Giftwolke über Deutschland
: Schlechte Luftqualität wegen Feinstaub und die Folgen

Giftwolke über Deutschland: Was steckt hinter der hohen Feinstaubkonzentration und wie giftig ist das wirklich? Alles zur aktuell schlechten Luftqualität.
Von
Doreen Matschuk
Berlin
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Der Berliner Fernsehturm verschwindet in tief hängenden Wolken. (zu dpa: «Initiative stellt Gesetzentwurf für hitzesicheres Berlin vor») +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Feinstaub-Giftwolke über Deutschland: Wie es dazu kommen konnte und wie giftig sie wirklich ist. Alles zur aktuellen toxischen Luftqualität und ihre Folgen. (Symbolbild)

Christoph Soeder/dpa
  • Eine Feinstaub-Giftwolke belastet die Luftqualität in Deutschland stark.
  • Hoch Beate verursacht eine Inversionswetterlage, die Schadstoffe nicht entweichen lässt.
  • Besonders in Flusstälern und dicht besiedelten Gebieten sind die Feinstaubwerte hoch.
  • Hohe Feinstaubwerte gefährden besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen und Herzproblemen.
  • Am 23. Januar wird Tiefdruckgebiet frischen Wind bringen und die Luftqualität verbessern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Feinstaub-Giftwolke über Deutschland? Woher sie kommt und wie giftig sie wirklich ist? Alles zur aktuellen toxischen Luftqualität und ihre Folgen.

Übersicht:

  • Feinstaub Giftwolke über Deutschland
  • Warum die aktuelle Wetterlage für toxische Luftqualität verantwortlich ist
  • So hoch sind die Feinstaubwerte aktuell
  • Einfluss von Feinstaub auf die Gesundheit
  • Besserungen der Luftqualität in Sicht

Schon seit mehreren Tagen warnen Wetterapps vor schlechter Luftqualität in u. a. Berlin und Großteilen Brandenburgs. Der Grund dafür ist eine zu hohe Konzentration an Feinstaub. Aufgrund eines Wetterphänomens kann dieser nicht abziehen und bleibt einfach "stehen".

Hoch Beate ist für schlechte Luftqualität verantwortlich

Das Hochdruckgebiet Beate sorgt zwar tagsüber für sonnige Abschnitte und milde Temperaturen, allerdings hat diese Wetterlage auch eine Schattenseite: Die durch Beate verursachte Inversionswetterlage hält die kalte Luft am Boden fest, während es in den höheren Lagen angenehm mild bleibt. Dadurch können jedoch Abgase, Feinstaub und andere Schadstoffe nicht entweichen und stauen sich in den unteren Luftschichten.

Hier ist die Feinstaubbelastung besonders hoch

Besonders in Flusstälern und dicht besiedelten Gebieten steigt die Feinstaubkonzentration auf gesundheitsgefährdende Werte. In vielen Teilen Deutschlands werden die Grenzwerte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten.

In Polen erreichen die Feinstaubwerte alarmierende 200 Mikrogramm, das Vierfache des deutschen Grenzwerts.

Die tagesaktuellen Werte an den Messstationen in Berlin und Brandenburg kann man sich beim Umweltbundesamt auf der Webseite genauer anschauen.

Zu hoher Feinstaubwert schädlich für die Gesundheit

Auch wenn der Feinstaub nicht sichtbar ist, ist er genau aus diesem Grund so gefährlich für die Gesundheit. Hohe Feinstaubwerte sind besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Herzproblemen problematisch. Langfristig können sie schwerwiegende Schäden verursachen, von chronischen Lungenproblemen bis zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko.

Experten raten, körperliche Anstrengungen zu vermeiden und Wohnräume gut abzudichten, um die Belastung zu minimieren.

Feinstaub wird sich bald reduzieren

Der Donnerstag, 23. Januar, bringt jedoch wieder frischen Wind in die Bundesrepublik und ein Ende des Feinstaub-Hochs ist in Sicht. Mit dem Abschied von Hoch Beate sorgen Tiefdruckgebiete für die nötige Bewegung in der Atmosphäre. Die stehenden Luftmassen werden durchmischt, und der Feinstaub kann abtransportiert werden.