Festival of Lights Berlin 2024
: Was Besucher in Spandau erleben können

Das Festival of Lights macht 2024 auch in Spandau Station. Diese Installation ist ein Highlight der diesjährigen Lichterschau. Was geplant ist.
Von
Tanja Römischer
Spandau
Jetzt in der App anhören
Die Lichtinstallation am Siemensbahn-Viadukt im Rahmen des Festival of Lights 2024.

Das Festival of Lights 2024 steht im Oktober in Berlin an. Eine Lichtinstallation wird am Siemensbahn-Viadukt in Spandau zu sehen sein.

Fernando Knof; © FESTIVAL OF LIGHTS | Kling Klang Klong

Im Oktober 2024 verwandelt sich Berlin zwei Wochen lang in den Abendstunden in ein buntes Lichtermeer. Zahlreiche Gebäude und Bauwerke werden in der Dunkelheit in den strahlendsten Farben beleuchtet – und das auch in Spandau. Die Lichterschau feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum.

Immerhin erlebt das Festival of Lights von Freitag, 4. Oktober, bis Sonntag, 13. Oktober, schon ihre 20. Auflage. Und dieses Jubiläum will gefeiert werden. Ein Novum in diesem Jahr: Begleitet von einer Licht- und Videoinstallation tritt DJ Paul van Dyk gleich an zwei Tagen (8. und 9. Oktober) im Berliner Dom auf. Ganz neu in das Programm aufgenommen wurde außerdem die stillgelegte Siemensbahn in Spandau.

Siemensbahn Spandau – Viadukt in strahlendem Blau

Die Siemensbahn ist vor allem deshalb in den Fokus der Veranstalter gerückt, weil diese im Zuge des Baus des Siemensstadt Square reaktiviert werden soll. Schon ab dem Jahr 2029 werden nach Bahnangaben wieder Züge auf der Strecke fahren können und den Siemensstadt Square an die Ringbahn anbinden.

Genug Anlass für das Festival of Lights, einen Teil der Bahnstrecke mit in das Programm aufzunehmen. Project-Manager Maximilian Trapp erklärte, dass das Viadukt der Siemensbahn einst in blauer Farbe erstrahlte. Innerhalb der Lichterschau werde es nun in Blautönen angestrahlt, bevor es im Rahmen der Reaktivierung saniert werde und wieder seine ursprüngliche blaue Farbe erhalte.

Die Strecke war 1929 in Betrieb genommen worden. Sie war vor allem für die vielen Siemens-Beschäftigten gedacht, die auf die S-Bahn angewiesen waren und so direkt zum Werk befördert werden konnten. Bereits 1980 fuhren dort keine Züge mehr. Seitdem verfielen die Bahnhöfe, das Unkraut begann zu sprießen und die gesamte Strecke wurde zu einem einzigen Lost Place.

Das Siemensbahn-Viadukt im Jahr 2022.

Das Siemensbahn-Viadukt im Jahr 2022.

Tanja Römischer

Die Lichtkunstinstallation „PULS“ an der Siemensbahn stammt vom Berliner Kreativstudio „Kling Klang Klong“ und wurde durch die Zusammenarbeit mit den i2030-Partnern, den Ländern Berlin und Brandenburg, der Deutschen Bahn und dem VBB ermöglicht. In der zehnminütigen Show soll die Dynamik der menschlichen Bewegung verdeutlicht werden. Sie steht für einen Tag im urbanen Leben und zeigt den Puls der Stadt.

Festival of Lights in Spandau – die Anfahrt

Das Lichtspektakel rund um die Spandauer Siemensbahn befindet sich am Wohlrabedamm 2. Dieser ist gut mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Der Bus der Linie 139 hält in unmittelbarer Nähe. Interessierte können auch mit der U7 anreisen und dann am Siemensdamm aussteigen.

Es empfiehlt sich, die Festival-of-Lights-App auf das Smartphone zu laden. Darin befindet sich eine Karte, die Lichterfans nicht nur zur beleuchteten Siemensbahn, sondern auch zu den anderen Sehenswürdigkeiten leitet. Enthalten sind außerdem umfangreiche Erklärungen zu den Installationen.

Festival of Lights – Installationen in ganz Berlin

Insgesamt gibt es in der Stadt 48 Installationen und beleuchtete Objekte zu entdecken. Diese erstrecken sich über ganz Berlin und ziehen sich insbesondere entlang der Touristen-Hotspots. Gleich mehrere Installationen sind etwa im Nikolaiviertel und rund um den Potsdamer Platz zu bewundern. Im Fokus stehen Sehenswürdigkeiten wie der Berliner Dom, das Humboldtforum, das Brandenburger Tor, der Fernsehturm und der Funkturm.

Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Celebrating Freedom“. Festival-Leiterin Birgit Zander begründete den Titel damit, dass man 35 Jahre nach dem Mauerfall die Freiheit feiern wolle. Denn was gebe es Wichtigeres und Schöneres als Freiheit, „die uns so viele Möglichkeiten schenke, unser Leben nach unseren Vorstellungen zu gestalten", hieß es.

Das Festival of Lights wird immer im Herbst veranstaltet. Zehn Tage lang können die beleuchteten Sehenswürdigkeiten in der Zeit von 19 bis 23 Uhr bestaunt werden.

Der Eintritt ist frei. Finanziert wird die Veranstaltung durch Sponsoren, Unterstützer und Lizenznehmer. Laut den Organisatoren kommen jedes Jahr rund drei Millionen Besucher, um sich die Lichtinstallationen anzusehen.