Für ihn ist der Gang über die Brücke Alltag. Grzegorz Załoga arbeitet als Dolmetscher sowie Übersetzer und pendelt nahezu jeden Tag zwischen Słubice und Frankfurt (Oder). Dazu nimmt er den Bus 983. Die Linie fährt stündlich in der Doppelstadt hin und her. Der MOZ-Podcast „Dit is Brandenburg“ hat sich neben Załoga in den Bus gesetzt und mit ihm über das ambivalente Image der Doppelstadt gesprochen. Die Folge ist der Auftakt zu einer fünfteiligen Serie über das Leben an der Grenze. Darin wird das Nachbarland und die Beziehung zu Brandenburg genauer unter die Lupe genommen: von der Kultur, über das Politikum Oderausbau Słubice bis hin zu dem schwierigen Alltag von Geflüchteten an der polnischen Grenze zu Belarus. In der ersten Folge spricht ein Mann, der beide Seiten gut kennt.

Die Doppelstadt Frankfurt (Oder) und Słubice könnten mehr Selbstbewusstsein vertragen

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In den Augen von Załoga hat sich die Grenzregion mächtig verändert seit dem Mauerfall. Vieles ist zusammengewachsen, obwohl sich manche Klischees hartnäckig gehalten haben – für den Dolmetscher ist das nicht unbedingt schlecht, er kann manchen Stereotypen sogar etwas abgewinnen. Doch er wünscht der Doppelstadt mehr Selbstbewusstsein, insbesondere der deutschen Seite.
Der freiberufliche Übersetzer verrät zudem, dass er längere Zeit brauchte, um mit der deutschen Sprache warm zu werden. Warum für ihn Deutsche, die Polnisch perfekt können, ein Naturwunder sind, erläutert er in der neuen Podcast-Folge.
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