Trauerfall in der Familie: Was ist mit Bärbel Bas’ Stieftochter passiert?

Bärbel Bas: ARCHIV - 12.05.2025, Berlin: Bärbel Bas (SPD), Bundesarbeitsministerin, spricht bei einer Pressekonferenz. (zu dpa: «Bas tritt als Parteichefin und Ministerin zurück») Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Christophe Gateau/dpaAm Montag, dem 12. Oktober 2026 gab Bärbel Bas ihren Rückzug aus ihren politischen Spitzenämtern bekannt. Als Grund nannte die SPD-Politikerin den Tod ihrer Stieftochter, der sie schwer getroffen habe. In einer persönlichen Stellungnahme auf Instagram erklärte die 58-Jährige, dass sie Zeit benötige, um ihre Trauer zu verarbeiten. Bereits Ende September hatte sich Bas aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Zunächst wurden ihre Termine aus dringenden familiären Gründen abgesagt. Anfang Oktober bestätigte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schließlich einen „Trauerfall im engsten Familienkreis“.
Was ist mit der Stieftochter von Bärbel Bas passiert?
Die Stieftochter von Bärbel Bas ist verstorben. Wann genau sie starb und was die Todesursache war, ist öffentlich nicht bekannt. Die SPD-Politikerin hat sich bislang nicht näher zu den Umständen des Todes geäußert. Auch über die Verstorbene selbst liegen kaum Informationen vor. Die Stieftochter stand nicht in der Öffentlichkeit und trat, soweit bekannt, auch nicht im Zusammenhang mit der politischen Laufbahn ihrer Stiefmutter in Erscheinung. Weder ihre Identität noch ihr Alter oder Einzelheiten zu ihrem beruflichen und privaten Leben wurden öffentlich bestätigt. Bas beschränkte sich in ihrer persönlichen Erklärung darauf, den schweren familiären Verlust als Grund für ihren Rückzug zu nennen.
Bereits 2020 musste Bärbel Bas einen schweren Verlust verkraften
Für Bärbel Bas ist es nicht das erste Mal, dass sie einen geliebten Menschen verliert. Im September 2020 starb ihr Ehemann Siegfried Ambrosius im Alter von 79 Jahren. Die beiden waren 15 Jahre lang ein Paar, davon fünf Jahre verheiratet. Ambrosius war selbst über viele Jahrzehnte in der SPD aktiv und arbeitete 39 Jahre als Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Duisburg. Zwischen Bas und ihrem Ehemann lagen 27 Jahre Altersunterschied. Gemeinsame Kinder hatte das Paar nicht. In einem Interview mit der „Bunten“ erzählte Bas 2022, dass sie sich nach zehn Jahren Beziehung vor allem aus praktischen Gründen für eine Hochzeit entschieden hätten. Ambrosius litt an Parkinson. Durch die Ehe wollten beide für mögliche medizinische Notfälle rechtlich abgesichert sein. Am 22. September 2020 starb Ambrosius an den Folgen einer Infektion nach einer Rückenoperation. Bas nahm damals auch öffentlich Abschied und erklärte, dass sie Zeit benötigen werde, um den Verlust zu verarbeiten.
Tod der Stieftochter: Bärbel Bas gibt ihre politischen Spitzenämter auf
Der erneute familiäre Schicksalsschlag hat weitreichende Folgen für die politische Laufbahn von Bärbel Bas. In ihrer Erklärung machte die SPD-Politikerin deutlich, dass sie sich derzeit nicht in der Lage sehe, ihre politischen Aufgaben mit der notwendigen Kraft auszuüben. Neben ihrer persönlichen Trauer verwies sie auch auf die anhaltenden öffentlichen Angriffe gegen ihre Person. Bas erklärte deshalb, ihren Vorsitz innerhalb der SPD mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Zugleich bat sie Bundeskanzler Friedrich Merz um ihre Entlassung aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Ihr Mandat als Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Duisburg möchte Bas hingegen behalten. Wann und in welchem Umfang sie künftig wieder öffentlich auftreten wird, ist bislang nicht bekannt. Auch die genauen Umstände des Todes ihrer Stieftochter bleiben ungeklärt. Bas hat bislang keine weiteren persönlichen Details zu dem Trauerfall veröffentlicht.
