Wohnung in Spandau: Das ist im Havelufer Quartier geplant – so hoch ist die Miete

Im Havelufer Quartier im Spandauer Ortsteil Hakenfelde entstehen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit geförderten Mietpreisen. Im August 204 wurde Richtfest gefeiert.
BRH Generalplaner GmbHIn einem Bezirk wie Spandau, dessen Einwohnerzahl stetig steigt, muss auch der verfügbare Wohnraum mitwachsen. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren in allen Ortsteilen Spandaus bis zu 7500 Wohnungen fertiggestellt werden. Ein Bauprojekt in Hakenfelde startet nun in nächste Bauphase. 231 geförderte Wohnungen entstehen.
Ende August 2024 wurde das Richtfest für die drei Gebäude der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge, die im Havelufer Quartier entstehen, gefeiert. Neben Bauprojekten wie dem Siemensstadt Square und dem Quartier auf der Insel Gartenfeld gehört das Havelufer Quartier zu den größeren Vorhaben in Spandau.
Unterschiedliche Mieten im Havelufer Quartier in Spandau
Insgesamt entstehen 16 Mehrfamilienhäuser. Diese werden mit Einzelhandel, Gewerberäumen, einem Kindergarten, Begegnungsflächen und Spielplätzen kombiniert. Das 130.000 Quadratmeter große Areal befindet sich nahe der Maselakebuch – einem Nebenarm der Havel.
Den überwiegenden Teil der Wohnungen wird sich nicht jeder leisten können. Durchschnittlich liegt der Preis der Warmmiete bei über 20 Euro pro Quadratmeter. Dafür können die Wohnungen nach individuellen Bedürfnissen ausgestattet werden, zum Beispiel für Sportfans, Nachhaltigkeitsfreunde oder Bewohner der Generation 50plus.

Nahe des Maselakeparks wird gebaut. Geplant sind auf dem Areal insgesamt 1800 Wohnungen – Luxuswohnungen sowie Wohnungen mit geförderten Mieten. Im August wurde Richtfest von drei Mietshäusern der Howoge gefeiert.
Jessica NeumayerDoch neben den Wohnungen mit Luxusausstattung wird es auch drei Hochhäuser der Howoge im Havelufer Quartier geben. „Der städtebauliche Vertrag zum Bebauungsplan sieht einen 25-prozentigen Anteil mietpreisgebundener Wohnungen für das Havelufer Quartier vor“, schreibt die Howoge in einer Pressemitteilung.
229 Wohnungen in Spandau zu günstigen Mietpreisen
Zwei siebenstöckige Gebäude werden an der Marius-Carpentier-Straße gebaut. Ein weiteres sechsstöckiges Mietshaus befindet sich weiter südwestlich nahe dem Maselakepark. Die neuen Wohnungen werden ein bis vier Zimmer umfassen.
Von den 231 Wohnungen sind insgesamt 229 Wohnungen gefördert, teilt Annemarie Rosenfeld, Pressesprecherin der Howoge, mit. Das bedeutet, der Anfangspreis der Warmmiete liegt bei 7 Euro pro Quadratmeter.
„Für die beiden frei finanzierten Wohnungen gilt die Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin“, berichtet Rosenfeld. Dies wären dann 15 Euro pro Quadratmeter. Der Beginn der Vermietung stehe noch nicht fest. Interessierte können sich auf der Webseite der Howoge registrieren und werden dann über den Start informiert.
Nachhaltige Energielösungen im Havelufer Quartier Spandau
Die Anforderungen an das Bauprojekt seien hoch, weiß das für den Bau verantwortliche Unternehmen PORR Hochbau Region Ost. Mit Ihrem Entwurf mussten sie auf mehreren Ebenen überzeugen. Wirtschaftlich, sozial, funktional und nachhaltig sollen die Häuser werden.

Mit einem "Nur-Strom-Haus-Konzept" sollen die neuen Miethäuser im Havelufer Quartier besonders energetisch sein. Ein sogenannter Bogengang außen am Haus soll dafür sorgen, dass die Wohnungen schattig liegen.
BRH Generalplaner GmbHSo existiert für die Gebäude ein "Nur-Strom-Haus-Konzept", teilt die Howoge mit. Das bedeutet, dass die Gebäude ohne Fossile Energieträger auskommen. Der benötigte Strom stammt zum Großteil aus den Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern.
Auch der geplante Bogengang – eine Art offener Flur außen am Haus, über den die Wohnungen erreichbar sind – wurde nochmal umgeplant und ist nun auf der Südseite verortet, um den Wohnungen mehr Schatten zu spenden. Der Zugang in die Gebäude wurde als Souterrain-Lösung konzipiert, um eine Fläche mit hoher Aufenthaltsqualität um die Häuser herum zu schaffen.

