Halloween in Brandenburg: An diesen Orten sollen Geister spuken

Um Mitternacht beginnt die Geisterstunde. In Brandenburg gibt es so manchen Ort, an dem es spuken soll. Welche Ausflüge sich für Horror-Fans lohnen.
Patrick Pleul/dpa- Gruselorte in Brandenburg: Sieben Plätze gelten als von Geistern heimgesucht.
- Kaserne Vogelsang verfällt im Wald, Gerüchte um KGB-Akten und spürbare Präsenz.
- „Weiße Frau“ im Kloster Chorin und Kloster Lehnin, oft mit Schlüsselbund und Spuk am Brauhaus.
- Brieselanger Wald: Mysteriöse Lichter, Legende um Elisabeth Wieja und suchenden Vater.
- Beelitz-Heilstätten und Baasee sowie Friedhof Stahnsdorf: Kälte, Stimmen, Glocken und Gestalten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Unheimliche Orte gibt es in Brandenburg reichlich. Ruinen, Friedhöfe, Seen und Wälder bergen schaurige Gruselgeschichten. Wir haben sieben Orte zusammengetragen, die von Geistern heimgesucht werden sollen.
Kaserne Vogelsang: Die Geisterstadt im Wald
Die Kaserne Vogelsang war einer der größten sowjetischen Militärstützpunkte in der DDR. Heute ist sie weithin als Geisterstadt im Wald zwischen Zehdenick (Oberhavel) und Templin (Uckermark) bekannt. Zur Blütezeit stand dort eine autarke Stadt mit Wohnhäusern für bis zu 15.000 Menschen, samt Krankenhaus, Schule, Kino- und Theatersaal. Nach dem Abzug der Truppen 1994 blieb das riesige Areal jedoch Jahrzehnte lang sich selbst überlassen.
Heute verfallen die wenigen verbliebenen Gebäude, während sich die Natur nach und nach das Gebiet zurückholt. Noch immer hält sich das Gerücht, dass in den Tiefen der Bunker und Keller alte KGB-Dokumente und geheime Akten verrotten. Urban Explorer berichten von Schritten, Schatten in den Gängen und von dem extrem beklemmenden Gefühl, beobachtet zu werden. Hier lässt man sich gern einen Schauer über den Rücken jagen.
Die Weiße Frau im Kloster Chorin
Die Sage der „Weißen Frau“, eine geisternde Todesbotin, ist in Brandenburg weit verbreitet. Einzug fand sie zum Beispiel im Kloster Chorin (Barnim), nachdem das Klosterleben kurz nach der Reformation 1542 verfiel und die Anlage zur Ruine wurde. Überlieferungen berichten von einer „Uutgebersche“ („Ausgeberin“), die nachts mit einem riesigen Schlüsselbund durch die Ruinen der ehemaligen Zisterzienserabtei wandert. Nachdem Knechte der klösterlichen Brauerei versuchen, ihr auf die Füße zu schauen, soll sie jedoch verschwunden sein – oder doch nicht?

Die Geschichte des Klosters Chorin reicht lange in die Vergangenheit zurück. Kein Wunder also, dass sich um das heutige Denkmal eine gruselige Legende rankt.
Patrick Pleul/dpaDer Spuk im Kloster Lehnin
Auch im Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) soll eine „Weiße Frau“ umherwandeln. Der Sage zufolge zeigt sie sich dort oft allein, manchmal aber auch im Arm eines Mönchs. Besonders rund um das alte Brauhaus des ehemaligen Klosters soll die Todesbotin ihr Unwesen treiben. „Sie war ein benachbartes Edelfräulein und liebte einen Mönch, aber für diese Sünde hat sie nun keine Ruhe im Grabe und muß jede Minute ihres verbotenen Genusses durch jahrelange Reue erkaufen und an der Stätte ihrer Vergehungen abbüßen; doch soll sie seit einiger Zeit nicht mehr erschienen sein und so vielleicht endlich die himmlische Ruhe gefunden haben“, hat Adalbert Kuhn, bereits in seiner 1843 herausgegebenen Sammlung „Märkische Sagen und Märchen“ veröffentlicht.
Sollten bei Ihrem Besuch Türen plötzlich aufspringen, das Rasseln eines Schlüsselbundes erklingen oder das Bier in Glas oder Flasche plötzlich sauer schmecken, wird zur Flucht geraten.
Das unheimliche Licht von Brieselang
Eine der gruseligsten Brandenburger Legenden spielt im Brieselanger Wald (Havelland). Dort sollen Spaziergänger über Jahrzehnte immer wieder mysteriöse Lichter gesichtet haben; mal weiß, rot oder grün, teils begleitet von unheimlichen Geräuschen oder Stimmen.
Die bekannteste Legende führt das Licht auf den Mord eines 12-jährigen Mädchens im Jahr 1945 zurück. Die kleine Elisabeth Wieja hat demnach mehreren betrunkenen sowjetischen Soldaten den Weg durch den Wald gezeigt, bevor sie von den Männern vergewaltigt und erschossen wurde. Einige behaupten, das Licht sei der Geist des Mädchens, das rastlos im Wald umherwandelt. Andere sagen, es handele sich um den Vater von Elisabeth, der noch immer mit einer Laterne nach seiner Tochter sucht.
Der Horror von Beelitz-Heilstätten
Die Beelitz-Heilstätten (Potsdam-Mittelmark) gelten als der wohl bekannteste und berüchtigtste Lost Place Deutschlands. Dort wurden ab Ende des 19. Jahrhunderts Tausende an Tuberkulose erkrankte Frauen und Männer behandelt, viele starben. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente die Anlage als Lazarett. Später war sie ein großes sowjetisches Militärhospital, bis die Truppen 1994 abzogen. Nach Jahrzehnten Leerstand sind viele Gebäude verfallen.
Einige von ihnen können immer noch besucht werden, wie die alte Chirurgie mit den Operationssälen: Abblätternde Farbe, eingestürzte Decken, überwucherte Dächer und zerbrochene Fenster erzeugen eine zutiefst schaurige Kulisse. Besucher und Urban Explorer berichten von plötzlichen Temperaturabfällen in den leeren Gängen, Stimmen und Schritten in den verlassenen Krankensälen und unerklärlichen Schatten, die über die Wände huschen.

Überreste eines Speisesaals sind im verfallenen „Alpenhaus" auf dem Areal der ehemaligen Lungenheilstätten in Beelitz-Heilstätten zu sehen. Der weitläufige Gebäudekomplex wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Heute ist er vor allem für seine teilweise verfallenen Gebäude bekannt, die Fotografen, Touristen und Horrorliebhaber anziehen.
Jens Kalaene/dpaDas Glockenläuten im Baasee
Der Baasee in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) gilt als beliebtes Ausflugsziel. Doch so idyllisch der See im Wald aussieht, so düster sind die Legenden, die sich um ihn ranken.
Die bekannteste Sage berichtet von Ilse, der Tochter eines Köhlers, die sich in einen jungen Ritter verliebt. Vor einem Marienbild in der kleinen Kapelle am See verspricht er ihr die Ehe. Doch er hält sein Versprechen nicht, Ilse verflucht ihn. Als der Ritter später mit seiner neuen Braut im Hochzeitszug zur Kapelle zieht, naht ein schweres Unwetter. Ein Blitz trifft die Kapelle, die mitsamt der Hochzeitsgesellschaft im See versinkt. Noch heute sollen in manchen Herbstnächten Glocken aus den Tiefen des Sees zu hören sein.

Herbstliche Impression vom Baasee in Bad Freienwalde in Neureetz (Oderbruch): Der Legende nach ist dort eine Kapelle mit Hochzeitsgästen versunken. Noch immer sollen Glocken vom Grund des Sees läuten.
Renate MelzDer Gruselfriedhof in Stahnsdorf
Der Friedhof in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) zählt für manche Menschen zu den unheimlichsten Orte in Deutschland. Als riesiger Waldfriedhof 1909 angelegt, wirkt er heute mit seinen hohen Kiefern, Moos, verwachsenen Wegen und der unendlich wirkenden Stille eher wie ein verwunschener Wald. Wer sich traut, kann sich bei einem Spaziergang an den Gräbern entlang, von denen manche stark verfallen und überwuchert sind, selbst ein Bild machen.
Doch Vorsicht: In Blogs von Lost-Place-Fans kursieren Erzählungen über schaurige Gestalten, mysteriöse Schritte und Stimmen oder unerklärliche Kälte.

