Wettermodelle berechnen bis 43 Grad: Nächste Hitzewelle steht bevor

Meteorologen sind sicher: Die nächste Hitzewelle steht schon bald bevor, Wettermodell rechnen bis zu 43 Grad aus. Wann Deutschland erneut die Gluthitze trifft.
Julian Stratenschulte/dpaEine Hitzewelle ist geschafft, da rollt bereits die nächste auf Deutschland zu. Wetterexperten sind sicher, dass diese nächste Hitzewelle bereits sehr bald kommen wird. Was die Wettermodelle und Prognosen aktuell voraussagen.
Wann kommt die nächste Hitzewelle?
Die Prognosen für die kommenden Tage sehen zunächst gut aus: Deutschland kühlt ab, zumindest am heutigen Donnerstag (3. Juli). In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen zunächst deutlich moderater ausfallen als am bisherigen Hitzetag des Jahres, dem 2. Juli 2025.
Die nächste Hitzewelle kommt laut aktueller Prognosen schon bald. Wetterexperte Dominik Jung prognostiziert schon für den 10. Juli 2025 die nächste Hitzeperiode. Dem Portal t-online gegenüber äußert sich Jung mit Blick auf einige Wettermodelle fassungslos. Laut dem Meteorologen liefern einige Modelle „extremste Berechnungen“. So habe er das noch nie auf einer Wetterkarte für Deutschland gesehen, so Jung weiter. Das globale Wettervorhersagemodell (GFS) des US-Wetterdienstes zeige demnach auf einer Karte für den 15. Juli bis zu 43 Grad im Osten Deutschlands an.
Der 16-Tage-Trend verschiedener Wetterportale zeigt bei den Temperaturen ebenfalls wieder nach oben. So ist für den Osten Brandenburgs für Mitte Juli nach bisherigen Prognosen mit Temperaturen um 35 Grad zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit für Regen tendiert dabei gen Null, was die Waldbrandgefahr weiter anfachen wird.
Karte zeigt: Nächste Hitzewelle braut sich in Südeuropa zusammen
Was verrät der Blick auf die Wettermodelle? Das europäische Wettermodell des ECMWF (Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) kann Prognosen bis zu 15 Tage im Voraus berechnen. Es gilt bei mittelfristigen Wetterprognosen als eines der genausten. Eine Animation (siehe Karten unten) zeigt, dass die Temperaturen bereits ab dem Wochenende wieder steigen, insbesondere in Süd- und Osteuropa tendieren diese schon am Donnerstag wieder Richtung Hitze:
Das ist derzeit für die beliebten Urlaubsregionen am Mittelmeer ein großes Problem. Waldbrände in Griechenland und der Türkei halten die Behörden in Atem. Im Juni brannte es auf der griechischen Insel Chios, seit dem 2. Juli brennt es in der Nähe eines beliebten Urlaubsortes auf Kreta.
DWD sagt: wenig Regen in Sicht
Schon der Juni 2025 war in Deutschland außergewöhnlich warm, deutlich zu trocken und sehr sonnig. Das Temperaturmittel lag nach Angaben des DWD 3,1 Grad über dem alten Klimamittel (18,5 °C). Im Südwesten wurden über 30 °C teils an mehr als zehn Tagen gemessen. Mit nur 61 l/m² Niederschlag war es der fünfte zu trockene Monat in Folge.
Besonders wenig Regen fiel in der Osthälfte, hier ist die Waldbrandgefahr aktuell schon sehr hoch. In Brandenburg fielen beispielsweise gerade einmal 38 l/m² Niederschlag, normal wären 64 l/m². Damit gehört das Bundesland zu den trockensten Regionen in Deutschland.
