Fridays for Future
: Merkel lobt Klimademos der Schüler

Seit Wochen demonstrieren Schüler, Studenten und weitere Unterstützer jeden Freitag für mehr Klimaschutz.
Von
dap
Berlin
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Schülern beim Besuch des Thomas-Mann-Gymnasium im Märkischen Viertel. Anlass für den Besuch ist der EU- Projekttags 2019.

Michael Kappeler/dpa

Es sei richtig, „dass ihr uns Dampf macht“, sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussion mit Schülern des Berliner Thomas–Mann–Gymnasiums über Klimaschutz. Eine solche Bewegung sei wichtig. „Dass dieses Signal gesetzt wird, da gibt es Sorge, das ist für uns gut“, betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel fragte in die Runde, wer sich bei den Klimaprotesten „Fridays for Future“ schon beteiligt habe — vereinzelt gingen Hände nach oben. Dazu, dass der Protest während der Schulzeit stattfindet, meinte die Bundeskanzlerin, man könne sicherlich nicht jeden Freitag zum schulfreien Tag auf Dauer erklären, „aber das werden eure Lehrer und die örtlichen Verantwortlichen ja mit euch besprechen.“ Man könne auch im Unterricht in Arbeitsgruppen manches über Klimaschutz lernen.

Seit Wochen demonstrieren Schüler, Studenten und weitere Unterstützer jeden Freitag für mehr Klimaschutz. Die Aktionen laufen unter dem Motto „Fridays for Future“ und orientieren sich am Schulstreik von Greta Thunberg. Die 16–Jährige hatte im August 2018 damit begonnen, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Hintergrund von Merkels Besuch der Berliner Schule ist ein EU–Projekttag, den es schon seit 2007 gibt. Merkel hatte ihn initiiert, um junge Menschen für die Europäische Union zu interessieren.