Gewalt in Berlin: 31 verletzte Schüler nach Reizgas-Attacke in Jugendherberge

Eine Reizgas-Attacke in einer Jugendherberge in Berlin löste einen Polizeieinsatz auf. (Symbolfoto)
Soeren Stache/dpa- Reizgas-Attacke in Berliner Jugendherberge löste Großeinsatz von Polizei und Rettung aus.
- 31 Jugendliche klagten über Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden, zwei kamen ins Krankenhaus.
- Die 15- bis 17-Jährigen aus Münster waren mit Lehrern in der Köpenicker Straße untergebracht.
- Eine Gruppe sprühte nach Streit Reizgas, schubste Schüler – danach flüchteten die Angreifer.
- Es gab schon am Vortag ein Zusammentreffen: Ein Unbekannter ohrfeigte einen Schüler. Polizei ermittelt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Reizgas-Attacke auf eine Schülergruppe in einer Jugendherberge in Berlin-Mitte hat einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Dabei wurden laut Polizei 31 Jugendliche verletzt, zwei Schüler kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.
Die 15- bis 17-Jährigen und ihre Lehrer aus Münster in Nordrhein-Westfalen hielten sich während des Angriffs in einer Jugendherberge in der Köpenicker Straße auf. Die Attacke am Mittwoch (9. September) hatte eine Vorgeschichte.
Eine acht- bis zehnköpfige Gruppe aus Jugendlichen und Heranwachsenden soll am Mittwochabend zunächst auf einem Stockwerk lautstark gegen mehrere Zimmertüren geklopft haben. Nach verbalen Streitigkeiten mit den Jugendlichen wiederholte die Gruppe ihr Vorgehen auf einer weiteren Etage.
Dort sprühte laut Polizei einer der Unbekannten großflächig Reizgas in Richtung der Jugendlichen. Zudem seien mehrere Schüler geschubst und angerempelt worden. Als die Angreifer bemerkten, dass die Polizei alarmiert worden war, flüchteten sie. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte klagten 31 Personen über Augenreizungen und Atemwegsbeschwerden.
Ohrfeige bei einem ersten Zusammentreffen
Laut einer Polizeisprecherin waren die Schüler und die Gruppe bereits am Vortag zusammengetroffen. Dabei habe einer der Unbekannten einen Schüler geohrfeigt. Die genauen Hintergründe und Motive seien aber noch unklar.
Eine Fahndung im Umfeld blieb ohne Erfolg. Während des Einsatzes war die Köpenicker Straße gesperrt. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung.
