Sexueller Missbrauch in Rathenow: Arzt soll im Dienst Kinder missbraucht haben

Ein Kinderarzt der Havelland-Kliniken in Rathenow steht unter Verdacht, während seines Dienstes ein Kind sexuell missbraucht zu haben.
Carsten Rehder/dpa- Kinderarzt in Rathenow steht wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch während des Dienstes unter Ermittlungen.
- Mutter eines Kindes brachte den Fall im November 2025 durch Anzeige ins Rollen.
- Polizei fand bei Durchsuchungen Datenträger mit Hinweisen auf mögliche weitere Taten.
- Arzt wurde am 24. November 2025 festgenommen, Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr erlassen.
- Staatsanwaltschaft machte keine Angaben zu weiteren Opfern oder Details der Ermittlungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Kinderarzt soll während des Dienstes in einer Klink im brandenburgischen Rathenow westlich von Berlin ein Kind sexuell missbraucht haben. Es gibt Anzeichen dafür, dass er noch mehr Kinder missbraucht hat, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Potsdam am Nachmittag sagte. Der 45 Jahre alte Kinderarzt sitzt seit November in Untersuchungshaft.
In einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft heißt es: „Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 02. November 2025 im Rahmen der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit ein Kind in den Räumen des Klinikstandorts Rathenow sexuell missbraucht zu haben.“ Das Krankenhaus gehört zu den Havelland-Kliniken.
Arzt soll Kinder missbraucht haben – Haftbefehl
Nach der Anzeige der Mutter des Kindes kam es zu Durchsuchungen der Polizei. Die Ermittler stellten eine Vielzahl von Datenträgern sicher. Die Auswertung und weitere Beweismittel führten zu einem dringenden Tatverdacht gegen den Arzt, wie es hieß.
Er wurde am 24. November festgenommen. Einen Tag darauf erließ eine Ermittlungsrichterin Haftbefehl. Als Haftgrund wird Wiederholungsgefahr angeführt. Die Polizei hat auch ein Hinweistelefon eingerichtet.
Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt
Die Auswertung der sichergestellten Datenträger habe Anhaltspunkte für das Vorliegen weiterer Missbrauchshandlungen ergeben, so die Staatsanwaltschaft Potsdam. Um wie viele mutmaßliche Opfer es geht, sagte die Sprecherin der Behörde, Oberstaatsanwältin Hanna Urban, jedoch nicht.
Auch zur Auswertung von Datenträgern und dazu, ob es sich um ein Handy und einen Computer handelte, machte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die andauernden Ermittlungen keinerlei Angaben. Zur Frage, warum die Staatsanwaltschaft rund eineinhalb Monate nach der Festnahme an die Öffentlichkeit geht, sagte die Sprecherin: „Wir haben Ermittlungen durchgeführt. Nun schien ein geeigneter Zeitpunkt.“
Nach den Vorwürfen nimmt der Krankenhaus-Betreiber im Havelland am Mittwoch (11.00 Uhr) zu den Konsequenzen Stellung. Eine interne Aufarbeitung sei eingeleitet, teilte die Havelland Kliniken GmbH bereits mit. Das Kinderschutzkonzept werde überprüft.

