Promis aus Frankfurt (Oder): Drei Frauen, deren Frankfurter Wurzeln überraschen (könnten)

Ihren Namen bringt man vor allem mit Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung, doch gebürtig stammt Manuela Schwesig aus Frankfurt (Oder).
Patrick Pleul/Jens Büttner/dpa, Montage: Michael Heider- Drei Prominente mit Wurzeln in Frankfurt (Oder): Franziska Giffey, Claudia Hiersche, Manuela Schwesig.
- Giffey wurde 1978 in Frankfurt (Oder) geboren und ist Senatorin in Berlin – ihre Zukunft ist offen.
- Schauspielerin Hiersche, 1977 in Frankfurt (Oder) geboren, wurde mit „Verbotene Liebe“ bekannt.
- Schwesig, 1974 in Frankfurt (Oder) geboren, ist Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
- Gemeinsamer Bezug: Schwesig und Hiersche standen für „Verbotene Liebe“ vor der Kamera.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Liste berühmter Namen, die mit Frankfurt (Oder) verbunden sind, ist lang. Man mag an Boxer Axel Schulz oder Rapper Finch denken. Auch historische Persönlichkeiten wie Heinrich von Kleist kommen in den Sinn. Doch nicht nur im Ring, auf der Bühne oder in der Literatur hinterlassen Töchter und Söhne der Oderstadt ihre Spuren. Wir stellen drei Promis vor, deren Frankfurter Herkunft überraschen könnte.
Wer ihren Namen hört, denkt vermutlich nicht an Brandenburg, sondern zuerst an Berlin. Schließlich war sie Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, Bundesfamilienministerin und sogar Regierende Bürgermeisterin der Hauptstadt. Klar, die Rede ist von Franziska Giffey. Als Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe ist die SPD-Politikerin bis heute Teil der Berliner Regierung.
Doch die politische Laufbahn der 48-Jährigen begann nicht in der Hauptstadt. Franziska Giffey wurde am 3. Mai 1978 in Frankfurt (Oder) geboren. Aufgewachsen ist sie in Briesen im Landkreis Oder-Spree, ihr Abitur machte sie 1997 in Fürstenwalde.
Zunächst wollte Giffey Lehrerin werden und begann an der Berliner Humboldt-Universität ein Studium der Fächer Englisch und Französisch. Später wechselte sie in die Verwaltungswissenschaften und arbeitete für verschiedene Bezirksverwaltungen in der Hauptstadt. 2015 wurde sie Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, drei Jahre später Bundesfamilienministerin.
Wie die politische Zukunft von Franziska Giffey nach der Abgeordnetenhauswahl im September 2026 aussieht, ist noch offen (Stand: 15. Oktober 2026). Die gebürtige Oderstädterin verlor ihr Direktmandat in Neukölln und verpasste damit den Wiedereinzug ins Berliner Abgeordnetenhaus.
Der „Verbotene Liebe“-Star aus Frankfurt (Oder)
Adel, Intrigen, verbotene Beziehungen: Wer in den 2000er-Jahren regelmäßig die ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“ einschaltete, dürfte den Namen Carla Sophia Gräfin von Lahnstein kennen. Die selbstbewusste Adelige gehörte über Jahre zu den prägenden Figuren der Serie. Dargestellt wurde sie von Claudia Hiersche.

Claudia Hiersche (l) und Masha Tokareva posieren während einer Drehpause zum Fernsehfilm „Kung Fu Mama-Agentin mit Kids“. Geboren wurde Hiersche in Frankfurt (Oder).
Ursula Düren dpa/lbyDie Schauspielerin wurde am 22. Februar 1977 in Frankfurt (Oder) geboren. Mitte der Achtzigerjahre reiste sie mit ihrer Familie aus der DDR in die Bundesrepublik ein. Zur Schule ging Claudia Hiersche in Bayern. Ihre Karriere begann allerdings nicht vor der Filmkamera, sondern als Moderatorin. Unter anderem präsentierte sie das Reisemagazin „Wolkenlos“ auf VOX, bevor sie 2003 ins Schauspielfach wechselte.
Mit „Verbotene Liebe“ gelang Hiersche schließlich der Durchbruch. Sechs Jahre lang spielte sie die Gräfin Carla von Lahnstein, eine der bekanntesten lesbischen Serienfiguren im deutschen Fernsehen. Zuletzt stand die inzwischen 49-Jährige für die ZDF-Serie „Bettys Diagnose“ vor der Kamera, in der sie die Neurochirurgin Dr. Helena von Arnstett darstellte.
Von Frankfurt (Oder) an die Regierungsspitze
Auch Manuela Schwesig ist eine der bekanntesten deutschen Politikerinnen. Seit 2017 führt sie als Ministerpräsidentin die politischen Geschicke Mecklenburg-Vorpommerns. Bei der Landtagswahl im September 2026 wurde ihre SPD zwar nur zweitstärkste Kraft, dennoch strebt Schwesig eine weitere Amtszeit an und verhandelt dafür mit Linken und Grünen über eine gemeinsame Regierung (Stand: 15. Oktober 2026).
Kein Wunder also, dass sie von politischen Kommentatoren bereits als Mecklenburg-Vorpommerns „Landesmutter“ beschrieben wurde. Geboren wurde Schwesig allerdings in Brandenburg. Am 23. Mai 1974 kam sie als Manuela Frenzel in Frankfurt (Oder) zur Welt. Aufgewachsen ist sie in Seelow, wo sie 1992 auch ihr Abitur machte.
Auch ihre weitere Ausbildung absolvierte die Tochter eines Schlossers und einer Verwaltungsangestellten in Brandenburg. Sie studierte an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen. Im Jahr 2000 wechselte sie als Steuerfahndungsprüferin nach Schwerin, wo später ihre politische Karriere begann. Diese führte sie als Bundesfamilienministerin im Kabinett von Angela Merkel schließlich auch nach Berlin.
Mit Claudia Hiersche verbindet Manuela Schwesig übrigens mehr als nur der Geburtsort Frankfurt (Oder). Beide standen für „Verbotene Liebe“ vor der Kamera. Allerdings spielte Schwesig bereits 1989 als Jugendliche in einem gleichnamigen DEFA-Film mit – nicht in der späteren ARD-Serie.


