Wal Timmy und die DNA-Proben: Livestream zur Pressekonferenz - War es wirklich der Ostseewal?

Der gestrandete Wal vor der dänischen Insel Anholt.
Marcus Golejewski/dpaWar es wirklich Wal Timmy, der tot am Ufer einer dänischen Insel gefunden wurde? Diese Frage soll am heutigen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz beantwortet werden.
Livestream zur Pressekonferenz rund um Wal Timmy
Die Pressekonferenz ist am 22. Juli 2026 um 14 Uhr angesetzt. Es soll unter anderem um das DNA-Ergebnis des gestrandeten Wales gehen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) und das Meeresmuseum werden nicht daran teilnehmen. Die genaue Teilnehmerliste ging zunächst nicht aus den Ankündigungen in sozialen Netzwerken hervor. Hier gibt es den Livestream zur Timmy-PK:
Großes Interesse an Überresten von Wal Timmy
Nach der Zerlegung des toten Buckelwals in Dänemark hatten mehrere Museen Interesse an Knochen des als „Timmy“ bekannten Tiers angemeldet. „Wir haben uns einige Knochen gesichert, darunter eine Flosse, Beckenknochen und Rückenwirbel“, sagte Daniel Klingberg Johansson, der die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Kopenhagen managt, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden die Knochen zumindest vorerst nicht selbst ausstellen.“ Stattdessen zeigten andere Museen in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden Interesse an den Überbleibseln.
Dabei gehe es unter anderem darum, verschiedene Perspektiven zu dem Thema: „Wie betrachten wir ein Tier?“ und „Wie gehen wir mit der Natur um?“ aufzuzeigen. Der Umgang mit dem Buckelwal hatte bei vielen Experten in Dänemark und Deutschland Kritik ausgelöst. Nachdem das geschwächte Tier mehrfach vor deutschen Küsten gestrandet war, hatte eine private Initiative es gegen die wissenschaftliche Empfehlung mit einem Lastschiff in die Nordsee gebracht und ausgesetzt. Kurz darauf war der Wal gestorben und später tot am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden.
Gestrandete Wale sind in Dänemark außerdem nicht selten. Das Skelett eines etwas kleineren Buckelwals wird derzeit in einem dänischen Museum ausgestellt. Für die Wissenschaft seien die neuen Knochen aber dennoch wertvoll, so Johansson. So haben die Forscher unter anderem drei Gehörknochen mit ins Museum genommen. „Das ist sehr dickes Knochenmaterial, aus dem man auch nach 200 Jahren noch DNA gewinnen kann.“
