Tankrabatt ab dem 01. Oktober
: Wird auch Heizöl billiger?

Ab Donnerstag werden Diesel und Benzin durch eine Steuersenkung günstiger. Was ist mit Heizöl?
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Heizöllieferung an einen Kunden in einem Einfamilienhaus: ARCHIV - Experten raten, mit der Bestellung des Heizöls nicht zu warten, bis der Tank fast leer ist. (zu dpa: «Heizöltank vorausschauend auffüllen: Wer plant, spart Geld») Foto: Christian Charisius/dpa/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Fällt der Preis für Heizöl im Oktober?

Christian Charisius/dpa-mag/dpa

Ab dem 1. Oktober sollen Autofahrer beim Tanken finanziell entlastet werden. Die geplante Steuersenkung soll Benzin und Diesel um 17 Cent je Liter günstiger machen. Angesichts der zuletzt ebenfalls deutlich gestiegenen Heizölpreise stellt sich für viele Haushalte allerdings die Frage, ob die Entlastung auch für Heizöl vorgesehen ist.

Die Antwort fällt nach aktuellem Stand eindeutig aus: Für Heizöl ist der Tankrabatt nicht vorgesehen. Die steuerliche Entlastung bezieht sich ausschließlich auf Benzin und Diesel.

Heizöl nicht Teil der geplanten Entlastung

Auch die Kosten für Heizöl sind im Zuge des Iran-Konflikts erheblich gestiegen. Einige Verbraucher zögern deshalb derzeit mit einer größeren Bestellung und hoffen darauf, dass die Preise wieder sinken.

Eine entsprechende steuerliche Entlastung für Heizöl ist bislang jedoch nicht angekündigt worden. Das Bundesfinanzministerium verweist im Zusammenhang mit dem Tankrabatt auf die öffentlichen Aussagen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundeskanzler Friedrich Merz. Demnach umfasst die geplante Maßnahme Benzin und Diesel, nicht aber Heizöl.

Für Haushalte mit einer Ölheizung bedeutet das: Der für Oktober angekündigte Preisnachlass an den Tankstellen wird sich nicht automatisch auf die Kosten einer Heizölbestellung übertragen.

Gibt es Pläne für eine Entlastung bei Heizöl?

Bislang hat die Bundesregierung keine konkrete Steuersenkung für Heizöl angekündigt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wird die Preisentwicklung allerdings weiterhin beobachtet.

Auch in den Informationen der Bundesregierung zur Entlastung bei Benzin und Diesel wird darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Preise und mögliche wirtschaftliche Auswirkungen weiter verfolgt werden sollen. Falls erforderlich, könnten besonders stark betroffene Verbraucher und Unternehmen gezielt unterstützt werden. Ob daraus später auch Maßnahmen für Haushalte mit hohen Heizkosten entstehen, ist derzeit allerdings offen.

Derzeit keine steuerliche Entlastung für Heizöl bestätigt

Damit bleibt es zunächst dabei: Eine Senkung der Steuer auf Heizöl ist aktuell nicht beschlossen. Ob die Bundesregierung im weiteren Verlauf des Herbstes oder Winters zusätzliche Entlastungen auf den Weg bringt, lässt sich derzeit nicht absehen.

Verbraucher stehen deshalb vor der Frage, ob sie ihren Heizöltank jetzt auffüllen oder zunächst auf eine günstigere Preisentwicklung warten sollen. Von Experten wird unter anderem empfohlen, bei Unsicherheit zunächst nur einen Teil des benötigten Heizöls zu bestellen. Eine Möglichkeit kann beispielsweise sein, den Tank etwa zur Hälfte zu füllen und die weitere Preisentwicklung abzuwarten.

Zusätzlich lohnt sich ein Preisvergleich zwischen mehreren Anbietern und über Vergleichsportale. Gerade bei größeren Bestellmengen können bereits kleinere Unterschiede beim Preis pro Liter die Gesamtkosten spürbar beeinflussen.