Von daher steht ein Job-Vorteil für Bewerber aus Brandenburg nicht zur Debatte. Der Vorschlag der Koalitionspartner von SPD, CDU und Grünen ist zu kurz gedacht – wenn auch gut gemeint.
Denn tatsächlich gibt es Bereiche in diesem Land, in denen ein solches Einstellungskriterium nicht schaden könnte. Zum Beispiel in der Gerichtsbarkeit. Viele ostdeutsche Richter hatten es nach der Wende schwer. Schließlich hing ihnen der Vorwurf an, sich ihre Urteile zum Teil von der Partei vorschreiben haben zu lassen.
Mit der Folge, dass unzählige Richter aus dem Westen in die Verhandlungssäle Brandenburgs strömten und so für ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Ost und West sorgten. Um ein solches Ungleichgewicht wieder rückgängig zu machen, braucht es aber offenbar bessere Ideen als die vom Job-Vorteil für Brandenburger.