Taylor Swift – The Eras Tour: Popstar im Kino – alles zum erfolgreichsten Konzertfilm

Bereits eine Woche vor dem offiziellen Kinostart am 13. Oktober hat Taylor Swifts Konzertfilm „Taylor Swift – The Eras Tour“ kommerzielle Rekorde gebrochen.
Daniel Deslover/dpaDer Hype um Taylor Swift reißt nicht ab. Genauso wenig wie die kassenklingenden Rekorde, die die Sängerin setzt. Ihre „The Eras Tour“, wohl die erste überhaupt, die mehr als eine Milliarde US-Dollar einspielen wird, läuft noch. Auch Konzerttermine in Deutschland stehen nächstes Jahr an. Doch um den Swifties, wie Fans der Sängerin auch genannt werden, die Wartezeit auf Live-Shows zu verkürzen, veröffentlicht der Popstar nun einen Konzertmitschnitt für die Kinosäle.
„Taylor Swift – The Eras Tour“ knackte im Vorverkauf bereits die magische Grenze von 100 Millionen US-Dollar (rund 95 Millionen Euro) an Ticketeinnahmen – und das, obwohl der Film erst am 13. Oktober startet. Wie die US-Kinokette AMC am Donnerstag mitteilte, ist der Film zur Welttournee damit der umsatzstärkste Konzertfilm aller Zeiten.
Gefilmt wurden drei Konzerte in Los Angeles
Entstanden ist der Mitschnitt auf insgesamt drei Konzerten, die Swift Anfang August im SoFi Stadion bei Los Angeles spielte. Die Konzertreihe, die insgesamt sechs Shows innerhalb einer Woche umfasste, war das am schnellsten ausverkaufte Event in der Geschichte des 2020 eröffneten Stadions, das eines der größten der Welt ist und zwei Footballs-Teams beheimatet. Pro Konzert kamen rund 70.000 Fans. Als Regisseur verantwortlich zeichnet Sam Wrench, der bereits Konzertfilme für Billie Eilish und Lizzo drehte. Produziert wurde der Film unabhängig von großen Studios von Swifts eigener Produktionsfirma.
Auch in Sachen Verleih klammerte die Sängerin die gängigen Hollywoodstudios aus. Stattdessen verhandelte sie einen Deal mit der US-amerikanischen Kino-Kette AMC, die weltweit größte ihrer Art. Diese zeigt den Konzertfilm nicht nur in ihren Sälen, sondern fungiert zugleich als Verleiher. Ein bislang beispielloser Schritt. Wie AMC in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird „Taylor Swift – The Eras Tour“ in mehr als 8500 Kinos in 100 Ländern zu sehen sein. Allein in AMC-Kinos in den Vereinigten Staaten soll der Film von Donnerstag bis Sonntag mindestens viermal täglich laufen.
Am ersten Vorverkaufstag waren Produktionskosten wieder drin
Spielzeiten, die offenbar notwendig sind. In der 103-jährigen Geschichte von AMC habe kein anderer Film höhere Vorverkäufe erzielt als „Taylor Swift – The Eras Tour“, verkündete die Kinokette. Der Konzertfilm verdrängte damit den Superhelden-Blockbuster „Spider-Man: No Way Home“ aus dem Jahr 2021 als bisherigen Vorverkaufsprimus.
Es dürfte also wenig verwundern, dass Taylor Swifts Konzertfilm bereits jetzt ein kommerzieller Erfolg ist. Laut dem US-Branchendienst Deadline generierte der Film bereits am ersten Vorverkaufstag Einnahmen von 37 Millionen US-Dollar. Die Produktionskosten, die zwischen 10 und 20 Millionen US-Dollar liegen sollen, waren somit umgehend wieder eingespielt.
Selbst im American Football hinterlässt Taylor Swift Spuren
Das kulturelle Phänomen Taylor Swift hinterlässt seine Spuren eben längst nicht nur in der Musikbranche. Selbst im American Football ist sie derzeit Thema – und Wirtschaftsfaktor. So genügten allein Gerüchte, dass die 33-Jährige mit Travis Kelce, zweifacher Super Bowl-Sieger und Spieler bei den Kansas City Chiefs, zusammen ist, um die Sportliga NFL in helle Aufregung zu versetzen. Sichtungen der Sängerin bei Spielen von Kelce führten so zu einem Zuschauerzuwachs in Millionenhöhe. Wie die Sportredaktion der US-Boulevardseite TMZ berichtete, gab es zudem eine Verkaufssteigerung des Trikots von Kelce um ganze 400 Prozent.

Bereits Gerüchte um eine Beziehung mit Taylor Swift reichten, um die Trikotverkäufe von Football-Star Travis Kelce durch die Decke schießen zu lassen.
Adam Hunger/dpaAndere Filme verschieben wegen Taylor Swift Kinostart
Schockwellen, die die zahlungskräftige Swifties an den Kinokassen verursachen, lassen sich auch an anderer Stelle ablesen. Kaum hatte die Sängerin Ende August die Veröffentlichung ihres Konzertfilms bekannt gegeben, verschoben zahlreiche Produktionen ihren Kinostart, um eine direkte Konfrontation an den Kinokassen zu vermeiden. Unter dem Hashtag „TaylorWins“ gab etwa James Blum, Produzent von „Der Exorzist – Bekenntnis“, mit einem Augenzwinkern die Premierenverschiebung seines Horrorstreifens über den Messenger-Dienst X (vormals Twitter) bekannt. Deadline zufolge wurde auch der Start von „Dumb Money“ über die wilden Aktienentwicklungen rund um die Computerspiel-Kette GameStop vom verantwortlichen Studio Sony wegen Swifts Film vorgezogen.
Welche Einspielergebnisse der Hype um Swift an Deutschlands Kinokassen erzeugen wird, bleibt abzuwarten. Doch auch hierzulande wird mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern gerechnet. Gezeigt wird „Taylor Swift – The Eras Tour“ in Kinosälen von UCI und Cinemaxx. Start ist Freitag, 13. Oktober, um 18 Uhr. Spielzeiten will Cinemaxx jeweils von donnerstags bis sonntags anbieten. Auch die Kinokette UCI plant „mehrere Vorstellungen donnerstags, freitags, samstags und sonntags“. Genug Spielzeiten also, um weitere Rekorde zu brechen.


