Gas in Brandenburg: EMB und Gasag senken den Preis – wie viel Kunden sparen

Energieversorger senken wieder Gaspreise. Was können Haushalte sparen?
Patrick Pleul/dpaZwei regionale Energieversorger senken zum 1. Dezember ein weiteres Mal in diesem Jahr die Arbeitspreise für Gaskunden in der Grundversorgung.
Die kürzlich fusionierte EMB Energie Mark Brandenburg kündigte am Dienstag (26.9.) an, die Arbeitspreise um 0,14 Cent je Kilowattstunde auf 10,92 Cent/kWh zu senken. Damit soll der Gaspreis für Privathaushalte in diesem Tarifbereich 9,31 Cent pro Kilowattstunde billiger sein als zum Jahreswechsel.
Gas von EMB: Einsparung im vierstelligen Bereich
Das bedeutet nach Unternehmensangaben gegenüber dem Preisstand zum Jahreswechsel eine um mehr als 1675 Euro reduzierte Jahresrechnung, bezogen auf ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden. Die Preissenkung gilt laut Unternehmen für 18.000 Kunden. Der Grundpreis bleibt gleich.
Mit dieser zweiten Preissenkung im laufenden Jahr könnten die Preissteigerungen nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine vor über einem Jahr für die Grundversorgung weitgehend ausgeglichen werden, teilte EMB mit. Die Versorgungslage beim Gas sei durch Energieeinsparungen von Industrie, Gewerbe und Haushalten und durch die Anbindung neuer Lieferländer sowie Speicherfüllstände von rund 95 Prozent deutlich entspannter als vor einem Jahr. Zudem wurden Umlagen gestrichen oder deutlich reduziert. Auch für einen großen Teil der 68.000 EMB-Gaskunden mit Laufzeitverträgen kündigte das Unternehmen noch nicht näher bezifferte Preissenkungen an.
EWE äußert sich noch nicht zu Preisänderungen bei Gas
Der Energieversorger EWE, der um die 100.000 Gaskunden in Brandenburg hat, kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Aussage zur Preisentwicklung im Dezember oder zum Jahresanfang machen.
Gas-Arbeitspreis bei Gasag unter 11 Cent
Von Preissenkungen profitieren zum zweiten Mal in diesem Jahr auch die rund 250.000 Gaskunden des Berliner Anbieters Gasag. Ein Berliner Wohnungshaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden zahlt ab Dezember noch einen Arbeitspreis von 10,77 Cent pro Kilowattstunde, teilte die Gasag mit. Bei einem Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh sind des demnach 10,35 Cent.
Damit sparten Kunden im Jahr fast 125 Euro, teilte die Gasag weiter mit. Konkret senkt das Unternehmen den Arbeitspreis um 1,03 Cent pro Kilowattstunde. Der vom Verbrauch unabhängige Grundpreis bleibe unverändert. Kunden mit Laufzeitverträgen werden ebenfalls ab Dezember durch Preissenkungen entlastet. Die Gründe sind ähnlich derer der EMB.


