Kandidat des Kanzlers unterliegt: Schlappe für Merz bei Stiftungs-Wahl – Posten geht an „AKK“

Sie ist zurück - zumindest ein bisschen: Die frühere Parteichefin und Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur neuen Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung gewählt worden. CDU-Vorsitzender Friedrich Merz wollte jemand anderen.
John MacDougall/afp- Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.
- Sie gewann mit 28 Stimmen gegen den von Friedrich Merz unterstützten Günter Krings.
- Die Wahl war die erste Kampfabstimmung in der 70-jährigen Stiftungsgeschichte.
- Kramp-Karrenbauer folgt auf Norbert Lammert, der zuvor Bundestagspräsident war.
- Die Stiftung hat 600 Mitarbeiter in Deutschland und rund 120 Büros weltweit.
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Das dürfte dem Kanzler nach dem EU-Gipfel grade noch gefehlt haben: CDU-Chef Friedrich Merz hat auch in Berlin seine Ziele nicht durchsetzen können. Bei der Vorsitzenden-Wahl der parteinahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) unterlag der von ihm gewünschte Kandidat gegen die frühere Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer.
Mit Spannung erwartet
In der Abstimmung der Mitgliederversammlung setzte sich „AKK“ gegen den von Merz ins Rennen geschickten Bundestagsabgeordneten Günter Krings durch, wie ein Sprecher der KAS mitteilte. Kramp-Karrenbauer bekam 28 Stimmen, Krings 21. Es gab eine Enthaltung.
Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden. Eine derartige Kampfabstimmung hatte es in der 70-jährigen Geschichte der Stiftung noch nicht gegeben. Merz, so die Lesart vieler, habe es versäumt, rechtzeitig Unterstützung für seinen Kandidaten Krings zu organisieren. Krings ist wie Merz Nordrhein-Westfale und Chef der Landesgruppe im Bundestag. Sein Schwerpunkt sind die Innen- und die Rechtspolitik.
Kramp-Karrenbauer tritt damit die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Norbert Lammert an, der zuvor Bundestagspräsident gewesen war. Mit ihr setzte sich die bekanntere und international vernetztere Bewerberin durch. Die 63-jährige Saarländerin war von 2019 bis 2021 Verteidigungsministerin in der schwarz-roten Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel. 2018 hatte sie Merz bei der Wahl zum Parteivorsitz besiegt. Sie galt damals als Favoritin von Merkel, konnte sich aber nur eine Amtszeit lang auf dem Posten halten. Die KAS hat etwa 600 Mitarbeiter in Deutschland und ist mit rund 120 Büros weltweit vertreten.
