Döner in Berlin-Spandau: Lukas Podolski will Dönerläden eröffnen – was bekannt ist

Fußballprofi und Unternehmer Lukas Podolski bei der Eröffnung seines ersten Döner-Restaurants. Der Fußballer plant drei neue Geschäfte. Auch in Spandau gibt es Pläne.
Annette Riedl/dpa- Lukas Podolski plant drei neue Dönerläden in Berlin, darunter einen in Spandau.
- Das Kreuzberger Pop-up-Lokal war von Anfang an nur befristet.
- Berlin hat die höchste Dönerdichte in Deutschland mit etwa 18 Läden pro 100.000 Einwohner.
- Spandau gilt als unterdönert und bietet Potenzial für hochwertige Döner-Restaurants.
- Eröffnung in Spandau ist für die erste Jahreshälfte 2025 geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Fast Food-Szene von Spandau bekommt bald prominenten Zuwachs. Lukas Podolski plant im Bezirk die Eröffnung eines Döner-Restaurants. Nachdem sich der Fußballprofi, der mit Deutschland 2014 Weltmeister wurde, in Nordrhein-Westfalen mit Dutzenden seiner Mangal Döner-Filialen erfolgreich etablieren konnte, versucht er sich mittlerweile in der Hauptstadt.
Sein Kreuzberger Experiment ist derweil beendet. Obwohl der Andrang bei der Eröffnung im April 2024 gewaltig war, ist der Dönerladen von Lukas Podolski – der auch für den 1. FC Köln, Bayern München und Arsenal London spielte – seit Anfang November bereits wieder geschlossen.
Podolski in Spandau: Berlin, die Heimat der deutschen Döner
Der Grund? Laut Manager Marco Schepers war die Kreuzberger Mangal-Filiale „von Anfang an als befristetes Pop-up-Store“ geplant, um den Berliner Markt zu testen und „Berlin einen Vorgeschmack auf den Podolski-Döner zu geben“.
Außerdem hatte das Lokal keine Sitzgelegenheiten und passe daher nicht ins Geschäftskonzept, welches sich mit gehobenem Restaurant-Atmosphäre abheben möchte.
Doch wogegen muss sich hier abgehoben werden? Die Erfolgsgeschichte des Döners ist von der Hauptstadt kaum zu trennen. Der Begriff „Döner Kebab“ kommt aus dem Türkischen und bedeutet übersetzt genau das, was an jeder Dönerbude zu bewundern ist: sich drehendes Grillfleisch. Die in Fladenbrot eingewickelte anatolische Köstlichkeit ist neben der Currywurst das wahrscheinlich beliebteste Street Food Berlins.
In einigen Restaurants in Istanbul wurde Döner Kebab bereits seit den 1940er Jahren angeboten. Der Straßenverkauf zum schnellen Mitnehmen etablierte sich dort ab den späten 1960ern. Seit den 1970ern gibt es ihn auch in Deutschland – zunächst als mit Beilagen serviertes Gericht auf Tellern, dann auch in Brot zum Mitnehmen. Die Döner-Legende variiert je nachdem, wer gefragt wird – die einen sagen, es war am Kottbusser Damm, die anderen nennen den Bahnhof Zoo als Standort der ersten deutschen Dönerbude.
Laut Statista gab es im Jahr 2022 in Berlin etwa 18 Dönerläden pro 100.000 Einwohner. Die Hauptstadt ist damit nicht nur die Mutter der deutschen Döner, sie hat auch ganz offiziell die höchste Dönerdichte der Republik.
Spandau als Chance für Podolski-Döner?
Die Konkurrenz ist also enorm, sowohl an Quantität, als auch an Qualität. Podolski’s Entscheidung, für seinen ersten Berliner Standort des „Mangal Döner x Lukas Podolski" ausgerechnet den Kottbusser Damm zu wählen, war also ein sehr optimistisch eingegangenes Risiko.

Lukas Podolski (r), ehemaliger Fußballprofi und Unternehmer, und Metin Dag belegen einen Döner während der Eröffnung von Podolskis Döner–Imbiss. (Archivbild)
Annette RiedlSchepers betont jedoch, dass Berlin den rheinischen Mangal-Döner liebe und eine wichtige Rolle bei dessen internationaler Expansion spielen werde. Für 2025 seien drei neue Berliner Restaurants geplant – eines davon in Spandau.
Warum zieht es die Mangal-Döner jetzt gerade nach Spandau? Aus Sicht von Marco Schepers hat der Bezirk nicht nur großes Potenzial für Döner-Restaurants hoher Qualität, sondern ist auch „deutlich unterdönert". Das mag im direkten Vergleich zu Kreuzberg wohl stimmen.
Zum genauen Standort der geplanten Spandauer Filiale will sich das Management nicht äußern, da noch kein Vertrag abgeschlossen wurde. Auch das Eröffnungsdatum steht damit noch nicht fest, es soll innerhalb der ersten Jahreshälfte 2025 liegen.


