Die von Aufschüben und Absagen geplagte Welttournee von Popstar Justin Bieber (28, „Sorry“) wird ein weiteres Mal unterbrochen. Alle bis Ende März geplanten Konzerte müssten auf einen späteren Termin verschoben werden, hieß es am Donnerstag (Ortszeit) in einer Mitteilung auf der Tour-Webseite des kanadischen Sängers. Ein konkreter Grund für den Aufschub wurde nicht genannt.
Im September hatte Bieber zuletzt aus gesundheitlichen Gründen seine Welttournee nach einem Auftritt bei Rock in Rio unterbrochen. Sechs Konzerte in Europa hätten ihm viel abverlangt und bei einem Auftritt in Rio de Janeiro habe er alles für die Menschen in Brasilien gegeben, schrieb Bieber Anfang September bei Instagram. „Nachdem ich von der Bühne kam, hat mich die Erschöpfung überfallen und ich habe erkannt, dass ich meine Gesundheit im Moment zur Priorität machen muss“, erklärte der Sänger weiter.

Auch Berlin ist betroffen - was müssen Ticketbesitzer wissen?

Dies beinhaltet alle Termine bis einschließlich 25. März 2023. Das betrifft auch den Berlin Termin am 4. Februar 2023 in der Mercedes-Benz Arena. Ticketkäufer sollen über die nächsten Schritte informiert werden, sobald es Neuigkeiten gibt, teilte die Agentur Semmel Concerts mit.
Die Tournee, die ursprünglich im Jahr 2020 beginnen sollte, bevor sie aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben wurde, startete im Februar dieses Jahres im kalifonischen San Diego und machte in zehn Ländern verteilt über drei Kontinente Halt. Am 6. September gab Justin zum ersten Mal bekannt, dass er eine Tourneepause einlegt, um sich voll und ganz um seine Gesundheit kümmern zu können. Zwölf seiner Konzerte bis einschließlich 18. Oktober wurden abgesagt. Mit der heutigen Meldung werden nun auch die verbleibenden Konzerte offiziell verschoben. Die potenziellen Nachholtermine hängen von der Verfügbarkeit der Veranstaltungsorte sowie neuen Terminen ab.

Welche Konzerte sind betroffen?

Von dem jüngsten Aufschub sind über 50 geplante Konzerte in Ländern wie Japan, Australien, Thailand, Portugal, Frankreich, England, Schweden und Polen betroffen. Auch fünf Auftritte in Deutschland werden geschoben. Sie waren 2023 in Hamburg (16.1.), Köln (31.1.), Frankfurt (2.2.), Berlin (4.2.) und München (9.3.) angesetzt.

Erkrankung mit dem Ramsay-Hunt-Syndrom

Bieber hatte im Juni eine Erkrankung mit dem Ramsay-Hunt-Syndrom öffentlich gemacht, durch die sein Gesicht teilweise gelähmt war. Er hatte daraufhin mehrere geplante US-Konzerte der „Justice World Tour“ im Juni und Juli abgesagt.
Das Ramsay-Hunt-Syndrom wird laut der Webseite der US-amerikanischen Mayo Clinic durch dasselbe Virus verursacht, das auch Windpocken auslöst. Das Syndrom sei ein Ausbruch der Gürtelrose, der den Gesichtsnerv in der Nähe eines Ohrs betreffe und zu einer einseitigen Gesichtslähmung und Hörverlust führen könne.