RKI warnt vor Grippewelle: Impfung, Symptome - was jetzt wichtig ist

Das Robert-Koch-Institut hat die aktuellen Fallzahlen von Grippe, Corona und RSV veröffentlicht. Das ist jetzt wichtig.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaEinmal wöchentlich informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) zu aktuellen Fallzahlen bei den sogenannten „akut respiratorischen Erkrankungen“ (dazu gehören Grippe, RSV, Covid-19, Erkältungskrankheiten). Laut dem aktuellen ARE-Bericht befinden wir uns am Beginn der ersten größeren Grippewelle der Saison 2025/26. Auch die Fallzahlen von Corona und anderen Erkrankungen der Atemwege sind zuletzt gestiegen. Schätzungsweise sind aktuell rund 7,2 Millionen Menschen in Deutschland erkrankt.
Grippewelle deutet sich an
Die erste Grippewelle in Deutschland deutet sich laut dem RKI an. Wie bereits in anderen Ländern ist auch hierzulande die Grippevirus-Mutation A(H3N2) auf dem Vormarsch. Diese hatte bereits in Großbritannien für deutlich höhere Fallzahlen und mehr schwere Verläufe gesorgt.
Eine Risikobewertung der EU-Seuchenschutzbehörde ECDC zeigte dort bereits im November 2025 eine erhöhte Fallzahl schwerer Verläufe mit Krankenhausaufenthalten. Insbesondere ältere Menschen und Schulkinder waren und sind dort betroffen.
Mutation H3N2 auch in Deutschland auf dem Vormarsch
Die Mutation überträgt sich schneller und ist so verändert, dass aktuelle Grippeimpfstoffe eine geringere Wirksamkeit zeigen. Dennoch lohnt es sich, sich auch jetzt noch gegen Grippe zu impfen. Laut aktueller Auswertungen der Zahlen aus Großbritannien profitieren vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene kann die aktuelle Grippeimpfung vor schweren Verläufen schützen.
Wirkt die Grippeimpfung?
Auch aus Deutschland gibt es nun aktuelle Daten zur Wirksamkeit der Impfung. Laut RKI deuten Untersuchungen darauf hin, dass bei Viren der A(H3N2)-Subklade K ein Schutz vor einer Infektion nach der Grippeschutzimpfung etwas verkürzt sein könnte, „vor allem bei jüngeren Personen, die noch nicht so viele Antigenkontakte hatten.“ Es werde allerdings auch hier erwartet, dass der Grippeimpfstoff weiterhin Schutz vor schweren Erkrankungen biete.
Alle Menschen, für die die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Grippeschutzimpfung empfiehlt, sollten sich impfen lassen, hieß es im Bericht. Die Stiko rät unter anderem Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal zu der Impfung.
Wie erkennt man eine Grippe?
Die aktuellen Grippe-Symptome haben wir hier zusammengefasst.
Wie äußert sich Covid-19 im Dezember 2025?
Auch Corona-Erkrankungen sind im Dezember 2025 laut dem Bericht weiter auf dem Vormarsch. Die Virenlast wird über eingesandte Proben, aber auch über das Abwasser-Monitoring vom RKI eingeschätzt. Die aktuellen Symptome von Corona haben wir hier zusammengefasst.
Gibt es in Deutschland bereits vermehrt schwere Verläufe?
In der Woche vom 24.11. bis 30.11.2025 sei das Niveau der Infektionen mit Atemwegserkrankungen von „moderat“ (Vorwoche) auf „hoch“ gestiegen. In Zahlen bedeutet das: 8.000 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Bei den Schulkindern bis 14 Jahren und den Menschen ab 35 Jahren sind die Werte gestiegen. Auch die Zahlen der an das RKI übermittelten Covid-19-Fälle und die der Atemwegserkrankung RSV seien in der 48. Meldewoche gestiegen. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen sei jedoch niedrig.


