SEZ in Berlin: Nach heftigem Streit um DDR-Erlebnisbad – das ist der Stand

Liegt brach: Das SEZ in Friedrichshain. Jetzt wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die für die künftige Nutzung des Areals notwendig ist. (Archivbild)
picture alliance / dpa / Florian Schuh- Berlin plant über 550 Wohnungen am brachliegenden SEZ-Areal in Friedrichshain.
- 50 % der Wohnungen sollen sozial gefördert sein, dazu Gewerbeflächen für Wohnen und Arbeiten.
- Machbarkeitsstudie läuft bis Ende 2024, beauftragt wurde das Büro Stefan Forster.
- SEZ war einst DDR-Prestigeprojekt, wurde 2024 nach langem Rechtsstreit zwangsgeräumt.
- Ursprünglich 1981 eröffnet, bot es Wellenbad, Eisbahn, Sporthallen und Kulturveranstaltungen.
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Nach Jahren des Stillstands soll es nun vorangehen bei der Entwicklung des großen Areals des einstigen Vorzeige-Erlebnisbads der DDR, dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin-Friedrichshain. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte hat das Büro Stefan Forster mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, die frühestens Ende des Jahres vorliegen soll. Ziel ist ein gemischtes Quartier mit Schwerpunkt auf Mietwohnungen.
Das brachliegende Areal an der Ecke Landsberger Allee/Danziger Straße direkt am Volkspark Friedrichshain umfasst rund 30.000 Quadratmeter. Geplant sind dort mehr als 550 neue Wohnungen, davon 50 Prozent sozial gefördert. Zudem entsteht laut der Wohnungsbaugesellschaft „eine großzügige Gewerbefläche, die eine nachhaltige Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit ermöglicht“.
Nach einem langen Rechtsstreit war das SEZ im Jahr 2024 zwangsgeräumt worden. Bausenator Christian Gaebler (SPD) hatte damals gesagt, er sehe keine Chance für einen Erhalt als Spaßbad. Es sei nicht möglich, mit den defizitären Bäderbetrieben noch ein defizitäres Spaßbad zu betreiben, das noch einmal zig Millionen Euro Investitionen koste.
SEZ war Prestigeprojekt der DDR
Das Grundstück und das geschlossene Bad waren 2003 vom Land Berlin an einen Investor verkauft worden. Der Käufer wurde verpflichtet, wieder einen Badebetrieb zu schaffen, was aber nicht geschah. In einem jahrelangen Rechtsstreit setzte sich das Land durch, der frühere Eigentümer gab das SEZ aber nicht zurück.
Das SEZ war 1981 eröffnet worden und galt als ein Prestigeprojekt der DDR. Ein Wellenbad, Saunen, eine Eisbahn, eine Bowlingbahn und Sporthallen zogen Millionen Besucher an. Es gab Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte und Partys. Nach dem Ende der DDR wurde der hochsubventionierte Betrieb dem Land Berlin zu teuer und nach und nach eingestellt.
