Anschlagsversuch in Leipzig?: Kallas bringt Russland mit Sprengstoff-Drohne in Verbindung

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas , Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Europäische Union, kommt zum Informellen Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten.
Ansgar Haase/dpa- Möglicher Anschlagsversuch in Leipzig: Sprengstoff-Drohne am Flughafen entdeckt.
- Kaja Kallas stellt einen Bezug zu Russland her, betont aber deutsche Zuständigkeit für Fakten.
- Bundesregierung äußerte sich noch nicht, Informationen werden in Kürze erwartet.
- Ermittlungen wegen versuchter Sprengstoffexplosion und gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr.
- EU-Reaktionen im Gespräch – möglich sind weitere Sanktionen und Druck auf die Schattenflotte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutet vieles darauf hin, dass Russland etwas mit der am Leipziger Flughafen gefundenen Sprengstoff-Drohne zu tun hat. Sie stelle diese Verbindung her, aber es sei letztlich an den Deutschen zu sagen, was hinter dem Vorfall stecke, sagte sie am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens. Dann könne auch darüber gesprochen werden, was die EU zusätzlich tun könne.
Kallas sagte, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, was man dagegen tue, um sie davon abzuschrecken, noch weiterzugehen.
Bundesregierung hat sich bislang nicht geäußert
Die Bundesregierung hat sich öffentlich bislang nicht dazu geäußert, was Ermittler bislang zu dem Fund der Sprengstoff-Drohne herausgefunden haben. Die Bekanntgabe von Informationen wird aber in Kürze erwartet. Der mit Sprengstoff präparierte Flugkörper war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Der deutsche Verteidigungsstaatssekretär Sebastian Hartmann sagte zu einer möglichen Reaktion der EU: „Ohne jetzt einzelnen Schritten vorzugreifen, ist es ein europäisches Interesse, deutlich zu machen, dass wir diese hybride kriegerische Auseinandersetzung wahrnehmen und das Einwirken in unsere Gesellschaft.“ Als Handlungsmöglichkeiten nannte Hartmann EU-Sanktionen und ein noch schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte. Über diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen.
