Gigafactory Grünheide: Tesla soll billiges Kompakt-SUV planen

Cybercab only? Möglicherweise nicht. Tesla soll neben Robotaxis und Robotern auch Pläne für ein neues E-Auto haben. Auch ein Bau in der Gigafactory in Grünheide scheint nicht ausgeschlossen.
Johannes Neudecker/dpa- Reuters berichtet: Tesla plant ein günstiges, neues Kompakt-SUV neben Robotaxis und Optimus.
- Das Modell soll eigenständig sein, ca. 4,28 Meter lang und deutlich günstiger als Model 3.
- Produktion ist in China vorgesehen – auch USA und Europa mit Grünheide sind im Gespräch.
- Zulieferer wurden angesprochen, ein Start schon 2026 gilt jedoch als unwahrscheinlich.
- Hintergrund: Model-Y-Fertigung in Grünheide läuft, Absatz des Model Y stieg im März in Deutschland.
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Ändert Tesla-Chef Elon Musk seine Strategie? Setzt er künftig doch nicht allein auf autonom fahrende Robotaxis und den humanoiden Roboter Optimus? Das zumindest legt ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters nahe. Demnach arbeitet Tesla offenbar an einem völlig neuen, kleineren und günstigeren Elektro-SUV. Der US-Autobauer soll in den vergangenen Wochen bereits Zulieferer angesprochen haben, um Details zu dem geplanten Kompakt-SUV zu besprechen.
Reuters zufolge, die sich auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen bezieht, handelt es nicht um eine neue Variante des Model 3 oder Model Y, sondern um ein komplett eigenständiges Fahrzeug.
Es soll den Angaben zufolge 4,28 Meter lang sein und damit deutlich kürzer als das erfolgreiche Model Y, das rund 4,77 Meter misst und auch in der Gigafactory Grünheide gebaut wird. Die Rede ist von einer kleineren Batterie und einem deutlich günstigeren Preis als das Model 3. Die Limousine ist in Deutschland derzeit ab 36.990 Euro zu haben. Der Preis für ein Model Y startet bei 39.990 Euro.
Neuer Tesla aus Grünheide? Insider spricht von Bau in Europa
Laut dem Bericht soll das neue Kompakt-SUV in China gebaut werden, wo Tesla in Shanghai ebenfalls eine Gigafactory betreibt. Eine der Quellen erklärte, Tesla plane außerdem eine Produktion in den USA und in Europa. Europa würde bedeuten Deutschland – und damit Grünheide, dem Sitz von Teslas bislang einziger europäischer Fabrik. Hier produziert der US-Elektroautobauer seit 2022 ausschließlich das Model Y.
In der Vergangenheit hatte Tesla immer wieder ein günstiges E-Auto für 25.000 Dollar ins Spiel gebracht. Als Namen kursierten Model Q und Model 2. Doch 2024 hatte Musk die Pläne gestoppt, um den Fokus auf Robotaxis und humanoide Roboter zu legen. Sogar Grünheide soll dabei eine Rolle spielen. Dies hatte der Tesla-Chef jüngst in einer Videobotschaft vor der Betriebsratswahl im März selbst kundgetan.

„Made in Brandenburg“: In Grünheide baut Tesla bislang ausschließlich E-Autos vom Typ Model Y. Beliefert werden damit mehr als 30 Märkte weltweit.
Christian HeinigTesla: Neuer Kompakt-SUV könnte Modellpallatte auffrischen
Nun deutet sich ein erneuter Kurswechsel an. Laut eines Insiders wolle Tesla künftig Autos entwickeln, die zwar autonom fahren können, sich aber bei Bedarf auch manuell steuern lassen. Dem Reuters-Bericht zufolge könnte das mögliche neue Kompakt-SUV beide Ziele gleichzeitig erfüllen.
Auf diese Strategie umzuschwenken, erscheint nicht abwegig. Schließlich ist eine Zulassung von allein fahrerlosen Fahrzeugen, die so wie das neue Cybercab ganz ohne Lenkrad daher kommen, in vielen Ländern nicht sicher. Zugleich hatte der Elektroauto-Pionier im vergangenen Jahr in vielen Märkten mit Absatzrückgängen zu kämpfen. Experten machten dies auch an einer vergleichsweise alten Modellpallette fest.
Die Möglichkeit, nun ein günstiges Modell mit oder ohne manuelle Steuerung anzubieten, könnte den Absatz ankurbeln und dafür sorgen, dass Teslas Werke besser ausgelastet bleiben, heißt es in dem Bericht. Ein Produktionsstart schon 2026 wird aber als unwahrscheinlich bezeichnet. Tesla äußerte sich bislang selbst nicht zu den angeblichen Plänen.
In Deutschland konnte der US-Hersteller den Absatz zuletzt wieder steigern. Vom Model Y, das auch in Grünheide gebaut wird, wurden im März hierzulande genau 6.841 Fahrzeuge neu zugelassen. Damit belegte Tesla nach über einem Jahr erstmals wieder den Spitzenplatz unter den Elektroautos.
Für das Werk in Brandenburg ist bekannt, dass Tesla dort neben dem Bau des Model Y die Batterieproduktion ausbauen will.


