Open Air in Berlin 2025
: Die besten Orte für Konzerte unter freiem Himmel

Die Open-Air-Zeit rückt näher. Gut, dass Berlin viele schöne Freiluftbühnen zu bieten hat. Wo es im Sommer 2025 Musik unter freiem Himmel gibt.
Von
Michael Heider
Berlin
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Zuschauer leuchten bei dem Konzert der Band Seeed mit ihren Handy-Taschenlampen in der Wuhlheide. +++ dpa-Bildfunk +++

Bald ist es wieder so weit: Konzerte unter freiem Himmel – wie hier bei Seeed in der Wuhlheide

Gerald Matzka/dpa
  • Berlin bietet 2025 zahlreiche Open-Air-Konzertorte.
  • Waldbühne: Berühmte Location für Konzerte, Platz für 22.000 Menschen.
  • Zitadelle Spandau: Historische Festung, die viele Musiker anzieht.
  • Parkbühne Wuhlheide: Beliebt bei Berliner Bands, Platz für 17.000 Menschen.
  • Tempelhofer Feld: Sommerkonzerte ohne feste Bühne, große Festivals.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch mögen die wärmeren Tage spärlich gesät sein, doch die sich mehrenden Sonnenstunden sind ein untrüglicher Vorbote: Der Sommer naht. Und mit den steigenden Temperaturen rückt auch die bevorstehende Open Air-Saison immer schneller heran.

Live-Musik unter freien Himmel – davon hat die Hauptstadt viel zu bieten. Mehr als nur eine Location bieten ausgiebig Platz für Konzerte an der frischen Luft. Wir stellen einige der schönsten Freiluftbühnen Berlin vor, vor denen sich Musik und Sommer zusammen genießen lassen.

Die Grande Dame unter Berlins Freiluftbühnen: Waldbühne

Die Berliner Philharmoniker geben ihr Waldbühnenkonzert. Das traditionelle Saisonabschlusskonzerts der Philharmoniker in der Berliner Waldbühne feiert 40. Jubiläum. +++ dpa-Bildfunk +++

Eine so alte wie legendäre Konzertstätte der Hauptstadt: die Waldbühne Berlin

Fabian Sommer/dpa

Im Jahr 1965 musste sie nach einem (sehr kurzen) Rolling Stones-Konzert Krawalle wütender Fans wegstecken. Und seit 40 Jahren lassen die Berliner Philharmoniker hier zum Saisonabschluss Paul Linckes „Berliner Luft“ erklingen: die Waldbühne Berlin. Die Grande Dame unter den Freiluftbühnen der Hauptstadt, 1936 im Zuge der Olympiaplanungen von den Nationalsozialisten in der Murellenschucht erbaut, ist eine echte Institution. Jedes Jahr von Mai bis September geben sich dort Stars aus Pop, Rock, Schlager, Klassik und allem dazwischen die Ehre.

Fast versteckt im Westen Berlins gelegen, geht es hier im wahrsten Sinne des Wortes steil. Über 22.000 Menschen finden auf den hohen Rängen Platz. Und bis zu einer halben Million Besucherinnen und Besucher pro Jahr haben hier schon Konzerten gelauscht. Auch diesen Sommer dürften wieder viele den Weg am Olympiastadion vorbei wagen, um Neil Young (3. Juli), Robbie Williams (21. + 22. Juli) oder Iron Maiden (29. + 30. Juli) live zu erleben.

Die einladende Festung: Zitadelle Spandau

Einer Insel gleich wirkt die Zitadelle Spandau aus der Luft. Die Zitadelle ist eine der bedeutenden und besterhaltenen Festungen der Hochrenaissance in Europa. (Drohnenaufnahme) +++ dpa-Bildfunk +++

Einst Festung, heute Schaustätte für Konzerte: die Zitadelle Spandau

Paul Zinken/dpa

Ursprünglich wurde die Zitadelle Spandau im 16. Jahrhundert erbaut, um Menschen fernzuhalten. Heute hat sich der Zweck der Festungsanlage ins Gegenteil verkehrt. Zum Glück! Denn der unweit der Altstadt Spandau gelegene Ziegelbau entwickelt sich mehr und mehr zu einer der großen Freiluftbühnen Berlins.

Unter den namhaften Performern, die bereits hinter den dicken Mauern gespielt haben, finden sich auffallend viele Legenden, unter anderem Cat Stevens/Yusuf, Robert Plant, Bob Dylan oder Lou Reed. Aber auch die Punk- und Hardcore-Szene begibt sich immer häufiger ans Havelufer. Allein dieses Jahr spielen dort Aufsteiger wie Amyl and the Sniffers (25. Juni) und Ikonen wie Patti Smith (11. Juli) oder Iggy Pop (19. Juni). Ein besonderer Coup ist der Zitadelle mit den Sex Pistols gelungen. Die Gründungsväter des Punk bringen zusammen mit Sänger Frank Carter am 4. Juli die Festungsmauern zum Beben.

Waldbühne junior? Wohl kaum! Die Parkbühne Wuhlheide

Zahlreiche Besucher verfolgen am 20.06.2015 in Berlin das Konzert von Rainald Grebe mit dem Wuhlorchester. Das Konzert gibt es nur einmal; es gehört nicht zu einer Tour. Das Motto des Abends: Volksmusik. Foto: Paul Zinken/dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Nicht nur für viele Berliner Bands eine häufig genutzte Freiluftbühne: Die Parkbühne Wuhlheide

Paul Zinken/dpa

Sie muss sich nicht hinter niemanden verstecken: die Parkbühne Wuhlheide. Als vor ihrer Sanierung die Möglichkeiten der baufälligen DDR-Bühne ausgetestet wurden, war in der Berliner Presse noch von der „Waldbühne junior“ zu lesen. Nun gut, gewisse Ähnlichkeiten bestehen bis heute: ein weißes Zeltdach, durchgehende Sitzreihen auf den Rängen und Bäume drumherum. Doch spätestens seit die Freiluftbühne Ende der Neunziger im neuen Glanz wiedereröffnete, hat sie sich einen eigenen Namen gemacht.

Die Bühne, die bis zu 17.000 Menschen Platz bietet, war schon Schaustätte für Konzerte von Whitney Houston, Chuck Berry oder Joe Cocker. Aber auch viele deutsche Acts schwören auf die Wuhlheide, nicht zuletzt solche aus der Hauptstadt. Die Beatsteaks haben mehrfach ihre Touren hier enden lassen. Die Ärzte sind mit 15 Konzerten sogar Rekordhalter in der Wuhlheide.

Ein Faible für die Open Air-Location im Osten der Stadt scheinen auch andere Berliner Urgesteine zu haben: Sido spielt dort im Sommer Jubiläumskonzerte (11. + 12. Juli), und die Rapper von KIZ treten gleich dreimal in Folge auf (22./23./24. August).

Keine feste Bühne, aber viel Freiluft: Tempelhofer Feld

Sänger Campino (l) von der Band "Die Toten Hosen" steht am 09.08.2013 im Rahmen ihrer "Der Krach der Republik"-Tour auf dem Tempelhofer Feld in Berlin auf der Bühne. Drei Abende lang dient das Tempelhofer Feld am Wochenende als Deutschpunk-Konzertbühne. Foto: Matthias Balk/dpa (ACHTUNG: Verwendung nur für redaktionelle Zwecke. Die Berichterstattung über etwa "Die Toten Hosen" oder den Bereich "Rock/Pop-Musik" in Zeitungen, Zeitschriften, TV-Nachrichtensendungen und Nachrichtenformaten im Internet ist gestattet. Eine Veröffentlichung in Büchern, auf Postkarten, als Merchandisingartikel, auf Plakaten und in sonstigen kommerziellen oder nichtkommerziellen Publikationen ist nicht gestattet.) ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Ehemals Flughafen, heute Schauplatz für Konzerte: Sänger Campino (l.) von der Band „Die Toten Hosen“ 2013 bei einem Auftritt auf dem Tempelhofer Feld

Matthias Balk/dpa

Wer in den Wintermonaten auf dem Tempelhofer Feld eine Bühne sehen möchte, muss lange suchen. Nicht, weil das ehemalige Flughafengelände inmitten Berlins so groß wäre. Es gibt schlicht keine dauerhafte Musikstätte dort. Anders sieht es in den Sommermonaten aus. Dann nämlich dient der großstädtische Abenteuer-Spielplatz häufiger als Kulisse für Festivals oder Konzerte.

Das Lollapalooza, das mittlerweile seit Jahren im Olympiastadion stattfindet, hat hier einst seine erste Berlin-Ausgabe veranstaltet. Mit Tempelhof-Sounds gab es 2022 sogar ein eigens für das Gelände konzipiertes Festival. Und auch große Einzelacts wissen die Qualitäten der Freifläche zu schätzen. Die Toten Hosen haben hier bereits gespielt und vergangenes Jahr auch die Ärzte. Die beste Band der Welt hat den einstigen Flughafen dafür temporär sogar in „DÄmpelhof“ umgetauft.

Diesen Sommer nutzt das Berliner Label Keinemusik das Areal für eine große Party (23. August). Und selbst jene, die keine Tickets mehr bekommen, müssen nicht trauern. Das Schöne an Konzerten auf dem Tempelhofer Feld ist, dass auch auf der Wiese vor dem Bühnengelände die Musik noch wunderbar zu hören ist.