Seitdem 2G und 3G in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gelten, muss jede und jeder immer den Impfnachweis bereithalten. Doch wer bisher den gelben Impfpass in der Tasche hatte, muss sich in Brandenburg jetzt umstellen: Seit Ende November ist der traditionelle Impfpass nicht mehr als Nachweis ausreichend.
  • Warum ist der gelbe Impfpass auf einmal ungültig?
  • Wo bekomme ich einen digitalen Impfnachweis?
  • Was kann ich tun, wenn ich kein Smartphone habe?
  • Was ist eigentlich mit der Immunkarte aus der Apotheke?

Impfpass Fälschungen: Darum reicht der gelbe Impfpass nicht mehr

Seit dem 24. November gilt in Brandenburg die Eindämmungsverordnung, die den Impfpass als unzureichenden Nachweis für die Corona-Impfung erklärt. Begründet wird das laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums damit, dass zu viele Fälschungen im Umlauf sind. „Um gefälschten Impfnachweisen vorzubeugen, wurde in der Corona-Verordnung klargestellt, dass der Nachweis von Geimpften und Genesenen als digitales COVID-Zertifikat der EU in elektronischer oder gedruckter Form vorgezeigt werden muss.“ Der digitale Nachweis ist schwieriger zu fälschen, da er einen QR-Code hat, in dem die Informationen über die Impfung gespeichert sind. Der Code kann an einer Einlassstelle, zum Beispiel im Restaurant, gescannt – und somit unkompliziert geprüft werden. Diese Regelung gilt auch in anderen Bundesländern, zum Beispiel in Berlin, Baden-Württemberg und im Saarland.

Digitales Impfzertifikat: Wo gibt es den QR-Code?

Wer sich gegen Corona impfen lässt, wird wahrscheinlich seinen gelben Impfpass zur Impfung mitnehmen. Dort wird, wie immer beim Impfen üblich, die Impfung eingetragen. Wer keinen gelben Impfpass dabei hat, braucht sich meistens keine Sorgen machen: Die meisten Impfstellen stellen dann ein Ersatzdokument aus.
An einigen Impfstellen, wie in viele Impfzentren, wird nach der Impfung auch direkt der digitale Impfnachweis ausgestellt. Das ist ein Blatt Papier (A4 Größe), auf dem die Details der Impfung gelistet sind und in der Mitte ein großer, schwarzer QR-Code ist. Wer das nach der Impfung direkt schon bekommt: Herzlichen Glückwunsch, mehr brauchen Sie nicht. Im Grunde reicht es auch aus, dieses Blatt vorzuzeigen, wenn z.B. in der Gastronomie oder im Einzelhandel danach gefragt wird.
An vielen Impfstellen wird dieses Blatt aber nicht automatisch ausgeteilt. Stattdessen muss man nach dem Impfen zur Apotheke gehen. Dort legt man den gelben Impfpass (oder das Ersatzdokument) zusammen mit einem Personalausweis vor. Die Impfung wird in der Apotheke geprüft und danach wird das Blatt mit dem QR-Code ausgestellt.

Impfnachweis ohne Handy: Was tun, wenn man kein Smartphone hat?

Nicht jede Person hat heutzutage ein Smartphone – der aber notwendig ist, um den QR-Code in die App einzuspeichern. Wie oben bereits beschrieben ist für den Nachweis bei einer Impf-Kontrolle nicht zwingend die App auf dem Handy erforderlich: Es reicht vollkommen aus, das Zertifikat in gedruckter Form zu haben. „Es wird empfohlen, sich eine Kopie von dem Papierausdruck mit dem QR-Code anzufertigen. Die Kopie sollte sicher Zuhause aufbewahrt werden“, schreibt das Gesundheitsministerium in der Pressemitteilung.

Immunkarte aus der Apotheke: Ist die als Nachweis gültig?

In der Apotheke kann man auch eine sogenannte Immunkarte erwerben. Das ist ein kleines Kärtchen – ungefähr so groß wie eine Kreditkarte – auf dem der QR-Code gedruckt ist. Der QR-Code gilt überall in der EU – die Immunkarte an sich aber nicht. Die Karte ist nicht offiziell und somit könnte es vor allem im Ausland theoretisch zu Problemen kommen. In Deutschland wird sie wahrscheinlich überall akzeptiert, man sollte sich aber im Klaren sein, dass die Karte kein offizielles Dokument ist. Die Immunkarte gibt es entweder in der Apotheke oder online auf der Webseite des Herstellers. Die Karte ist aber nicht kostenlos, sondern kostet 9,90 Euro.

Corona-Regeln in Brandenburg: Verschärfung ab 13.12.

In Brandenburg müssen wegen anhaltend hoher Corona-Zahlen die Regeln erneut verschärft werden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kündigte einige Änderungen für die kommende Woche an. Was auf Brandenburger zukommt lest ihr hier nach:

Frankfurt (Oder)