Proteste in Europa
: Unruhen in Spanien, Italien und Albanien – die letzte Nacht in Bildern

Bei Protesten in Europa kommt es zu Ausschreitungen. In Barcelona, Mailand, Turin und anderen europäischen Städten liefern sich Demonstranten und Polizei Straßenkämpfe.
Von
Ole Rockrohr
Barcelona/Mailand/Tirana/Brüssel
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Proteste in Italien: 24.10.2026, Italien, Rom: Italienische Bereitschaftspolizisten beobachten vor dem Kolosseum Antikriegsaktivisten, die gegen die Aufrüstung und die Beteiligung Italiens an Kriegen demonstrieren. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Italienische Bereitschaftspolizisten vor dem Kolosseum in Rom. Im Zuge der Proteste kam es zu Ausschreitungen.

Gregorio Borgia/AP/dpa
  • In mehreren Ländern Europas eskalieren Proteste – es kommt zu Ausschreitungen.
  • Barcelona: 128 Festnahmen, 73 Minderjährige; 15 verletzte Beamte, Brände und Plünderungen.
  • Italien: Tausende demonstrieren gegen Kosten und Aufrüstung, teils Zusammenstöße in mehreren Städten.
  • Tirana: Steine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails; Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas.
  • Belgien und Frankreich: Proteste in Brüssel und landesweit, vereinzelt Festnahmen und Randale.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Bei Protesten in mehreren europäischen Ländern ist es erneut zu Krawallen gekommen. Gewalttätige Zusammenstöße gab es am Wochenende in Frankreich, Albanien, Spanien, Italien und Belgien.

Minderjährige randalieren in Barcelona

Bei nächtlichen Ausschreitungen in der spanischen Stadt Barcelona sind 128 Menschen festgenommen worden, die meisten davon Minderjährige. Sie hatten Straßenmobiliar, Fahrräder und Motorräder beschädigt, Geschäfte geplündert und Müllcontainer angezündet, berichteten unter anderem die spanische Tageszeitung „El País“ und der katalanische Fernsehsender Betevé. Die Festnahmen erfolgten wegen „Vandalismus“, „Beschädigung öffentlichen Eigentums“ und „Plünderung“, teilte die katalanische Polizei am Sonntag (25. Oktober) mit.

Polizeichefin Sílvia Catà sagte im Sender 3CatInfo: 73 der Festgenommenen seien minderjährig, ihre Akten würden an die Jugendstaatsanwaltschaft weitergeleitet. Nur zwei der 128 Festgenommenen seien schon zuvor straffällig geworden. Insgesamt 15 Beamte wurden Catàs Angaben zufolge bei den Ausschreitungen verletzt. Mehr als 220 Beamte waren den Angaben der Behörden zufolge im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

  • ALBANIA-POLITICS-EDUCATION-DEMO: Protesters use fireworks as they clash with riot police during a national anti-government demonstration - called by the student-led protest movement to demand better support for education and prime minister's resignation, in central Tirana on October 24, 2026. (Photo by Armend NIMANI / AFP)

    Protestanten schießen in Albanien Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte.

    Armed Nimani/afp
  • Clashes Erupt Across Tirana: October 24, 2026, Tirana, Albania: TIRANA, ALBANIA, OCTOBER 24, 2026: Demonstrators clash with riot police during an anti-government protest in central Tirana. Protesters throw stones, pyrotechnics and petrol bombs, while police use tear gas, water cannons and rubber bullets. The demonstrations call for Prime Minister Edi Ramas resignation, increased support for education and greater political accountability. Tirana Albania - ZUMAq101 20261024_zna_q101_363 Copyright: xVlasovxSulajx

    In Albaniens Hauptstadt Tirana gab es bei Demonstrationen schwere Ausschreitungen.

    IMAGO/Vlasov Sulaj
  • Proteste in Albanien: Die Bereitschaftspolizei nimmt während einer regierungskritischen Demonstration  einen Demonstranten fest. (zu dpa: «Gewalt und Chaos bei Protesten in Tirana»)

    Proteste in Albanien: Die Bereitschaftspolizei nimmt einen Demonstranten fest.

    Hameraldi Agolli/AP/dpa
  • ALBANIA-POLITICS-EDUCATION-DEMO: Protesters use fireworks as they clash with riot police during a national anti-government demonstration - called by the student-led protest movement to demand better support for education and prime minister's resignation, in central Tirana on October 24, 2026. (Photo by Adnan Beci / AFP)

    Protestierende liefern sich Straßenschlachten mit den Ordnungskräften in Tirana.

    ADNAN BECI/afp
  • Proteste in Barcelona: 24.10.2026, Spanien, Barcelona: Eine Person wird im Rahmen von Ausschreitungen von der Polizei festgenommen. Foto: Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Polizisten nehmen eine Person im Rahmen von Ausschreitungen in Barcelona fest.

    Lorena Sopêna/dpa
  • Proteste in Barcelona: Personen nehmen an Ausschreitungen teil. (zu dpa: «Randale bei Protesten in mehreren europäischen Ländern»)

    Proteste in Barcelona: Personen nehmen an Unruhen teil.

    Lorena Sopêna/dpa
  • Police intervene during protest in Barcelona: Police intervene during protest in Barcelona BARCELONA, SPAIN - OCTOBER 24: A youth protest organized through social media escalated into clashes with police, burning barricades and looting in central Barcelona, on October 24, 2026. Around 100 people, including 27 minors, were arrested after groups threw objects at police, set fire to rubbish containers and damaged shops around Placa de Catalunya, La Rambla and Ronda Universitat. Catalan President Salvador Illa condemned the violence and said those responsible would face consequences. Lorena Sopena Lopez / Anadolu Barcelona Spain. Editorial use only. Please get in touch for any other usage. PUBLICATIONxNOTxINxTURxUSAxCANxUKxJPNxITAxFRAxAUSxESPxBELxKORxRSAxHKGxNZL Copyright: x2026xAnadoluxLorenaxSopenaxLopezx

    In Barcelona plünderten Menschen Ladengeschäfte.

    IMAGO/Lorena Sopena Lopez
  • Proteste in Italien: 24.10.2026, Italien, Mailand: Menschen marschieren durch die Straßen von Mailand, um gegen die steigenden Lebenshaltungskosten und die Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen zu protestieren. Dies ist eine von mehreren Demonstrationen in Italien, die von Gruppen aus dem gesamten politischen Spektrum organisiert wurden. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Menschen demonstrieren gegen die steigenden Lebenshaltungskosten in Mailand, Italien.

    Antonio Calanni/AP/dpa
  • Proteste in Turin: 24.10.2026, Italien, Turin: Die Polizei bereitet sich auf Zusammenstöße mit Demonstranten vor. In mehreren italienischen Städten demonstrieren Tausende Menschen. Die Proteste umfassen ein breites Spektrum an Themen, darunter hohe Lebenshaltungskosten, hohe Benzinpreise sowie Aufrüstung. Foto: Mauro Ujetto/LaPresse/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ausschreitungen in Turin bei Protesten.

    Mauro Ujetto/dpa
  • Proteste in Italien - Turin: 24.10.2026, Italien, Turin: Einsatzkräfte der italienischen Polizei reagieren während einer Demonstration. Tausende Menschen demonstrierten erneut in Italien. Bei einigen Protesten kam es zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Die Proteste umfassten ein breites Spektrum an Themen, darunter hohe Lebenshaltungskosten, hohe Benzinpreise sowie Aufrüstung. Foto: Mauro Ujetto/LaPresse/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Einsatzkräfte der italienischen Polizei während einer Demonstration in Turin.

    Mauro Ujetto/dpa
  • Proteste in Italien - Turin: 24.10.2026, Italien, Turin: Demonstranten versammeln sich auf der Piazza Castello. Foto: Daniele Solavaggione/undefined/LaPresse/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

    Tausende versammeln sich zu Protesten in Turin.

    Daniele Solavaggione/dpa
  • Extreme Left And Citizen Activists Protest 24/10/2026: Extreme Left And Citizen Activists Protest 24/10/2026 BRUSSELS, BELGIUM - OCTOBER 24 : Police corralling demonstrators pictured during illegal demonstration the centre of Brussels against budget measures on October 24, 2026 in Brussels, Belgium, 24/10/2026 Brussels Belgium PUBLICATIONxNOTxINxFRAxBEL Copyright: xPhilipxReynaersx

    Auch in Belgien demonstrieren Menschen, wie hier in Brüssel.

    IMAGO/Philip Reynaers
  • Brussels Belgium Education Protest: Brussels Belgium Education Protest Scooters lie on the ground as demonstrators gather on a street in Brussels, Belgium on October 24, 2026. Hundreds of mainly young protesters gathered in Brussels to demand more funding for education and public services. Demonstrators further criticized police conduct, accusing officers of excessive force during previous rallies. Brussels Brussels Capital Belgium Copyright: xMohammedxHamadax

    Vermummte bauen Barrikaden in Brüssel.

    IMAGO/Mohammed Hamada
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„Das ist sinnlose Gewalt“, sagte die Polizeichefin. Es handele sich um eine „völlig unorganisierte“ Bewegung, der Aufruf zu der Kundgebung habe sich in Onlinediensten verbreitet. Der Ministerpräsident der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens, Salvador llla verurteilte die Gewalttaten: „Gewalt hat in Katalonien keinen Platz. Niemals. Protestieren ist ein demokratisches Recht. Angriffe, Einschüchterungen und Sachbeschädigung hingegen nicht“, sagte er laut „El País“.

In Italien demonstrieren Tausende gegen die Regierung

Tausende Menschen demonstrierten auch erneut in Italien. Bei einigen Protesten kam es zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Die Proteste umfassten ein breites Spektrum an Themen, darunter hohe Lebenshaltungskosten, hohe Benzinpreise sowie Aufrüstung.

In Mailand, wo es vergangenes Wochenende zu schweren Krawallen gekommen war, verliefen die Proteste bis Samstagabend größtenteils friedlich. Doch erneut gerieten einige Sicherheitskräfte und Demonstranten aneinander. Die Polizei stoppte einen Demonstrationszug unter Einsatz von Schlagstöcken. Aus Sorge vor Ausschreitungen waren viele Luxusgeschäfte verbarrikadiert worden. In Bologna setzte die Polizei zwischenzeitlich Tränengas und Wasserwerfer ein. In Turin drängten Sicherheitskräfte Demonstranten mit Schilden zurück. Auch in den Städten Neapel und Florenz versammelten sich Demonstranten.

Gewalt und Verletzte in Albaniens Hauptstadt Tirana

In Albanien kam es bei Protesten gegen Missstände im Hochschulwesen und gegen die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama erneut zu Gewalt. Demonstrierende in der Hauptstadt Tirana warfen mit Steinen auf Regierungsgebäude und die Polizei, wie die staatliche Nachrichtenagentur ATA berichtete. Die Lage sei eskaliert, als Protestierende das Umweltministerium in Brand setzten. Auf Fernsehbildern und in sozialen Medien waren chaotische Szenen zu sehen.

Laut ATA hatte der unter anderem von Studierenden organisierte Protest am Samstag vor dem Bildungsministerium begonnen und sich auf andere Ministerien und Teile der Stadt ausgeweitet. Laut dem privaten Fernsehsender Klan warfen Demonstrierende auch Feuerwerkskörper und Molotowcocktails. Die Polizei setzte den Angaben zufolge Wasserwerfer, Tränengas, Pfefferspray und Gummigeschosse ein, um die Menge zu zerstreuen. Demnach gab es Verletzte auf beiden Seiten. Beamte hätten auch das Kamera-Team von Klan News angegriffen, hieß es.

Festnahmen bei Protesten in Belgien

Auch in Belgien gab es kleinere Demonstrationen in Brüssel und Lüttich. Sie endeten laut Innenminister Bernard Quintin ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen, wie er auf der Plattform X schrieb. In der Hauptstadt Brüssel nahmen rund 400 Menschen daran teil, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Demnach gab es neun Festnahmen wegen Störung der öffentlichen Ordnung sowie Waffenbesitz und Anstiftung zu Gewalt. Am vergangenen Wochenende waren es demnach 150 Festnahmen.

In Frankreich nahmen nach Angaben des Innenministeriums rund 410.000 Menschen an den landesweiten Protesten am Samstag teil, davon rund 110.000 in Paris. Die eigentlichen Demonstrationen verliefen nach Worten des Innenministers reibungslos. Dennoch kam es am Rande der Protestzüge erneut zu Ausschreitungen. Den seit Wochen für eine bessere Ausstattung von Schulen demonstrierenden jungen Leuten schlossen sich weitere Gruppen an, um etwa gegen zu hohe Lebenshaltungskosten zu demonstrieren.