MOZ+MOZ+Die AfD und das Christentum
: Wie die Rechten die kirchliche Brandmauer einreißen wollen

Katholiken und Protestanten erklären die AfD für unwählbar. Für die Partei ist das ein Problem. Sie setzt gegenüber den beiden großen christlichen Kirchen voll auf Attacke – und sucht sich andere Verbündete.
Kommentar von
Dominik Guggemos
Berlin
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Kirchentags-Resolution fordert AfD-Verbot: Podium Beziehungsstatus Religion und Migration am Samstag (03.05.2025) beim 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover. Beim evangelischen Kirchentag in Hannover ist eine Resolution fuer ein AfD-Verbot verabschiedet worden. Die Resolution "AfD-Verbot - Jetzt" erreichte am Samstag bei einer Diskussionsveranstaltung mit dem Vorsitzenden des Weltkirchenrats, Heinrich Bedford-Strohm, im Schauspielhaus das Quorum von 500 Stimmen. Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stimmte ebenfalls dafuer. Mit der Erklaerung reagierten die Initiatoren vom oekumenischen Netzwerk "Antifaschistische Kirchen" auf die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung durch das Bundesamt fuer Verfassungsschutz. In der Resolution heisst es: "Wir fordern den Bundestag, Bundesrat und die Bundesregierung auf, das Bundesverfassungsgericht mit der Pruefung der Verfassungsmaessigkeit der AfD zu beauftragen." Und weiter: "Unsere Kirchenleitungen bitten wir dringend darum, diese Forderung mit all ihren Mitteln zu unterstuetzen und in eigene Beschluesse zu ueberfuehren." (Siehe epd-Meldung vom 03.05.2025)

Beim Evangelischen Kirchentag im vergangenen Jahr ist eine Resolution für ein AfD-Verbot verabschiedet worden, wie von dem ökumenischen Netzwerk „Antifaschistische Kirchen“ gefordert.

Paul-Philipp Braun/epd