? Auf der offiziellen Homepage hat das Unternehmen die Liste mit den betroffenen Läden veröffentlicht. In Berlin und Brandenburg werden demnach insgesamt neun Filialen geschlossen.

  • Berlin, Wiltbergstraße 23
  • Berlin, Marzahner Promenade 1 A (Eastgate-Center)
  • Berlin, Bahnhofstraße 33-38 (Forum Köpenick)
  • Brandenburg/Havel, Hauptstraße 27
  • Cottbus, Spremberger Straße 13-15
  • Dallgow, Döberitzer Weg 3 (Havelpark)
  • Ludwigsfelde, Potsdamer Straße 54H
  • Potsdam, Babelsberger Straße 16 (Bahnhofspassagen)
  • Wildau, Chausseestraße 1 (A10 Center)

Krise nicht nur bei Depot: Kritische Lage im Einzelhandel

Der Einzelhandel steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Händler in Deutschland fürchtet laut Ifo-Institut inzwischen um die Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, ein Rekordwert.

Neben Depot meldeten auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. Die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Kette Hammer schloss im Mai ihre letzten Filialen.