Verfassungsschutz Brandenburg
: Chef entlassen – so begründet Innenministerin Entscheidung

Innenministerin Katrin Lange schickt den Leiter der Verfassungsschutzabteilung überraschend in den Ruhestand. Das ist bislang dazu bekannt.
Von
Ulrich Thiessen
Potsdam
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Jörg Müller: ARCHIV - 07.09.2023, Brandenburg, Cottbus: Jörg Müller, Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes, nimmt an der Fachtagung Hasskriminalität am Cottbusser Messegelände teil. (zu dpa: «JN-Vertreter offenbart in Interview antidemokratische Ziele») Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Jörg Müller leitete seit 2020 den Verfassungsschutz in Brandenburg.

Patrick Pleul/dpa
  • Jörg Müller, Chef des Verfassungsschutzes Brandenburg, wurde am 6. Mai 2020 entlassen.
  • Innenministerin Katrin Lange erklärte, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei.
  • Müllers Stellvertreter Axel Heidrich übernimmt bis Juli die Leitung.
  • Ein Nachfolger wird bis Juli gesucht.
  • Müllers Entlassung folgt auf die von Frank Nürnberger im Jahr 2020.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Chef des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Jörg Müller, ist am Dienstag (6. Mai) überraschend von seinen Pflichten entbunden worden. 
Das ließ Innenministerin Katrin Lange (SPD) am Mittag in einer knappen Erklärung mitteilen.

Zur Begründung hieß es lediglich, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gewährleistet sei. Ein politischer Beamter, wie der Verfassungsschutzchef oder ein Staatssekretär, kann jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden.

Bis Juli soll ein Nachfolger gefunden werden, hieß es weiter. Bis dahin wird sein Stellvertreter, Axel Heidrich, die Geschäfte führen. Müller hatte die Aufgabe Anfang 2020 übernommen. Der damalige Innenminister Michael Stübgen hatte Müllers Vorgänger Frank Nürnberger damals ebenfalls überraschend und ohne Angaben weiterer Gründe entlassen.