U-Bahn in Berlin
: Bauarbeiten an der U5 – gut 200.000 Fahrgäste betroffen

Auf der U5 zwischen Hönow und Berlin Hauptbahnhof kommt es wegen Bauarbeiten wochenlang zu Schienenersatzverkehr. Das sind die Auswirkungen für Fahrgäste.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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Eine U-Bahn der Linie 5 in Richtung Hönow fährt in den U-Bahnhof Unter den Linden ein.

Eine U-Bahn der Linie U5 in Richtung Hönow fährt in den U-Bahnhof Unter den Linden ein. Während die Station erst Ende 2020 eröffnet wurde, sind andere Streckenabschnitte zu alt und müssen saniert werden.

dpa/Fabian Sommer
  • Bauarbeiten auf der U5 in Berlin starten am 4. August 2025, dauern bis 21. September.
  • Zwischen Frankfurter Allee und Tierpark fahren Ersatzbusse, teils Pendelverkehr.
  • Zusätzliche Arbeiten zwischen Cottbusser Platz und Kaulsdorf-Nord folgen vom 22.–25. September 2025.
  • U5 zählt 267.000 Fahrgäste täglich, älteste Abschnitte stammen aus 1930, teils stark sanierungsbedürftig.
  • Oberirdische Streckenabschnitte und steigende Fahrgastzahlen belasten die Infrastruktur zusätzlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die im Juli überraschend verschobenen Gleisbauarbeiten an der U-Bahn-Linie 5 sollen am 4. August 2025 starten. Die für den Abschnitt zwischen den U-Bahnhöfen Tierpark und Friedrichsfelde vorgesehenen Maßnahmen werden bis zum 21. September andauern, teilen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon am 30. Juni starten, wurden aber aufgrund von Lieferverzögerungen bei den benötigten Weichen kurzfristig verschoben.

U-Bahn in Berlin – Schienenersatz- und Pendelverkehr

Zwischen Frankfurter Allee und Tierpark wird in der Bauzeit ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwischen Tierpark und Biesdorf-Süd gibt es nur Pendelverkehr. Montags bis freitags fahren die Bahnen dann alle 7,5 Minuten, am Wochenende nur alle zehn Minuten, was die Fahrzeiten teils erheblich verlängert.

Im Anschluss an die Baumaßnahme finden laut BVG voraussichtlich vom 22. bis 25. September 2025 weitere Gleisbauarbeiten zwischen Cottbusser Platz und Kaulsdorf-Nord statt. Inwieweit diese ebenfalls zu Schienenersatz- beziehungsweise Pendelverkehr führen werden, will die BVG zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.

Die U5 ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Berliner U-Bahn-Netz. Seit dem Lückenschluss zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor ist sie nach der U7 die zweitlängste Linie Berlins. Täglich nutzen rund 267.000 Fahrgäste die U5 vom östlichen Stadtrand ins Berliner Zentrum.

Ältester U5-Abschnitt wurde bereits 1930 eröffnet

Trotz moderner Bahnhöfe im Zentrum, ist auch diese Berliner Linie in die Jahre gekommen. Der älteste Abschnitt zwischen Alexanderplatz und Friedrichsfelde wurde bereits 1930 eröffnet. Auch der östliche Streckenast zwischen Biesdorf-Süd und Hönow gilt mit seinen rund 40 Jahren nicht mehr als jung.

Er wurde zu DDR-Zeiten unter großem Zeitdruck errichtet. „Dabei wurden nicht alle Bauarbeiten aus heutiger Sicht fachgerecht ausgeführt, was die Nutzungsdauer der Anlagen verkürzt“, heißt es von der BVG.

Dazu hat die U5 den längsten oberirdischen Streckenabschnitt im gesamten Berliner U-Bahn-Netz. Das ist zwar schön für die Aussicht, aber die Schienen und Weichen sind auch stärker Witterungseinflüssen ausgesetzt als auf unterirdischen Linien. „Gleichzeitig steigen die Fahrgastzahlen stetig, was die Infrastruktur zusätzlich belastet“, heißt es von der BVG. Deshalb seien die nun anstehenden Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen notwendig.

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