Festnahme in Brandenburg: Durchsuchung wegen pro-russischer Terrorunterstützung

Festnahme in Brandenburg: Polizisten haben in Dahme-Spreewald als auch in Märkisch-Oderland Männer festgenommen. Außerdem wurden Wohnungen und ein Haus in Königs Wusterhausen durchsucht. (Symbolbild)
Boris Roessler/dpa- Zwei Männer in Brandenburg wegen Terrorunterstützung für pro-russische Milizen festgenommen.
- Sie schickten seit 2016 Versorgungsgüter, Medizinprodukte und Drohnen in die Ostukraine.
- Einer leitete über 14.000 Euro Vereinsgelder an „Volksrepubliken“, der andere führte Lieferungen aus.
- Wohnungen in Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland und Königs Wusterhausen durchsucht.
- Verdächtige dem Bundesgerichtshof vorgeführt, Untersuchungshaft wird geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, wurden am Morgen des 21. Januar im Landkreis Dahme-Spreewald und im Landkreis Märkisch-Oderland zwei Männer festgenommen. Zeitgleich wurden die Wohnungen der Beschuldigten, darunter ein Haus in Königs Wusterhausen, durchsucht.
Den beiden Männern, einem russischen und einem deutschen Staatsangehörigen, wird von der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, seit 2016 in einem pro-russischen Verein eine „herausgehobene Stellungen“ übernommen zu haben. Der Verein organisierte Transporte von Versorgungsgütern, Medizinprodukten und laut aktueller Mitteilung auch Drohnen in den Donbass.
Die Lieferungen kamen laut Bericht Milizen der sogenannten „Volksrepubliken Donezk und Lugansk“ zugute. Dabei handelt es sich um pro-russischen Gruppierungen, die seit 2014 gewaltsam die Kontrolle über Teile der Ostukraine beanspruchen und seit Ende 2022 in die russischen Streitkräfte eingegliedert wurden. Die Bundesanwaltschaft stuft die prorussischen „Volksrepubliken“ als ausländische terroristische Vereinigungen ein.
Verdächtiger soll „Lieferaufträge“ in der Ostukraine erhalten haben
Einer der Tatverdächtigen soll über 14.000 Euro Vereinsgelder in die „Volksrepubliken“ geleitet und Transporte für die Milizen finanziert haben. Der andere reiste laut Bundesanwaltschaft mehrfach in die Region, traf sich mit Vertretern der Kämpfer, nahm Lieferaufträge entgegen und half bei der Verteilung der Güter vor Ort.
Im selben Zusammenhang waren bereits am 27. Mai 2025 die Wohnung einer weiteren beschuldigten Person im Königs Wusterhausener Ortsteil Zernsdorf sowie weitere Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht worden.
Die beiden Beschuldigten werden dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Bei dem Einsatz waren laut Sprecher auch Einsatzkräfte der Polizeidirektion Süd beteiligt.
Kurz nach der Mitteilung zu den Festnahmen in Brandenburg hat die Bundesanwaltschaft eine weitere Gefangennahme in der Region vermeldet: In Berlin wurde eine mutmaßliche Spionin festgenommen, die für Russland gearbeitet haben soll. Die Deutsch-Ukrainerin soll unter anderem Informationen mit Bezug zum Krieg in der Ukraine für einen russischen Geheimdienst beschafft haben, teilte die Karlsruher Behörde mit.

