Wer die Oderbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice überschreitet, dem fällt meist kaum noch auf, dass er sich zwischen zwei verschiedenen Staaten bewegt. Aber dieser Umstand bröckelt. In der neuen Folge vom MOZ-Podcast „Dit is Brandenburg“ schildern Pendlerinnen das ambivalente Verhältnis der beiden Oderstädte zueinander. Denn da wo Polen beginnt, dürfe die gemeinsame deutsch-polnische Geschichte nicht außer Acht gelassen werden, sagt Carla Skobjin von der Deutsch-Polnischen Seniorenakademie.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Vertreibungsbewegungen der Nachkriegszeit folgte ein jahrzehntelanges Zusammenwachsen beider Länder. Deren enges Verhältnis wird heute aber immer wieder durch politische Rethorik belastet, erklärt Magdalena Abraham-Diefenbach von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Słubice im Wandel

Warum die Grenzregion dennoch wie keine zweite den Balanceakt zwischen Kooperation und Eigenständigkeit meistert, hat uns Christa Moritz im Podcast erzählt.
Wie immer auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcast, Amazon Music, Deezer, Google Podcast und Player.fm.
„Der Bürgersteig der Doppelstadt“ ist die zweite Folge einer fünfteiligen Serie über das Leben an der Grenze. Darin wird das Nachbarland Polen und die Beziehung zu Brandenburg genauer unter die Lupe genommen: von der Kultur, über das Politikum Oderausbau Słubice bis hin zu dem schwierigen Alltag von Geflüchteten an der polnischen Grenze zu Belarus. Wer die letzte Folge verpasst hat, kann sie hier nachhören: