Stadtwerke vermissen Wasser
: Kurioser Verlust in Greifswald – wo ist das Trinkwasser?

Kurioser Fall in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern: Die Stadtwerke verzeichnen einen hohen Wasserverlust im Trinkwassernetz. Niemand weiß, wo das Wasser hinfließt. Nun soll die Bevölkerung mithelfen.
Von
Nicole Züge
Greifswald
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Eine Hand hält ein Wasserglas unter einen Wasserhahn. In Greifswald gibt es einen kuriosen Trinkwasserverlust. (Symbolbild)

Bernd Weißbrod/dpa

Wer kennt es nicht: Man sucht etwas Wichtiges und findet es allein einfach nicht! Meistens sind es Dinge wie der Autoschlüssel oder die Brille.

In der Universitätsstadt Greifswald wurde gestern eine etwas größere Suche angestoßen: Die Stadtwerke melden einen hohen Verlust von Wasser im Trinkwassernetz und suchen nun das Leck.

Greifswald auf der Suche nach dem Wasserleck

„Derzeit verzeichnen wir hohe Wasserverluste im Trinkwassernetz der Stadt Greifswald, das heißt im Stadtgebiet tritt irgendwo und bisher unerkannt Trinkwasser aus“, teilten die Stadtwerke am Dienstag (16.01.) in Greifswald mit.

Bürger sollen größere, austretende Wassermengen melden

Wer in seinem Umfeld auffällige Wassermengen wie großflächige Pfützen, Ausspülungen oder sogar sprudelndes Wasser sieht, soll sich telefonisch bei den Stadtwerken unter 03834 53-2525 melden.

Ist die Wasserversorgung in Greifswald gefährdet?

Die Trinkwasserversorgung sei trotz des unbekannten Lecks nicht beeinträchtigt. Lediglich Druckschwankungen und Braunwasserverfärbungen seien möglich. Die Mitarbeitenden der Stadtwerke arbeiteten unter Hochdruck daran, die undichte Stelle zu finden.

In dem Zusammenhang wurde in der Nacht zu Mittwoch das Wasser zwischen 2 und 4 Uhr abgestellt, um den Suchradius noch besser eingrenzen zu können.

Ob das große Leck gefunden werden konnte, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sollte das Wasser tatsächlich oberirdisch aus einer Leitung sprudeln, dürfte es rund um das Leck schon rutschig geworden sein.

Derzeit meldet auch der Nordosten des Landes winterliches Wetter, Minusgrade, Schneefall und überfrierende Nässe.

Letztere sorgt in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch für glatte Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Warnung vor Glätte ausgesprochen.

Im nördlichen Küstenumfeld der Ostsee erwartet der Wetterdienst im Laufe des Tages Schneeschauer, die dann erneut Straßenglätte verursachen können. Die Temperaturen bleiben dabei um den Gefrierpunkt.