Rechte Influencerin Naomi Seibt: Wer Musk das Deutschland der AfD erklärt

Das X-Profil von Naomi Seibt: Die aus Münster stammende Influencerin trägt vielleicht einen großen Anteil daran, dass das Gespräch zwischen AfD-Chefin Alice Weidel und Tesla-Boss Elon Musk zustande gekommen ist. Wer ist sie?
Johannes Leichsenring- Naomi Seibt, 24-jährige Influencerin, wird für das Gespräch zwischen Elon Musk und Alice Weidel verantwortlich gemacht.
- Seibt aus Münster, unterstützt die AfD und leugnet den menschengemachten Klimawandel.
- Sie lebt seit 2024 in den USA und produziert englischsprachige Videos, die AfD-Positionen erläutern.
- Musk nahm sie wegen ihrer AfD-Unterstützung wahr, was zu einem Gespräch mit Weidel führte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Naomi Seibt ist 24 Jahre alt und schon beeinflusst sie äußerst erfolgreich den politischen Diskurs in Deutschland und den USA. Doch wer ist die rechte Influencerin, die derzeit in Amerika lebt und an dem Zustandekommen des Treffens zwischen der AfD-Chefin Alice Weidel und Tesla-Boss Elon Musk mitgewirkt hat? Ein Steckbrief.
Name, Alter, politische Richtung
Naomi Seibert wurde 2000 in westfälischen Münster geboren und ist 24 Jahre alt. Sie gilt als neurechte Influencerin, die vor allem über X (ehemals Twitter) große Aufmerksamkeit erzielt. Sie ist eine Unterstützerin der AfD.
Beruf
Sie hat 2017 das Abitur mit der Spitzennote 1,0 am St. Mauritz Gymnasium in Münster abgeschlossen. Zuvor hatte sie 2014 beim Landeswettbewerb „Jugend forscht!“ den ersten Platz belegt. Ihr Beitrag widmete sich einem Bereich der Chemie.
Nachdem sie ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Mannheim sowie ein Fernstudium der Psychologie abgebrochen habe, war Naomi Seibt in erster Linie als Influencerin auf YouTube tätig, sowie beispielsweise für das Heartland Institut, eine pseudowissenschaftliche Denkfabrik, die den menschengemachten Klimawandeln leugnet und Verschwörungstheorien zu der Covid-19 Pandemie verbreitet hatte.
Arbeit in den Sozialen Netzwerken
Früh positionierte sich Naomi Seibt als Leugnerin des Menschen gemachten Klimawandel unter anderem auf YouTube. Sie trat 2019 bei der Jahreskonferenz des Europäischen Instituts für Klima & Energie auf (EIKE), eine pseudowissenschaftliche Organisation, die, wie das Heartland Institut, den menschengemachten Klimawandel leugnet. Ihre Positionierung brachte ihr den Namen Anti-Greta ein, der auf die Klimaaktivistin Greta Thunberg anspielt, die sich für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens einsetzte.
In ihrem 2019 eröffneten YouTube-Kanal lud sie als erstes Video ein Gedicht hoch, welches sie nach eigenen Angaben bei einem von der AfD veranstalteten Wettbewerb zum Thema Mut vorgetragen habe.
Im selben Jahr äußerte sich Seibt anlässlich des Anschlages auf die Synagoge in Halle antisemitisch und baute Kontakte zur Sphäre der neuen Rechten auf, wie beispielsweise zu Martin Sellner, den sie mittlerweile als guten Freund bezeichnet und dessen Ehefrau Brittany Pettibone.
Elon Musk und Alice Weidel
Seit 2024 lebt Naomi Seibt in den USA. Nach eigenen Angaben, sei es aufgrund der medialen Berichterstattung über ihre Person für sie derzeit nicht möglich länger in Deutschland zu leben. Via X kommentierte sie auf Englisch den US-Wahlkampf und positionierte sich als Trump-Sympathisantin.
Elon Musk sei auf die Influencerin aufmerksam geworden, nachdem sie ihre Unterstützung der AfD öffentlich gemacht hatte, gab Seibt in einem Interview bei der Wochenzeitung „Jungen Freiheit“ an. Seitdem würde sie mittels englischsprachiger Videos, die sie auf X publiziert, die Positionen und die Rolle der AfD in Deutschland erläutern, so Seibt im Interview mit der Wochenzeitung „Jungen Freiheit“.
Große Aufmerksamkeit generierte Naomi Seibt durch einer X-Nachricht am 20. Dezember 2024 über Friedrich Merz (CDU), der eine Zusammenarbeit mit der AfD nach der kommenden Bundestagswahl am 23. Februar, ausschließt. Musk reagierte auf ihre Nachricht mit der Aussage, dass nur die AfD Deutschland retten könne, was wiederum Seibt dazu veranlasste, Musk und Weidel vorzuschlagen, ein gemeinsames Gespräch zu führen. Dieses fand am 9. Januar in einem digitalen Raum für Gespräche und Diskussionen auf X statt.


