Wohnung in Berlin: Bezahlbares Wohnen – diese Neubauten werden demnächst bezugsfertig

Bis zum Sommer 2024 soll auf dem Gelände des ehemaligen Postscheckamts am Halleschen Ufer 60 in Berlin-Kreuzberg ein neues Quartierenstehen.
Dahm Architekten & Ingenieure GmbHIn Berlin wird verzweifelt nach bezahlbaren Wohnungen gerufen. Der Neubau liegt vor allem in der Hand der sechs städtischen Wohnungsgesellschaften. Sie bauen dabei nicht nur in den Außenbezirken, sondern zum Teil auch in der Innenstadt. Hier ein paar Beispiele:
Bis zum Sommer 2024 soll auf dem Gelände des ehemaligen Postscheckamts am Halleschen Ufer in Berlin-Kreuzberg ein neues gemischtes Quartier entstehen. Die degewo baut auf der nördlichen Seite auf einer 11.000 Quadratmeter großen Fläche 337 Mietwohnungen, von denen 75 Prozent gefördert und 172 überwiegend barrierefrei sind. Die Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von 33 bis 101 Quadratmetern verteilen sich auf sechs Wohngebäude mit jeweils sieben oder acht Geschossen.
Alle Wohnungen verfügen über Balkon oder Terrasse. Die degewo lässt außerdem drei Gewerberäume, eine Tiefgarage mit 17 Pkw-Stellplätzen, eine Kindertagesstätte, Spielplätze und weitere Erholungsmöglichkeiten errichten. Gebaut werde laut des städtischen Wohnungsunternehmens unter anderem mit umweltfreundlicher Wärmeversorgung. Die Dächer werden begrünt.
Generationenübergreifendes Wohnen in Berlin-Pankow
Mit einem Fokus auf generationenübergreifendes Wohnen errichtet die GESOBAU ein neues Quartier in Pankow-Heinersdorf. Auf dem Areal Idunastraße/Neukirchstraße soll bis Mitte 2024 ein neues urbanes Quartier mit insgesamt 14 Häusern und 424 Mietwohnungen entstehen. Zur geplanten Wohnanlage gehört neben zwei Seniorenwohnhäusern auch eine Kindertagesstätte.
Der Wohnungsmix umfasst Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten ab 6,60 Euro pro Quadratmeter kalt. Mit 313 Wohnungen wird ein Großteil des Wohnraums barrierefrei errichtet, hinzu kommen vier rollstuhlgerechte Wohneinheiten.
Zwei Häuser sind für die Bedürfnisse von älteren Menschen konzipiert: In den Obergeschossen werden 91 Wohnungen speziell für Senior*innen geschaffen, während im Erdgeschoss Gewerbeflächen für seniorennahe Dienstleistungen entstehen. Darüber hinaus sind vier Wohngemeinschaften mit jeweils acht Zimmern ebenfalls im Areal mitgedacht. Für die junge Generation entsteht in einem der Gebäude eine Kindertagesstätte für bis zu 52 Kinder.

Die GESOBAU errichtet in Pankow-Heinersdorf ein neues urbanes Quartier mit insgesamt 14 Häusern und 424 Mietwohnungen für generationenübergreifendes Wohnen.
GESOBAUJung und Alt sollen sich nach den Vorstellungen der Planer in Wohnhöfe mit begrünten Gärten, Quartiersgassen, Spielplatz- und Freizeitangebot für verschiedene Altersgruppen sowie auf einer Art neu angelegtem Boulevard begegnen. Neben rund 900 Fahrradstellplätzen ist ein dreigeschossiges Parkhaus mit 64 Pkw-Stellplätzen vorgesehen.
Siebengeschossige Wohnanlage am Berlin-Südkreuz
Die Gewobag baut dagegen derweil unter anderem im Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg. Am Bahnhof Südkreuz entsteht derzeit eine siebengeschossige Wohnanlage, deren Fertigstellung noch für Herbst 2023 geplant ist. Das langgestreckte Grundstück verläuft mittig durch ein Quartier, vom Sachsendamm bis zur Ella-Barowsky-Straße, der bisher Tempelhofer Weg hieß. 211 Wohnungen werden dort demnächst bezugsfertig. „Es wird reguläre Mietwohnungen geben, sowie Flächen für Gemeinschaftswohnen“, heißt es von der Gewobag. An der Ella-Barowsky-Straße entstehen außerdem eine Kita und ein Café.
Der Neubau ist eines von vielen Teilprojekten, mit denen der Stadtteil Schöneberger Linse bis 2025 vollkommen neu gestaltet werden wird. Neben Gewerbeimmobilien werden hier Miet- und Eigentumswohnungen sowie ein Hotel gebaut. Ein zeitgemäßes Verkehrskonzept und eine nachhaltige Energieversorgung sollen die Schöneberger Linse an der Stadtautobahn zu einem modellhaften Stadtteil machen, in dem sich Arbeiten und Wohnen mischen und ergänzen, heißt es von den Planern. Ein Teil der Wohnungen wird vom Land Berlin gefördert und ist belegungsgebunden.
Es entstehen mehrheitlich reguläre Wohnungen, ein kleiner Teil ist für Wohngemeinschaften konzipiert. Die 167 regulären Wohnungen mit Fußbodenheizung haben ein bis fünf Zimmer und Wohnflächen von 36 bis 124 Quadratmetern. Die Obergeschosse verfügen über Balkone, die Wohnungen im Dachgeschoss über Terrassen.

In Berlin-Johannistal im Bezirk Treptow-Köpenick entstehen am Eisenhutweg degewo-Wohnungen mit 1,5 bis 5 Zimmern für Familien, Paare, Singles und Senioren.
degewoOft kann man sich vorab als Interessent eines Neubauprojekts registrieren und wird dann per Mail informiert, sobald das Objekt in die Vermietung kommt. Bewerbungen sind erst nach Besichtigung möglich, wenn Interesse an einer Anmietung besteht.
Buckower Felder werden zum städtischen Wohnquartier
Auch auf den Buckower Feldern wird gerade ein neues Stadtquartier mit rund 900 Wohneinheiten für ein breites Spektrum der Bevölkerung hochgezogen. Als kommunales Wohnungsbauunternehmen wird die STADT UND LAND hier, entsprechend des mit dem Land Berlin abgeschlossenen Kooperationsvertrages, kostengünstigen und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. 50 Prozent der Wohnungen auf den Baufeldern der städtischen Wohnungsgesellschaft werden mit sozialer Bindung vermietet.

Diese Visualisierung der Wohnungsgesellschaft „Stadt und Land“ zeigt das künftige Stadtquartier mit rund 900 Wohneinheiten auf den Buckower Feldern im Süden von Berlin.
Stadt und LandSTADT UND LAND baut an dem Standort nicht allein. Für einen Teil der Grundstücke wurden mit dauerhaft gemeinwohlorientierten Dritten Erbbaurechtsverträge geschlossen. Ziel ist unter anderem eine CO2-neutrale Wärmeversorgung des Quartiers. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für 2024 geplant.
Neue Wohnungen im ehemaligen Todesstreifen
Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) hat dagegen auf dem ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße an der Grenze zu Wedding noch eine Lücke gefunden und baut nun an symbolträchtiger Stelle 87 kostengünstige Wohnungen. „Voraussichtlich ab Ende 2024 wird dieser Standort Wohnungen und Gewerbe bieten und somit neuen Wohn- und Lebensraum schaffen“, heißt es von der WBM.
Der Neubau von zwei fünf- und sechsgeschossigen Wohnungsbauten befindet sich inmitten der Erinnerungslandschaft zum Gedenken an die Berliner Mauer. Die Wohnungen bieten eine Vielfalt an Größen und Raumkonzepten, von Ein- bis Vier-Zimmer-Einheiten mit einer Fläche von 35 bis 100 Quadratmetern. Ein Großteil der Wohnungen wird barrierefrei gestaltet.
„Die 27 geförderten Wohnungen sollten dazu beitragen, soziale Gerechtigkeit und eine vielfältige Nachbarschaft auch in bester Innenstadtlage zu fördern“, heißt es weiter. Der bei den Bauarbeiten entdeckte Fluchttunnel sei dabei behutsam durch das Verfüllen mit einem Flüssigboden gesichert worden, um seine Bedeutung für kommende Generationen zu bewahren.
Wohnen am Wasser in Berlin-Lichtenberg
Auf dem über 6.700 Quadratmeter großen Gelände an der Mole 3-9 in Rummelsburg (Lichtenberg) wird derzeit ein Quartier mit 169 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen gebaut. 85 Einheiten entstehen gemäß der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin als Sozialwohnungen zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter.
Das achtgeschossige Wohngebäude in Form eines Kamms entsteht auf der Lichtenberger Seite der Rummelsburger Bucht in direkter Wasserlage. Im Erdgeschoss gibt es Gewerbeflächen sowie eine Kita für 48 Kinder. Auf dem begrünten Gebäudedach erzeugt eine Photovoltaikanlage grünen Mieterstrom. In den Wohnungen selbst sorgen dezentrale Wohnungsstationen für die Beheizung sowie die Warmwasserbereitung.

Auch an der Mole 3-9 in Berlin-Rummelsburg enstehen derzeit neue Wohnungen.
HOWOGEBerlin-Rummelsburg hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr von der grauen Brache in einen grünen und familienfreundlicheren Kiez im Osten Berlins gemausert, der auch Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Schulen und Spielplätze bietet. Die S-Bahnhöfe Rummelsburg, Nöldnerplatz und Ostkreuz sind schnell erreichbar.
Dazu kommt die Nähe zur Rummelsburger Bucht, so dass künftige Bewohner:innen in einer weitläufige Parklandschaft wandern und Radtouren am Wasser unternehmen können. Nach ein paar Gehminuten ist man aber auch schnell im Friedrichshainer Szenebezirk mit vielen Kneipen und Restaurants.
Neues Leben in Berlin-Altglienicke
Im künftigen neuen Wohnquartier an der Anne-Frank-Straße in Altglienicke entstehen 583 Wohnungen, von denen 292 Wohnungen gefördert sind. In den vier Gebäudekörpern mit vier bis sieben Geschossen werden Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen vermietet. Sie alle haben Fußbodenheizung, Loggia, Balkon oder Terrasse.
„Das Ensemble aus insgesamt 14 Gebäuden ist der ideale Lebensmittelpunkt für alle, die die Vorzüge der Vorstadt schätzen und gleichzeitig urbane Architektur und eine gute Infrastruktur suchen“, heißt es in einer Mitteilung der HOWOGE dazu. Supermarkt, Schulen und eine neue Kita mit 70 Plätzen befindet sich in fußläufiger Entfernung. Auch der Landschaftspark Rudow-Altglienicke ist nicht weit.
Daneben entsteht im Süden des Quartiers ein großzügiger, öffentlich zugänglicher Grünzug mit Spielplätzen, der auch als Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft dienen soll. Innerhalb des Quartiers soll es keinen Durchgangsverkehr geben. Dafür werden neben 251 PKW-Stellplätzen über 1080 Fahrradstellplätze sowie 56 überdachte Plätze für Lastenräder errichtet. Die Buslinie 260 verbindet das Quartier, das 2025 fertiggestellt sein soll, mit den Bahnhöfen Rudow (U7) sowie Adlershof (S-Bahn und Tram). Die S-Bahnhöfe Grünbergallee oder Altglienicke sind laut HOWOGE in sechs Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen.
583 Mietwohnungen in Johannisthal
Ebenfalls in Treptow-Köpenick, und zwar in Johannisthal wird am 26. September im Beisein des Staatssekretärs für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik Richtfest für 583 Mietwohnungen gefeiert. Am Eisenhutweg 54-76 baut die städtische Wohnungsgesellschaft degewo gemeinsam mit dem Projektentwickler KW-Development auf einer ehemaligen 32.000 Quadratmeter großen Brache in der in der Nähe des Wissenschaftsparks Adlershof 583 Mietwohnungen und eine Kita.
Die Wohneinheiten in den neuen Stadtvillen und –häusern, die sich um grüne Innenhöfe gruppieren, sind zu rund 59 Prozent mit Wohnbaufördermitteln des Landes Berlin gefördert und sollen ab 2026 bezugsfertig sein. Stellplätze für PKW und Fahrräder wird es oberirdisch und in der Tiefgarage geben.
Die degewo will das schlüsselfertige Ankaufobjekt mit 583 überwiegend dauerhaft sozial geförderten Wohnungen an Familien, Paare, Singles und Senioren vermieten. Ein Großteil der Wohnungen wird barrierefrei. Alle werden mit dem Aufzug erreichbar sein. Die Nettokaltmiete startet bei 6,60 Euro pro Quadratmeter und reicht bis durchschnittlich 10 Euro nettokalt.
Mietsteigerungen geplant
Doch auch die Mieten in den derzeit rund 358.000 landeseigenen Wohnungen werden aufgrund höherer Baukosten steigen. Nach der neuen Kooperationsvereinbarung mit dem Senat ist künftig eine jährliche Erhöhung um 2,9 Prozent möglich, wie Stadtentwicklungs- und Bausenator Christian Gaebler (SPD) am Montag bei der Vorstellung der Einigung erläuterte. Sie soll ab 2024 und zunächst bis Ende 2027 gelten.
Auf der anderen Seite bekommen Mieter die Möglichkeit, ihre Miete abzusenken, wenn sie 27 Prozent ihres Netto-Einkommens erreicht. Bisher galt eine Grenze von 30 Prozent. (mit dpa)
Interessenten können sich registrieren
Oft kann man sich vorab als Interessent*in für eine Wohnung eines bestmmten Neubauprojekts im Internet registrieren. „Man wird dann per Mail informiert, sobald das Objekt in die Vermietung kommt“, erklärt David Eberhart
BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. Bewerbungen seien erst nach Besichtigung möglich.
„Warteliste führen wir nicht“, sagt auch
Isabella Canisius von der degewo AG.Interessierte könnten sich aber unter www.degewo.de für den Neubau-Newsletter anmelden und würden dann zu gegebener Zeit über den Vermietungsstart informiert.




