Hund in der Literatur: Buchtipp – wie eine Seniorin zum Tierfreund wird

Hund Ares spitzt die Ohren: Eine Leseempfehlung für den Winter - „(K)ein Hund passt in mein Leben“ von Lisa Sofie Müller.
Janine Reinschmidt- Lisa Sofie Müllers Roman „(K)ein Hund passt in mein Leben“ beschreibt die Beziehung zwischen Babette und der Hündin Dolores.
- Babette, eine 71-jährige Rentnerin, nimmt die ausgesetzte Hündin auf und erlebt eine neue, positive Lebensphase.
- Das Buch ist keine Anleitung zur Hundeerziehung, sondern eine herzerwärmende Geschichte.
- Die Handlung wird aus Babettes Perspektive erzählt, was Empathie schafft.
- Der Roman ist für 22 Euro auf der Website der Autorin erhältlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Hund mit 71 Jahren und das als unerfahrene Tierbesitzerin? Viele würden direkt den Kopf schütteln. Gedanken wie „Der Hund braucht Auslauf, Beschäftigung und kostet Geld. Das passt doch gar nicht in den Alltag einer Seniorin“, kommen da nicht von ungefähr. Vor allem Hundehalter, die ihren Vierbeiner von klein auf großziehen, wissen, dass so ein süßer Welpe wie ein unbeschriebenes Blatt alles von null auf erlernen muss - und das wiederum bedeutet: wenig Schlaf, viel Training und Geduld.
Da es im Roman „(K)ein Hund passt in mein Leben“ von Lisa Sofie Müller aber nicht um einen Ratgeber zur Hundeerziehung geht, sondern, kurz zusammengefasst, um eine herzerwärmende Geschichte zwischen Mensch und Tier, kommt das Buch in der kalten Jahreszeit gut an.
Vor allem für Hundehalter oder Tierliebhaber wird die Lektüre genau die richtige im tristen Winter sein, um den grauen Gedanken ein wenig Farbe zu verleihen. Und versprochen: Der Text lässt seine Leser mit einem Grinsen und ein paar Pfotenabdrücken im Herzen zurück.
Das Cover der Lektüre verleiht positive Gefühle
Aber fangen wir von vorne an. Auch wenn es heißt: „Don't judge a book by its cover“ (Beurteile kein Buch nach seinem Cover), vermittelt das Titelcover einen warmen ersten Eindruck und verspricht eine kitschig-schöne Story, in der die Sonne immer weiter aufzugehen scheint und vom tristen und traurigen Alltag ablenkt. Die Autorin, die in Köln lebt und selbst einen Hund hat, verspricht: „Sie möchten lächeln, lachen, weinen und sich selbst wiedererkennen? Nur zu, Babette und Dolores nehmen Sie mit!“
Die Story dreht sich um die 71-jährige Rentnerin Babette, die vor ihrer Stammbäckerei auf eine ausgesetzte Hündin trifft. Hunde? Damit hatte die Seniorin zuvor eher kaum bis wenige Berührungspunkte. Sie hat aber Mitleid und beschließt, die kleine, schwarze Hündin, die sie Dolores nennt, bei sich aufzunehmen. Trotz erster Skepsis bekommt der neue Lebensabschnitt der 71-Jährigen ziemlich gut.
Warum das Hundeleben im Buch unrealistisch ist
So schön das auch klingt, ist das neue, gemeinsame Hundeleben von Babette und Dolores ein wenig naiv wiedergegeben und erinnert an Geschichten für Kinder, in denen Hunde die Welt retten. Als Frauchen und Hund die ersten Tage gemeinsam verbringen und sich aneinander gewöhnen, dackelt Dolores gleich ohne Leine neben der Rentnerin entlang und hört aufs Wort.
Klar, das ist der Traum vieler Hundebesitzer, ihr Tier problemlos in den Freilauf schicken zu können. Aber das ist leider nicht die Norm - vor allem nicht als frisch gebackene Ersthundebesitzerin, die ihren Vierbeiner kaum drei, vier Tage zu Hause hat.
Trotzdem ist es anrührend zu lesen, wie sanft und beruhigend sich solch eine kleine Hundeseele auf den Menschen auswirken kann. Nicht umsonst gilt der Hund als bester Freund des Menschen. So zeigt der Roman auf sehr liebevolle Art und Weise, wie viel Freude einem das Leben schenkt, auch wenn man sich im hohen Alter außerhalb der Komfortzone bewegt und sich neuen Aufgaben im Leben stellt.
Ebenso erzeugt die Ich-Form, in der das Buch geschrieben wurde, Empathie. So sind Babettes Gedanken stets nachvollziehbar. Sie vermittelt Verständnis für das eintönige und vermeintlich knauserige Leben von Rentnern, die sich durch Aktivitäten wie Lesen, Fernsehen und Rätsel-Lösen eine Struktur schaffen. Genau dieses Leben hat Babette geführt, als sie ihr Leben ohne Hund bestritten hat. Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an.
Mehr zum Buch gibt es auf der Seite der Autorin Lisa Sofie Müller. Dort kann der Roman über ein Kontaktformular für 22 Euro erworben werden.


