Selenskyj in Berlin
: Sperrungen, Zugausfälle und wo es zu Stau kommt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Berlin erwartet. Hier kommt es zu Einschränkungen des ÖPNV, Sperrungen und Stau – eine Übersicht.
Von
dpa ,
Nicole Züge
Berlin
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) begrüßt Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, zu einem Gespräch im Schloss Bellevue. Der ukrainische Präsident Selenskyj ist anlässlich der Internationalen Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Berlin. Es ist sein dritter Berlin-Besuch seit der russischen Invasion vor mehr als zwei Jahren. +++ dpa-Bildfunk +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute in Berlin erwartet. Es wird zu massiven Einschränkungen bei der S-Bahn und im Autoverkehr kommen. Alles Wichtige zu Sperrungen, S-Bahn-Takte, wie die U-Bahnen fahren und wo es zu Stau kommt. Im Bild: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) begrüßt Wolodymyr Selenskyj bei seinem letzten Staatsbesuch im Juni.

Bernd von Jutrczenka/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute in Berlin erwartet. Für die Menschen in der Hauptstadt bedeutet dieser Staatsbesuch, dass sie sich auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr und diverse Sperrungen sowie Stau einrichten müssen.

Besonders die Fahrgäste der S-Bahn sind am heutigen Freitag (11.10.) stark vom Besuch des ukrainischen Präsidenten betroffen.

Alles Wichtige zum Staatsbesuch von Selenskyj in Berlin – Zugausfälle, Sperrungen, Einschränkungen in Berlin in der Übersicht.

  • Selenskyj in Berlin: Einschränkungen bei der S-Bahn
  • Diese S-Bahn-Linien fahren heute in einem veränderten Takt
  • Fern- und Regionalverkehr: Einschränkungen und Zugausfälle
  • Staatsbesuch in Berlin: hier kommt es heute zu Stau und Sperrungen
  • Hintergrund zum Staatsbesuch von Selenskyj in Berlin

Selenskyj in Berlin: Einschränkungen bei der S-Bahn

„Bei früheren Staatsbesuchen wurden sehr kurzfristig teils mehrstündige Sperrungen zentraler Streckenabschnitte in der Berliner Innenstadt sowie Fahren mit deutlich verringerter Geschwindigkeit angeordnet“, hieß es. Die S-Bahn stellt sich in der Planung darauf ein. Daher werde das Zugangebot im Bereich der Innenstadt reduziert, sagte ein Sprecher.

Selenskyj wird am Mittag von Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen. Das ukrainische Staatsoberhaupt war das letzte Mal im Juni in Berlin. Die S-Bahnstrecke verläuft genau entlang des Schlosses Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten.

Besonders auf der Stadtbahn zwischen Bahnhof Zoo und Ostbahnhof wird der Verkehr ab dem Vormittag stark ausgedünnt, wie die Bahn mitteilte. Bei der U-Bahn wurden keine größeren Ausfälle angekündigt.

So fahren die S-Bahn-Linien heute (11.10.):

  • S1: planmäßiger 10-Minutentakt zwischen Wannsee – Frohnau
  • S2: ab ca. 10 Uhr 10-Minutentakt nur zwischen Nordbahnhof und Buch
  • S26: entfällt ab ca. 8 Uhr
  • S3: ab ca. 10 Uhr 10-Minutentakt nur zwischen Erkner – Ostbahnhof
  • S41/42: ab ca. 8 Uhr im 10-Minutentakt
  • S45: entfällt ab ca. 8:30 Uhr
  • S5: fährt nur zwischen Warschauer Straße und Strausberg Nord beziehungsweise Hoppegarten, ab ca. 9 Uhr im 10-Minuten-Takt
  • S7: ab ca. 9 Uhr im 10-Minutentakt; nur zwischen Ahrensfelde – Ostbahnhof sowie Charlottenburg – Potsdam Hbf
  • S75: fährt nur zwischen Wartenberg – Lichtenberg
  • Die Ringbahn fährt seltener und auch auf den Nordsüd-Linien fahren in der Innenstadt weniger Züge.
  • Wie ein Sprecher der S-Bahn sagte, solle die S9 im üblichen Takt fahren.

Fern- und Regionalverkehr: Einschränkungen und Zugausfälle

Weitere Einschränkungen bestehen beim Fernverkehr der Deutschen Bahn und beim Regionalverkehr. Fahrgäste werden gebeten, sich auf folgenden Webseiten vor Fahrtbeginn über die Einschränkungen und Zugausfälle zu informieren:

Staatsbesuch in Berlin: hier kommt es heute zu Stau und Sperrungen

Die Berliner Verkehrsinformationszentrale VIZ hingegen kündigte größere Sperrungen und Einschränkungen auf den Straßen an.

Besonders bei der Anreise am Vormittag und bei der Abreise zu einem bislang nicht bekannten Zeitpunkt könne es zu „massiven Verkehrseinschränkungen im Bereich Flughafen Berlin-Brandenburg, auf den Stadtautobahnen A113 und A100 sowie der Berliner Innenstadt kommen“.

Erhebliche Sperrungen seien auch im Bereich Brandenburger Tor, Schloss Bellevue und dem Regierungsviertel zu erwarten. „Genauere Informationen liegen aufgrund der Gefährdungsstufe nicht vor.“ Autofahrer sollten die Bereiche meiden und möglichst weiträumig umfahren. Die Linienbusse könnten ebenfalls im Stau stehen.

Hintergrund zum Staatsbesuch von Selenskyj in Berlin

Bei seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird es dem ukrainischen Präsidenten heute um die weitere Unterstützung der Ukraine mit Waffenlieferungen für den Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren gehen, aber auch um die Bemühungen um eine Friedenslösung.

Eigentlich wollte Selenskyj am Samstag an einem Ukraine-Gipfel mit 50 verbündeten Ländern auf dem US-Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein teilnehmen. Nach der Absage von US-Präsident Joe Biden wegen des Hurrikans „Milton“ wurde der Gipfel aber verschoben. Statt Biden kommt nun Selenskyj zu einem bilateralen Besuch nach Berlin.

Es ist der zweite Deutschland-Besuch des ukrainischen Präsidenten innerhalb von fünf Wochen und das dritte persönliche Gespräch mit Scholz in diesem Zeitraum. Anfang September hatte Selenskyj an einem Verteidigungsministertreffen der Verbündeten in Ramstein teilgenommen und Scholz in Frankfurt am Main getroffen. Nur drei Wochen später kamen die beiden dann noch einmal kurz vor der UN-Generalversammlung in New York zu einem Gespräch zusammen.

Selenskyj wirbt auf seiner Europatour für seinen sogenannten „Siegesplan“, von dem bisher nicht viel bekannt ist. Es gehe darum, Bedingungen „für ein gerechtes Ende des Krieges“ zu schaffen, sagte er am Donnerstag in London. Zuvor hatte er bei einem Ukraine-Südosteuropa-Gipfel im kroatischen Dubrovnik deutlich gemacht, dass er die nächsten Monate für entscheidend hält. „Im Oktober, November und Dezember haben wir eine reale Chance, die Dinge in Richtung Frieden und dauerhafter Stabilität hin zu verändern.“ Die Situation auf dem Schlachtfeld erlaube es, den Krieg spätestens 2025 zu beenden.

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