Mitten im Midterms-Frust: Donald Trump findet lobende Worte für die Demokraten

Donald Trump zollt den Demokraten Respekt für ihre „gute Arbeit“.
BRENDAN SMIALOWSKI/afp- Nach Midterms-Niederlage lobt Trump die Demokraten: „Sie haben gute Arbeit geleistet.“
- Auf „Truth Social“ kritisiert er „Fox News“, im Interview zeigt er sich versöhnlicher.
- Er erklärt die Schlappe teils mit dem Iran-Krieg – seine Iran-Politik sei verstanden worden.
- Demokraten gewinnen Repräsentantenhaus und Senat, können Trumps Spielräume einschränken.
- Trump hatte „Mister Veto“ angekündigt und sagte in der Wahlnacht die Anerkennung der Ergebnisse zu.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Diese Worte des US-Präsidenten haben wohl nur wenige im Anschluss an die krachende Niederlage der Republikaner bei den Midterms erwartet: Trump bescheinigte den Demokraten eine „gute Arbeit“. „Sie haben hart gekämpft“, sagte Trump dem Sender „Fox News“; ausgerechnet dem Sender, dem er nach Bekanntwerden der Ergebnisse noch eine Mitschuld an der Niederlage der Republikaner gegeben hatte.
Der Sender trage eine Verantwortung für das Ergebnis, weil er ständig Demokraten „und Schlimmeres“ in den Fokus gestellt habe, polterte er auf seiner Plattform „Truth Social“.
Wesentlich versöhnlicher klang Trump da mit den Demokraten: Es habe eine „Stimmung in der Luft“ gelegen, sagte der Präsident und führte weiter aus, er müsse nun wegen der Niederlage „kein schlechtes Gewissen haben“. „Ich finde, die Demokraten haben gute Arbeit geleistet, wirklich.“ Im Wahlkampf hatte er der bisherigen Oppositionspartei noch mehrfach Betrugsabsichten unterstellt.
So erklärt sich Trump die Niederlage
Zu den Gründen für die deutliche Wahlschlappe sagte Trump, dass der Iran-Krieg eine Rolle gespielt habe. „Ich denke, ein Teil davon war Iran, aber gleichzeitig haben die Menschen die Bedeutung dessen verstanden, was ich in Bezug auf Iran getan habe“, sagte er in dem Telefoninterview mit „Fox News“.
Zur Abstimmung standen am Dienstag alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat. Die Demokraten fuhren einen Erdrutschsieg ein und eroberten beide Kongresskammern von den Republikanern.
Mit ihrer Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus können sie künftig die Handlungsmöglichkeiten des Präsidenten deutlich einschränken. So könnten sie neue Finanzmittel blockieren oder auch Untersuchungsausschüsse gegen umstrittene Kabinettsmitglieder einsetzen.
Vor der Wahl hatte Trump gesagt, er werde im Fall einer Übernahme des Kongresses durch die Demokraten als „Mister Veto“ auftreten, um alle unerwünschten Gesetzesvorschläge zu verhindern. Trump kündigte in der Wahlnacht jedoch auch an, die Wahlergebnisse anzuerkennen.
Mit Material von afp
