Moderation bei rechtem Sender
: Angehende Lehrerin aus Märkisch-Oderland entlassen

Eine angehende Lehrerin an einer Grundschule in Märkisch-Oderland soll als Moderatorin für das Magazin Compact TV gearbeitet haben. Nun hat das Bildungsministerium auf den Fall reagiert.
Von
dpa
Potsdam
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Eine angehende Lehrerin aus Märkisch-Oderland ist aus dem Beamtenverhältnis entlassen worden. Sie soll beim Fernsehsender Compact TV moderiert haben, der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurde. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte/dpa

Eine angehende Lehrerin in Brandenburg ist aus dem Beamtenverhältnis entlassen worden. Das Bildungsministerium habe ihr das Führen der Dienstgeschäfte untersagt und einen Bescheid zur Entlassung aus dem „Beamtenverhältnis auf Widerruf“ zugestellt, teilte eine Ministeriumssprecherin am Dienstagabend mit. Darüber hinaus würden keine Auskünfte erteilt.

Mitte September hatte das Ministerium angekündigt, einem Bericht des „Tagesspiegels“ nachzugehen, wonach an einer Schule eine Referendarin mit Verbindungen in die rechtsextreme Szene tätig ist. In dem Bericht hieß es, an einer Schule im Landkreis Märkisch-Oderland absolviere aktuell eine Frau ihr Referendariat, die mehrfach als Moderatorin für den Nachrichtenkanal des „Compact“-Magazins tätig gewesen sein soll. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft dieses Magazin seit 2021 als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung ein.

Lehrkräfte im Land Brandenburg seien dazu verpflichtet, die Grundsätze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu beachten und zu respektieren, hieß es aus dem Ministerium.