Sarah Connor in Berlin 2026: Party bei 35 Grad! So war das Konzert in der Waldbühne

Für Berliner Fans von Sarah Connor (hier im März in der Uber Arena) ist 2026 ein besonders gutes Jahr. Mit ihrem Konzert in der Waldbühne liefert die Sängerin nun noch ein weiteres Live-Highlight.
Carsten Koall/dpa- Sarah Connor spielte ein Open-Air-Konzert in der Berliner Waldbühne vor ausverkauftem Haus.
- Die Show bot Party-Stimmung bei großer Hitze, aber auch ruhige Momente wie „Das Leben ist schön“.
- „Bonny & Clyde“ wurde zum gemeinsamen Höhepunkt – das Publikum sang lautstark mit.
- Effekte prägten die Show: Kostümwechsel, Tanzcrew, „Interstellar“ mit Feuerwerk und Disco-Optik.
- Connor kündigte eine Jubiläumsshow am 31. Juli 2027 in ihrer Lieblings-Location an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was macht einen Ort zum Lieblingsort? Erstmal muss die Lage stimmen. Viel Natur etwa, die Hektik und Stress des Alltags draußen hält. Vielleicht macht dieser Ort aber schlicht etwas mit einem selbst. Das Gefühl für Zeit verändert sich. Und gewisse Fragen gewinnen an Bedeutung. Was macht mich glücklich? Wann bin ich ganz im Moment? Die Antworten finden sich dort.
Wohl denen, die so einen Lieblingsort haben! So wie Sarah Connor. Sie scheint ihn in der Berliner Waldbühne gefunden zu haben. Als sie vor einem Jahr zur Werbefanfare für ihr an diesem Samstag stattfindendes Open Air ansetzte, nannte sie das Halbrund im Westen der Hauptstadt gar „meine absolute LIEBLINGS-KONZERTLOCATION auf der ganzen Welt“. Und dass sie nicht gelogen hat, sieht, spürt und hört man: Ihrem Opener „Ich liebe dich“ fügt die Sängerin direkt ein wenig verklausuliert gehauchtes „…Waldbühne“ hinzu.
Es gibt Dinge, an die gewöhnt man sich nie, sagt die 46-Jährige. „Zum Beispiel hier in der Waldbühne zu spielen, in ausverkauftem Haus!“ Nachvollziehbar. Denn es stimmt ja: Das satte Grün der Bäume rundherum. Die sommerliche Abendsonne, die sich hinter ihren Wipfel senkt. Die gigantische Wand voller Menschen, die sich vor der Bühne auftut. Zum dritten Mal spielt Sarah Connor vor dieser beeindruckenden Kulisse.
Auch 2027 spielt Sarah Connor in der Waldbühne
Wer denn schon mit dabei war, will Connor wissen. Dem schallend lauten Applaus nach zu urteilen, die meisten der rund 22.000 Anwesenden. Viele davon dürften am 31. Juli 2027 ein weiteres Mal die Gelegenheit nutzen. Dann nämlich kehrt Sarah Connor für eine Jubiläumsshow an ihre Lieblings-Konzertlocation zurück, wie sie zu noch lauterem Jubel verkündet.
Doch bevor es so weit ist, wird sich ganz dem Hier und Jetzt gewidmet. „My French Girlfriend“, „Schlechte Idee“ – mit frechen Stimmungsmachern liefert der Popstar den perfekten Einstieg. Wer eine seichte Sommer-Serenade sucht, findet sie anderswo. In der Waldbühne wird heute gefeiert. Wohin man auch blickt, sieht man Freundesgruppen, Paare und Familien, die sich in den Armen liegen, Selfies schießen und die Becher jubelnd in die Höhe recken. Und es wird getanzt. Viel getanzt.
Doch Sarah Connor war noch nie ein One Trick Pony. Sie ist verdammt gut darin, die unterschiedlichsten Gefühlslagen zu vertonen. Auch an diesem Abend streut sie immer wieder ruhigere Nummern in ihr Set. Für einen besonders rührenden Moment sorgt „Das Leben ist schön“, das sie sanft singt, nur von einer Gitarre und einstimmenden Fanchören begleitet.
Es liegt viel Liebe in der Luft. Mehr als nur einmal hat man das Gefühl, dass der Graben zwischen Bühne und Rängen verschwindet. Statt bloßer Performance einer Sängerin ist das, was hier stattfindet, etwas Gemeinschaftliches. Zum emotionalen Durchhalte-Plädoyer „Stark“, einer live selten gespielten Nummer, kommen Sarah Connor sogar leicht die Tränen. Deshalb singe sie den Song nicht so oft, gibt sie zu.
Es liegt viel Liebe über der Waldbühne
Höhepunkt der intensiven Zweisamkeit zwischen Star und Publikum ist zweifelsohne „Bonny & Clyde“, zu dem sich der wohl größte und lauteste Chor des Landes bildet. „Es ist so schön, mit so vielen Menschen zu singen“, freut sich die gebürtige Delmenhorsterin.
Die drückende Hitze des mit 35 Grad äußerst heißen Tages ist da allmählich gewichen. Schweißtreibend bleibt es auch ohne klimatisches Zutun. Vor allem auf der Bühne. Nicht nur die Frontfrau scheut keinen Kostümwechsel und keine Choreografie. Auch Liveband und Tanzcrew sorgen in der Waldbühne für eine gelungene Show. Und die spart auch sonst nicht an Effekten. So gibt es zu „Interstellar“ nicht nur Extraterrestrische im Discokugel-Outfit, sondern auch taktgenaues Feuerwerk über dem weißen Bühnendach. Einzig Rapper Sido gibt sich für sein Feature diesmal nicht die Ehre. Bei Connors Show in der Uber Arena vergangenen März trat er mit vor das Publikum.
Sarah Connor zeigt wieder ihr Gesangstalent
Doch Sarah Connor wuppt „Wilde Nächte“, so der Name ihrer laufenden Tour, ganz ohne Gastauftritte. Den Beweis liefert sie nicht nur mit dem Publikumsliebling „Vincent“, bei dem ihr enormes Gesangstalent vollends zur Geltung kommt. Das Ende der über zweistündigen Show, eingeläutet von einem Medley aus „Anorak“ und dem Seeed-Hit „Ding“ sowie dem liebevollen „Wie schön du bist“ samt Feuerwerk, hätte aus Fan-Sicht wohl noch auf sich warten lassen können.
Dass ausgerechnet „Hölle“ der letzte Song des Abends ist, den Sarah Connor in ihrer absoluten Lieblings-Konzertlocation auf der ganzen Welt singt, mag ein wenig verwundern. Eine passende Zeile hält das von Trennung im Guten handelnde Lied allerdings bereit: Und wenn ich geh', dann geh' ich glücklich / Mit ‚nem Lächeln im Gesicht / Und ich denk‘ an dich. Das dürfte die Gefühlslage vieler Fans beim Verlassen der Waldbühne ziemlich genau umschreiben. Gut möglich, dass auch sie einen neuen Lieblingsort gefunden haben.


