Bis Ende April 2022 fördert das Land Brandenburg Corona-Schnelltests in Kitas. Das Bildungsministerium teilt mit, dass zwei Tests pro Woche mit jeweils 3,50 Euro bezuschusst wird – das gilt sowohl für Antigen-Schnelltests als auch für PCR-Lollitests. Dafür seien Kosten in Höhe von 13,6 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen.
Die Träger der Kindertagesstätten und die Kindertagespflegestellen sollen die Antigen-Schnelltests besorgen und den Eltern kostenfrei zur Verfügung stellen. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) will „die Kinder-tagesbetreuung so wenig wie möglich einschränken, möglichst allen Kindern auch weiterhin eine bedarfsgerechte Bildung und Betreuung in den Kitas und Kin-dertagespflegestellen ermöglichen und bei den Tests durch die Entscheidung vor Ort schnell und unbürokratisch handeln.“

Corona-Infektionen von Schülern haben sich verdoppelt

Innerhalb einer Woche hat sich in Brandenburg die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit positivem Corona-Test mehr als verdoppelt. In dieser Woche seien bis Donnerstag (20. Januar) 6969 Schüler positiv getestet worden, das entspreche einem Anteil von 2,3 Prozent, teilte das Bildungsministerium am Freitag in Potsdam mit. In der Woche zuvor waren es noch 3289 Schülerinnen und Schüler mit einem Positivtest (1,1 Prozent). Unter den Lehrkräften wurden bis Donnerstag 512 positiv getestet (2,1 Prozent) - in der Woche davor waren es 331 (1,3 Prozent). Derzeit gibt es in Brandenburg rund 298 000 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 25 000 Lehrkräfte an 923 Schulen.

Die Testpflicht für Kitas gilt erst ab dem 7. Februar – warum?

Trotz der aktuell stark steigenden Infektionszahlen durch die Omikron-Variante des Coronavirus soll die Testpflicht in Kitas und Krippen wie geplant erst in gut zwei Wochen starten. Die Träger der Einrichtungen benötigten den Vorlauf zur Beschaffung der Test-Kits, erklärte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag in der Fragestunde des Landtags.
Vom 7. Februar an sollen Kinder ab einem Jahr jede Woche zwei Mal vor dem Besuch der Kitas und Krippen zu Hause getestet werden. Für Schülerinnen und Schüler sind Tests aktuell drei Mal und ab Mitte Februar fünf Mal pro Woche Pflicht. Bei den Kleineren sei die geringere Testfrequenz gewählt worden, um die Kinder nicht über Gebühr zu belasten, sagte die Ministerin. Zudem sei bei den Kindern kaum ein schwerer Verlauf bei einer Corona-Infektion zu erwarten.