Zum sogenannten Bergfest zogen am Samstag fünf Vertreter des Bergmusikkorps Saxonia aus Freiberg mit Blasinstrumenten sowie 20 Bergleute mit Trommeln quer durch die Innenstadt. Zum Ländertag Sachsen präsentierten sich die Bergleute in traditioneller Tracht am gläsernen Pavillon des Freistaats mitten in der Stadt. Frank Wend, Referatsleiter für Öffentlichkeitsarbeit der Staatskanzlei Sachsen, zeigte sich zufrieden: „Der Platz ist sehr gut besucht.“
Wegen der Corona-Pandemie dauert die Einheitsfeier in diesem Jahr 30 Tage und endet am 4. Oktober. Statt der sonst üblichen Pavillons, in denen landestypische Speisen und Getränke angeboten werden, laden diesmal Glaspavillons zum Entdecken und Reinschauen ein. Über die Stadt verteilt präsentieren sich darin die 16 Länder sowie Bundestag, Bundesrat, Bundespräsident, Bundesverfassungsgericht und die Kommission 30 Jahre Deutsche Einheit. Für alle Aktionen gelten die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln. Nach Sonnenuntergang werden Potsdamer Sehenswürdigkeiten wie die Nikolaikirche oder das Brandenburger Tor mit Scheinwerfern angestrahlt.
Am 3. Oktober feiert das wiedervereinigte Deutschland den 30. Geburtstag. Nach einem ökumenischen Gottesdienst ist als Höhepunkt ein Festakt aus der Metropolishalle am Filmpark Babelsberg mit den Staatsspitzen und musikalischen Gästen wie Mark Forster, Roland Kaiser und der Band Mia geplant. Als Redner werden Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Schauspielerin und Musikerin Anna Loos und Moderator Günther Jauch führen durch das Programm.
Brandenburg richtet in diesem Jahr die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in Potsdam aus - Woidke ist amtierender Präsident des Bundesrats. Jedes Jahr zum 1. November ist Wechsel an der Spitze der Länderkammer. Nach Brandenburg ist Sachsen-Anhalt an der Reihe.