Knapp 17.700 Flüchtlinge aus der Ukraine sind nach Angaben des Sozialministeriums bislang in Brandenburg untergekommen. Etwa 13.760 Personen seien davon bei Privatleuten untergebracht, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Caritas in Berlin und Brandenburg hat in den vergangenen Wochen mehrere Anlaufstellen für Geflüchtete aus der Ukraine geschaffen, wo die Menschen erste Beratung aber auch ganz praktische Hilfe bekommen.
Eine davon ist die Spendenausgabestelle in Fürstenwalde. Dort bekommen Hilfesuchende Lebensmittel und Kleidung. „Wir verteilen Konserven, Haferflocken, Tee, Hirse, Buchweizenmehl – Lebensmittel, die die Menschen aus ihrer Heimat gewohnt sind“, erklärt Regine Eichner, die für die Caritas die Verteilung der Spenden koordiniert.

Vor allem Schuhe waren gefragt

In den vergangenen Tagen waren vor allem Schuhe sehr gefragt. „Die Menschen sind ja mit ihren Winterschuhen geflüchtet, als es jetzt so schönes Wetter war, brauchten sie anderes Schuhwerk“, berichtet Regine Eichner. Gemeinsam mit der Caritas hat unsere Zeitung die Spendenaktion „Brandenburg hilft Flüchtlingen aus der Ukraine“ ins Leben gerufen. Auf dem Spendenkonto waren am Freitag bereits 217.199 Euro eingegangen.
Mit dem Geld werden auch Erstankömmlinge unterstützt. Sie bekommen Gutscheine oder notfalls Bargeld, um Lebensmittel zu kaufen. Gerade bei privater Unterbringung und wenn die Formalitäten der Anmeldung noch nicht erfolgt sind, sei es wichtig die Menschen zu unterstützen.

Begegnung der Frauen ist wichtig

Ein weiteres Projekt, in das Geld aus der Spendenaktion fließt, ist die „NähZeit“. Dort kommen Frauen aus Michendorf gemeinsam mit Bewohnerinnen der Gemeinschaftsunterkunft „Haus Polygon“ zusammen, um das Nähen zu erlernen oder ihre Fähigkeiten auszubauen. Im Vordergrund steht dabei die interkulturelle Begegnung. Die Frauen haben nicht nur die Möglichkeit, ihre eigenen „Näh-Projekte“ umzusetzen, sondern auch ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und ein Gespür für die deutsche Sprache zu entwickeln. 
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Eine Übersicht zu Hilfsaktionen finden Sie hier und auf einer Themenseite.