Nach einem erbittert geführten Wahlkampf in einem tief gespaltenen Land hatten US-Amerikaner die Wahl: Bleibt der Republikaner Donald Trump weitere vier Jahre Präsident? Oder wird er vom Demokraten Joe Biden abgelöst? Das Rennen um die Macht im Protokoll (alle Zeiten MEZ):

Youtube Biden oder Trump - Wahlergebnisse live

Sonntag, 8. November

Jubel und Frust in den USA nach Bidens Wahlsieg

+++ 11.51 Uhr: Hochstimmung auf der einen Seite, Frust auf der anderen: Während Anhänger der US-Demokraten in vielen Städten den Sieg ihres Kandidaten bei der US-Präsidentschaftswahl feierten, gingen andernorts wütende Anhänger des unterlegenen Amtsinhabers Donald Trump auf die Straße.
In seiner Heimatstadt Wilmington wurde Joe Biden mit tosendem Applaus zu seiner Siegesfeier empfangen. Zu einem Bruce-Springsteen-Song joggte der 77-Jährige für seine Siegesrede am Samstagabend auf die Bühne und versprach, sich für eine Versöhnung des Landes einzusetzen.
Zu der Drive-In-Party waren wegen der Corona-Pandemie nur rund 360 Autos von Anhängern zugelassen, die im Kontrast zu Trumps Anhängern trotz der Feierstimmung diszipliniert Schutzmasken trugen. Tausende weitere jubelnde und tanzende Menschen säumten die Straßen auf dem Weg zu der Veranstaltung. "Es ist ein unglaubliches Gefühl", sagte die 26-jährige Finanzanalystin Juliana Panzera. "Es fühlt sich fast zu gut an, um wahr zu sein. Aber Gott sei Dank ist es das nicht."
Auch in New York brachen die Biden-Anhänger nach dem Wahlsieg der Demokraten in Jubel aus. Mit "Trump ist gefeuert!"-Sprechchören feierten tausende Menschen in der Ostküstenmetropole den baldigen Auszug des republikanischen Amtsinhabers aus dem Weißen Haus.

Freude in New York

In New York, zugleich Heimatstadt des Immobilienmilliardärs Trump und Hochburg der Demokraten, ist die Wut auf den Amtsinhaber besonders groß. "Ich habe noch nie so viel Freude in der Stadt gesehen, es ist super schön", sagte der 23-jährige Hiram Gonzalez vor dem Trump Tower. Trump sei "ein Rassist, homophob, er ist islamfeindlich - alles, was er repräsentierte, ist gegen mich und meine Werte und wie ich erzogen wurde", sagte der Sohn eines Einwanderers aus Mexiko.
Auch in der Hauptstadt Washington strömten tausende Menschen auf die Straßen. "Ich bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe so viele Jahre auf diesen Tag gewartet", sagte Jack Nugent, ein 24-jähriger Software-Ingenieur.

Betrugsvorwürfe aus Phoenix

Alles andere als ausgelassen war die Stimmung der Trump-Fans in Phoenix im Bundesstaat Arizona. Dort wiederholten seine Anhänger den unbelegten Vorwurf des Republikaners, bei der Stimmauszählung sei systematisch betrogen worden.
Vor dem Kapitol in Phoenix versammelten sich hunderte Trump-Anhänger. Viele von ihnen trugen als Zeichen ihrer Unterstützung für den Präsidenten rote Baseball-Mützen. Auf Bannern waren Aufschriften zu lesen wie: "Stoppt den Diebstahl". Bereits in der Wahlnacht hatte Trump den oppositionellen Demokraten unterstellt, ihm den Wahlsieg "stehlen" zu wollen; seither hat der Präsident es abgelehnt, seine Niederlage anzuerkennen.
Sie wolle "friedlich" für Trump kämpfen, sagte die 51-jährige Lebensberaterin Shannon Morris: "Trump hat für unser Land gekämpft, und ich werde für ihn kämpfen."
Die 77-jährige Donna McCollum beklagte, Bidens Wahlsieg sei zu früh ausgerufen worden. "Entschieden wird im Wahlkollegium", betonte sie. Dessen Abstimmung habe aber noch nicht stattgefunden. Zudem gebe es "viel Betrug". Die Wahl müsse entweder "komplett wiederholt" oder die Stimmen neu ausgezählt werden.
Auch im Bundesstaat Pennsylvania, den Biden von den Republikanern zurückerobert und sich so den Wahlsieg gesichert hatte, gingen Trump-Anhänger gegen angeblichen Wahlbetrug auf die Straße. Der Protest fiel dort allerdings deutlich kleiner aus als in Arizona - vor einem zum Auszählungslokal umfunktionierten Tagungszentrum in der Metropole Philadelphia versammelten sich nur rund 40 Trump-Anhänger.
In Atlanta im Südstaat Georgia kam es zu einer brenzligen Situation, als sich eine Gruppe bewaffneter Biden-Anhänger in der Nähe einer Demonstration von Trump-Anhängern in Stellung brachte. Zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern kam es aber nicht. Das Tragen von Waffen ist in Georgia legal.
+++7:14 Uhr: Der neugewählte US-Präsident Joe Biden hat in seiner Siegesrede versprochen, sich für eine Versöhnung des Landes einzusetzen. Der US-Demokrat bezeichnete seinen Wahlsieg am Samstagabend (Ortszeit) vor jubelnden Anhängern in seiner Heimatstadt Wilmington als "klar" und "überzeugend". "Ich verspreche ein Präsident zu sein, der nicht spalten, sondern vereinen will." Biden grenzte sich damit von Amtsinhaber Donald Trump ab, ohne ihn beim Namen zu nennen.
Der frühere Vizepräsident rief zu einem neuen politischen Miteinander auf. Es sei an der Zeit, das Land zu "heilen", die "Ära der Verteufelung" müsse enden. "Wir müssen aufhören, unsere Gegner wie Feinde zu behandeln. Sie sind keine Feinde. Sie sind Amerikaner." Für ihn gebe es keine demokratischen oder republikanische Bundesstaaten, sondern nur die "Vereinigten Staaten", betonte Biden.

Seele Amerikas wiederherstellen

Er habe sich um das Amt des Präsidenten beworben, um "die Seele Amerikas wiederherzustellen, das Rückgrat dieser Nation - die Mittelklasse - wieder aufzubauen und dafür zu sorgen, dass Amerika wieder in der ganzen Welt respektiert wird."
An Trumps Wähler appellierte der 77-Jährige, ihm als Präsident eine Chance zu geben. "Ich verstehe eure Enttäuschung. Ich habe selbst ein paar Mal verloren, aber lasst uns jetzt gegenseitig eine Chance geben", sagte Biden bei der Siegesfeier in Wilmington.
Samstag, 7. November
+++ 20:27 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat dem Demokraten Joe Biden nach der US-Präsidentenwahl zum Sieg gratuliert. „Glückwunsch an den aufrechten Demokraten“, teilte er am Samstagabend mit. Er sei sicher, dass er die Menschen in den USA wieder zusammenführe und die USA aus der „weltpolitischen Lethargie“ holen könne. „Jetzt besteht die Chance für die notwendige weltwirtschaftliche Kooperation auch mit dem Blick auf den erforderlichen Klimaschutz.“ Auch für die Wiederaufnahme von Gesprächen mit Russland zur Beschränkung der atomaren Rüstung bestehe „berechtigte Hoffnung.“
+++ 19:13 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Joe Biden zu seinem Sieg bei der US-Präsidentenwahl gratuliert. „Ich wünsche ihm von Herzen Glück und Erfolg und gratuliere ebenso Kamala Harris, der gewählten ersten Vizepräsidentin ihres Landes“, hieß es in einer über Twitter verbreiteten Stellungnahme. „Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Präsident Biden. Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen.“
+++ 18:48 Uhr: Der neu gewählte Präsident Joe Biden hat Prognosen von Medien zufolge bei der US-Wahl auch im wichtigen Bundesstaat Nevada gesiegt. Das ging am Samstag aus übereinstimmenden Vorhersagen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox hervor. Damit sicherte Biden sich die Stimmen sechs weiterer Wahlleute und verbessert nochmal seine Position im absehbaren juristischen Kampf gegen den bisherigen Amtsinhaber Donald Trump um das Wahlergebnis.
+++ 18:25 Uhr: Die gewählte US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat den Amerikanern versprochen, sich mit Joe Biden in den Dienst des Landes stellen zu wollen. „Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als um Joe Biden und mich. Es geht um die Seele Amerikas und unsere Bereitschaft, dafür zu kämpfen“, schrieb Harris am Samstag auf Twitter, nachdem die Nachrichtenagentur AP und mehrere US-Sender Joe Bidens Sieg über den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump ausgerufen hatten. „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Lasst uns anfangen.“ Noch nie zuvor war eine Schwarze und Frau in den USA im Amt des Vizepräsidenten.
+++ 18:14 Uhr: Neben anderen US-Medien hat auch der Trump-freundliche TV-Sender Fox Joe Biden zum Sieger der US-Präsidentenwahl erklärt. „Joe Biden gewählter 46. Präsident“, titelte der Sender am Samstag auf einem Banner. Fox gilt als „Haus und Hof“-Kanal von Präsident Donald Trump. Dieser nennt einige der Moderatoren seine „Freunde“.
+++ 18:04 Uhr: Joe Biden hat „geehrt und demütig“ auf seine Wahl zum US-Präsidenten reagiert. „Nach Abschluss des Wahlkampfes ist es an der Zeit, die Wut und die harte Rhetorik hinter uns zu lassen und als Nation zusammenzukommen“, teilte der 77-jährige Demokrat am Samstag mit.
+++ 17:53 Uhr: US-Präsident Donald Trump will einen Sieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden bei der Wahl in den USA nicht anerkennen. „Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist“, teilte Trump am Samstag mit.

Joe Biden ist zum neuen Präsidenten der USA gewählt

+++ 17:27 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der US-Wahl nach übereinstimmenden Prognosen von Medien im Schlüsselstaat Pennsylvania gesiegt. Das ging am Samstag aus übereinstimmenden Vorhersagen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders CNN hervor.
Vorausgegangen war eine große Aufholjagd Bidens bei der Auszählung der Stimmen. Trump hatte am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch mit mehr als 600.000 Stimmen vorne gelegen. Das lag daran, dass in Pennsylvania zunächst die Stimmen vom Wahltag gezählt wurden - und die fielen mehrheitlich für Trump aus. Die Frühwähler, die eher für Biden stimmten, wurden erst später ausgewertet. Bei der Wahl 2016 konnte sich Trump in Pennsylvania sehr knapp durchsetzen. Er lag nur 0,7 Prozentpunkte vor seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton.
+++ 17:01 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht sich ungeachtet des wachsenden Vorsprungs seines Herausforderers Joe Biden weiterhin als klarer Wahlsieger. „Ich habe diese Wahl gewonnen, und zwar mit großem Vorsprung“, schrieb Trump am Samstag in Großbuchstaben auf Twitter. Twitter versah die Botschaft umgehend mit einem Warnhinweis. Darin wird darauf verwiesen, dass zum Zeitpunkt der Nachricht womöglich noch kein Sieger ausgerufen worden sei.
Tatsächlich stand ein Gewinner auch vier Tage nach der Wahl noch nicht fest. Biden liegt aber deutlich vorn. Trump führt das auf „massiven Betrug“ zurück, hat für seine Vorwürfe aber keinerlei Beweise vorgelegt.

Wahlhelfer in Georgia wird bedroht

+++ 16:19 Uhr: Bei der Präsidentenwahl in den USA muss sich ein Wahlhelfer im Bundesstaat Georgia verstecken, nachdem Internet-Nutzer ein vielfach geteiltes Video fälschlicherweise so interpretierten, dass er einen Stimmzettel wegwirft. Der Mann erhielt nach Angaben der Wahlleitung zahlreiche Drohungen. Dabei habe er lediglich eine Liste mit Anweisungen weggeworfen, die Wähler oft in den Umschlag steckten, sagte der Wahlleiter in Fulton County, Richard Barron, am Freitagabend (Ortszeit). „Er ist jetzt untergetaucht, weil er bedroht wurde. Ich finde das beschämend.“
Barron kritisierte, alle persönlichen Informationen des Helfers seien im Internet veröffentlicht worden. Der Mann habe sein Haus verlassen müssen und halte sich nun bei Freunden auf. „Er fürchtet sich, mit seinem Auto zu fahren, weil Informationen über sein Auto und sein Nummernschild da draußen sind.“ In dem Video ist zu sehen, wie der Mann einen Zettel von etwa DIN-A5-Größe (21x14,8 Zentimeter) zerknüllt und wegwirft. Die Stimmzettel in Georgia sind aber etwa 50x20 Zentimeter groß.
Außerdem arbeitete der Mann nach Angaben des Wahlleiters an einer Position, an der der Stimmzettel noch nicht aus dem Umschlag genommen wird. Das ist erst im nächsten Schritt der Fall.

Bidens Vorsprung in Georgia wächst weiter

+++ 09:34 Uhr: Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weiße Haus noch ein Stück größer geworden. Zum Stand 9.00 Uhr MEZ am Samstag lag der Demokrat um 7248 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Zahlen der Wahlbehörde berichtete. Es war ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 4430 Stimmen Vorsprung wenige Stunden zuvor. Angesichts des engen Rennens ist in Georgia eine Neuauszählung sehr wahrscheinlich. Der wachsende Abstand ist für Biden ein gutes Zeichen, dass er auch danach noch vorn liegen kann.
Biden hatte in Georgia einen Vorsprung Trumps von zeitweise rund 300.000 Stimmen aufgeholt. Wenn der Demokrat in dem Bundesstaat gewinnt, kann Trump nicht mehr die für einen Sieg nötige Marke von 270 Wahlleuten erreichen.
In Pennsylvania liegt Biden inzwischen mit 28.833 Stimmen vorn. Sein Vorsprung in Nevada stieg auf mehr als 22.657 Stimmen und in Arizona lag er noch 29.861 Stimmen vor Trump.
Biden ist auf Kurs, die Präsidentenwahl für sich zu entscheiden. Wenn er in Arizona oder Georgia gewinnt, braucht er nur noch einen weiteren Bundesstaat. Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten könnte Biden sogar direkt den Sieg bringen.
+++ 08:22 Uhr: Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten die Sender CNN und CBS sowie die Zeitung „New York Times“ in der Nacht zu Samstag übereinstimmend. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Meadows hatte Trump am Dienstag - dem Tag der Wahl in den USA - bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet. Die „New York Times“ berichtete, Meadows Test sei am Mittwoch positiv ausgefallen.
+++ 05:44 Uhr: Angesichts seines Vorsprungs in wichtigen Bundesstaaten bei der Wahl in den USA hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden siegessicher gezeigt. „Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen“, sagte Biden späten Freitagabend (Ortszeit) in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Er betonte zugleich, es sei noch kein Gewinner ausgerufen worden.
Biden sicherte erneut zu, er werde im Fall eines Sieges der Präsident aller Amerikaner sein - auch derjenigen, die bei der Wahl nicht für ihn gestimmt haben. „Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde.“
Biden sagte zugleich, er und Vize-Kandidatin Kamals Harris hätten bereits damit angefangen, unter anderem an Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu arbeiten. Man könne den bereits verstorbenen Amerikanern nicht mehr helfen - aber „wir können in der Zukunft viele Menschenleben retten“, sagte der 77-Jährige.

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+++ 04:33 Uhr: Bei der Auszählung der US-Präsidentschaftswahl ist auch bis zum späten Freitagabend (Ortszeit) noch kein Sieger ermittelt worden. Der Herausforderer der Demokraten, Joe Biden, lag aber weiter sehr gut im Rennen und führte in den vier entscheidenden noch offenen Staaten.
In Pennsylvania lag Biden am Abend nach neuen Zahlen aus Pittsburgh gut 27.100 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump. Geschätzt gut 90.000 Stimmen standen noch zur Zählung aus.
In Georgia konnte Biden seinen sehr knappen Vorsprung auf rund 4400 Stimmen am Freitag beinahe verdreifachen.
In Arizona sank Bidens Vorsprung auf knapp unter 30.000 Stimmen. Etwa 173.000 Stimmen standen am Wochenende noch zur Auszählung an.
In Nevada verdoppelte Biden am Freitag seinen Vorsprung auf gut 22.700 Stimmen nahezu. Etwa 125.000 Stimmen standen noch aus.

Oberstes US-Gericht hat Eilantrag der Republikaner positiv beschieden

+++ 02:41 Uhr: In seiner ersten Entscheidung nach der Präsidentenwahl hat das Oberste Gericht der USA verfügt, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt und ausgezählt werden müssen. Das macht es einfacher, sie nicht bei der endgültigen Auszählung zu berücksichtigen, wenn sie für ungültig erklärt werden sollten.
Der Richter Samuel Alito traf die Eilentscheidung am Freitag auf Antrag der Republikaner. Die Behörden hatten die Stimmzettel allerdings bereits getrennt gesammelt.
In dem Streit geht es um per Post verschickte Stimmzettel, die binnen drei Tagen nach dem Wahltag am 3. November eintreffen. In Pennsylvania sollen sie noch berücksichtigt werden.
Die Republikaner zogen bereits ein drittes Mal vor Gericht dagegen. Vor der Wahl war das Oberste Gericht der USA nicht dagegen eingeschritten. Drei konservative Richter - darunter auch Alito - zeigten sich zugleich aber offen dafür, die Frage nach dem Wahltag noch einmal zu behandeln.
Ein Haken ist, dass die Verlängerung von dem Obersten Gericht des Bundesstaates beschlossen wurde. Konservative Rechtsexperten brachten deshalb bereits das Argument vor, dass sich die Richter in Pennsylvania in das Verfahren zur Wahlgestaltung eingemischt hätten, was ihnen nicht zustehe.
+++ 02:27 Uhr: US-Präsident Donald Trump ruft seine Anhänger zu Spenden für Rechtsstreitigkeiten bei der Wahl auf, will mit den Geldern aber auch Wahlkampfschulden abbezahlen - das geht allerdings erst aus dem Kleingedruckten seiner Spendenaufrufe hervor. Angesichts der drohenden Niederlage des Republikaners gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verschickt sein Wahlkampfteam Mails an Unterstützer, in denen mit wachsendem Druck um Geld gebeten wird.
Freitag, 6. November

Biden vergrößert Vorsprung

+++ 23:42 Uhr: Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung des demokratischen Kandidaten Joe Biden im Rennen ums Weiße Haus größer geworden. Zum Stand nach 23.00 Uhr MEZ lag Biden um 4235 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie aus Zahlen der Wahlbehörde hervorging. Es war ein Sprung - zuvor hatte er 1533 Stimmen Vorsprung.
Biden hatte in Georgia einen Vorsprung Trumps von zeitweise rund 300 000 Stimmen aufgeholt. Wenn der Demokrat in dem Bundesstaat gewinnt, kann Trump nicht mehr die für einen Sieg nötige Marke von 270 Wahlleuten erreichen. In Pennsylvania, das Biden mit 20 Wahlleuten direkt den Sieg bringen kann, lag Biden zuletzt mit rund 14 500 Stimmen vorn. Sein Vorsprung in Nevada stieg auf über 20 100 Stimmen und in Arizona lag er 39 400 Stimmen vor Trump.
+++ 21:18 Uhr: Mit einem launig-süffisanten Tweet hat der ehemalige dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump einen ehrenvollen Abschied aus dem Weißen Haus empfohlen. Rasmussen schrieb am Freitag an Trumps Twitter-Adresse gerichtet: „Nur ein kleiner Rat ... So ist die richtige Art, ein Amt nach einer Wahlniederlage ehrenvoll zu verlassen.“ Dazu veröffentlichte Rasmussen ein Foto, das ihn beim Verlassen des Parlaments in Kopenhagen zeigt, nachdem er die Amtsgeschäfte im vergangenen Jahr an seine Nachfolgerin Mette Frederiksen übergeben hatte.
Der konservativ-liberale Politiker verband seinen „kleinen Rat“ höflich mit einem „Danke für ehrliche Gespräche in den vergangenen vier Jahren“. Außerdem bat er Trump, doch weiter mit ihm in Kontakt zu bleiben.

Trump spricht weiter von „illegalen Stimmen“

+++ 19.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erneut den Vorwurf erhoben, nach der Präsidentschaftswahl vom Dienstag würden „illegale Stimmen“ gezählt. Von Anfang an habe er gesagt, dass nur „legale Stimmen“ für das Ergebnis berücksichtigt werden dürften. „Aber wir sind bei diesem grundlegenden Prinzip auf Widerstand von Seiten der Demokraten gestoßen“, erklärte Trump in einer schriftlichen Mitteilung.
Es gehe um die Integrität des gesamten Wahlprozesses. Der Präsident kündigte erneut an, alle rechtlichen Mitteln nutzen zu wollen. An das amerikanische Volk gerichtet fügte er hinzu: „Ich werde niemals aufgeben, für euch und unsere Nation zu kämpfen.“ Seit der Wahlnacht hat Trump mehrfach behauptet, es gebe Wahlbetrug, ohne Beweise dafür zu nennen.
Am Freitag hatte bereits der Leiter der Rechtsabteilung in Trumps Wahlkampfteam, Matt Morgan, erklärt: „Diese Wahl ist nicht vorbei.“ Die Prognosen von Wahlsiegen Bidens in Pennsylvania, Georgia, Nevada und Arizona beruhten auf Ergebnissen, die noch lange nicht vollständig seien. „Sobald die Wahl abgeschlossen ist, wird Präsident Trump wiedergewählt sein“, fügte Morgan hinzu.

Biden baut knappe Vorsprünge in Nevada und Pennsylvania aus

+++ 18.00 Uhr: In der Wahlschlacht ums Weiße Haus hat der demokratische Kandidat Joe Biden seinen knappen Vorsprung in zwei wichtigen Staaten weiter ausgebaut. Der ehemalige Vizepräsident lag während der Auszählung im Wüstenstaat Nevada am Freitag mit mehr als 20 000 Stimmen vor Präsident Donald Trump. In Pennsylvania betrug der Abstand knapp 9000 Stimmen. Die Auszählungen sind jeweils fast vorbei. In Pennsylvania sind 20 Wahlleute zu vergeben, in Nevada sechs.
Wenn Biden in Pennsylvania siegt, hat er die Wahl gewonnen. Auch bei einem Erfolg in Nevada würde es nach Prognosen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox News für die Mehrheit von 270 Stimmen reichen, weil sie bereits Arizona Biden zugeschlagen hatten. Andere Medien hielten sich mit einer Prognose zu Arizona noch zurück.
+++ 16.55 Uhr: Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. "Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben", sagte Wahlleiter Brad Raffensperger am Freitag in Georgias Hauptstadt Atlanta. Zuletzt hatte Präsidentschaftskandidat Joe Biden in dem konservativen Südstaat mit hauchdünner Mehrheit vor Amtsinhaber Donald Trump gelegen.

Auszählungen in Nevada und Arizona weiter sehr langsam

+++ 15.34 Uhr: Bei der Präsidentenwahl in den USA kommt die Auszählung der Stimmen in den Bundesstaaten Nevada und Arizona weiter nur langsam voran. Präsidentschaftskandidat Joe Biden lag in beiden Rennen knapp vor Amtsinhaber Donald Trump, doch die Stimmen gingen am Freitag nur in kleinen Tranchen ein. Im Laufe des Tages wird mit neuen Ergebnissen gerechnet. Bisher hat noch kein Medium einen Sieger in Nevada ausgerufen. Arizona hatten die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits Biden zugerechnet. Andere Medien hielten sich noch zurück.
+++ 14.52 Uhr: Bei der Auszählung der Stimmen zur US-Präsidentschaftswahl im Schlüsselstaat Pennsylvania hat Herausforderer Joe Biden am Freitag die Führung übernommen. Bei einem Auszählungsstand von etwas mehr als 95 Prozent führte Biden mit 5587 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump. Damit liegt der Demokrat nun in vier von fünf noch umkämpften Staaten vorn.

Auszählung der Wahlstimmen im Schlüsselstaat Pennsylvania kurz vor dem Ende

+++ 14.11 Uhr: Die Auszählung der Wahlstimmen im Schlüsselstaat Pennsylvania ist am Freitag zügig vorangekommen. Die Zahl der noch nicht erfassten Briefwahlstimmen konnte am Freitag nach Angaben der Behörden um rund die Hälfte auf 160.000 verringert werden. Darunter waren noch gut 58.000 aus der Millionenstadt Philadelphia und 36.500 aus dem Bezirk Allegheny mit der Stadt Pittsburgh. Die städtischen Regionen gelten als Hochburgen der Demokratischen Partei von Herausforderer Joe Biden.
Bei einem Auszählungsstand von etwa 95 Prozent hatte am Freitagmorgen (Ortszeit) aber Amtsinhaber Donald Trump noch äußerst knapp die Nase vorn. Bei einem Vorsprung von 18.050 Stimmen kam Trump bei diesem Zwischenstand auf 49,5 Prozent, Biden auf 49,2 Prozent.

Merkel schweigt weiter zur US-Präsidentschaftswahl

+++ 12.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich weiterhin nicht zur US-Präsidentschaftswahl äußern. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies am Freitagmittag darauf, dass es weiterhin kein Endergebnis gebe und die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten noch laufe. Diese Auszählungen gelte es abzuwarten. „Und das tut die Bundeskanzlerin, das tut die Bundesregierung.“
+++ 10.34 Uhr: Im Rennen ums Weiße Haus hat Trump-Herausforderer Joe Biden im hart umkämpften Bundesstaat Georgia nach einer Aufholjagd die Führung übernommen. Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) lag der ehemalige Vizepräsident Wahldaten zufolge zeitweise 917 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie unter anderem der Sender CNN berichtete.
Seit dem Wahltag holte Biden damit mehr als 300.000 Stimmen auf. Die Auszählung war fast vollständig - es könnten aber noch einige Tausend Stimmen unter anderem von Militärangehörigen hinzukommen.
Biden würde sich die für einen Wahlsieg nötigen 270 Stimmen der Wahlleute sichern, sollte er Georgia gewinnen und sich sein Erfolg in Arizona bestätigen. Die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News hatten Arizona bereits dem Demokraten zugeschlagen. Andere Medien hielten sich noch zurück.
Trump konnte sich 2016 in Georgia mit gut fünf Prozentpunkten vor Hillary Clinton die Stimmen der 16 Wahlleute sichern. Der südöstliche Bundesstaat gilt als „Swing State“. Seit Bill Clinton im Jahr 1992 hatte kein Demokrat Georgia gewinnen können.
Infografik: US-Wahlen in der Regel schnell entschieden | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besorgt über geordnete „demokratische Übergabe“ nach US-Wahl

+++ 08:39 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich besorgt gezeigt, ob im Fall einer Wahlniederlage für US-Präsident Donald Trump eine geordnete „demokratische Übergabe“ gelingt. Sollte dessen Herausforderer Joe Biden siegen, wäre eine Amtsübergabe „in Würde“ wichtig, sagte der CDU-Politiker am Freitag im WDR. Der ehemalige Präsident George Bush Senior habe 1992 noch in der Wahlnacht seine Niederlage gegen Bill Clinton eingestanden und dabei seinen Respekt vor der Würde des demokratischen Systems betont. Das klinge heute „wie aus einer anderen Zeit“, meinte Laschet.
+++ 08.10 Uhr: Die Polizei in Philadelphia hat in der Nähe des Kongresszentrums, wo Stimmen der US-Präsidentenwahl ausgezählt werden, zwei Männer mit Waffen in ihrem Fahrzeug festgenommen. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Hintergründen. Der Lokalsender WPVI berichtete in der Nacht zum Freitag (Ortszeit), die Polizei habe einen Hinweis bekommen, wonach ein Angriff auf das Kongresszentrum geplant worden sein könnte. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie einer der Männer abgeführt wurde. In Philadelphia sind die Regeln zum Mitführen von Waffen etwas strenger als im Rest des Bundesstaates Pennsylvania - dafür ist eine Erlaubnis erforderlich.

Donald Trump Jr. fordert auf Twitter seinen Vater zum „totalen Krieg“ auf

+++ 08.02 Uhr: FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff vermutet auch persönliche Gründe hinter den Twitter-Tiraden des Präsidentensohns Donald Trump Jr. nach der US-Präsidentschaftswahl. Trumps Familie habe wahrscheinlich eine politische Dynastie begründen wollen, sagte Lambsdorff im ZDF-„Morgenmagazin“. „Offensichtlich ist die Familie von Donald Trump so enttäuscht, weil die wahrscheinlich geplant haben, das zu tun, was den Kennedys, den Clintons oder den Bushs gelungen ist.“
Donald Trump Jr. hatte auf Twitter seinen Vater dazu aufgerufen, einen „totalen Krieg“ rund um die Wahl zu eröffnen. Er müsse „all den Betrug und Schummeleien offenlegen“. Bisher wurden keine nennenswerten Fälle von Wahlbetrug in den USA bekannt. Wenn es bei nur einer Amtszeit für Trump bliebe, würden die Chancen etwa für Ivanka Trump und Donald Trump Jr. sinken, in der Zukunft eine entscheidende Rolle in der republikanischen Partei zu spielen, sagte Lambsdorff. Den Frust darüber könne man mit Händen greifen.
+++ 06.45 Uhr: Die Behörden in Pennsylvania erwarten für diesen Freitag das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in diesem US-Staat. Dann werde der größte Teil der Stimmen ausgezählt sein, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar am Donnerstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Harrisburg.
Sie begründete die lange Auszählungsdauer mit der hohen Zahl von Briefwahlstimmen und dem voraussichtlich sehr knappen Ausgang. Wegen des höheren Anteils von Anhängern der Demokratischen Partei unter den Briefwählern ist es möglich, dass Biden in der weiteren Auszählung Trump noch überholt. Bei 20 zu vergebenden Wahlleuten würde dies bedeuten, dass Biden die erforderliche Mehrheit von 270 Wahlleuten erreicht und damit zum Nachfolger Trumps werden kann. Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen nach Angaben der Staatssekretärin aus städtischen Gebieten, vor allem aus dem Großraum der Millionenstadt Philadelphia und der Stadt Pittsburgh.

US-Präsident Donald Trump droht mit Klagewelle gegen drohende Wahlniederlage

+++ 05.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich mit einer Klagewelle gegen die drohende Wahlniederlage stemmen. Der Amtsinhaber stellte sich bei einem Auftritt im Weißen Haus als ein Opfer von Wahlbetrug bei der Präsidentenwahl dar. Mehrere führende Politiker seiner Republikanischen Partei kritisierten den Vorstoß des Präsidenten. Unterdessen lag Herausforderer Joe Biden mit der Auszählung in den letzten verbliebenen Bundesstaaten auf Kurs zum Sieg bei der Präsidentenwahl.
In Pennsylvania und Georgia holte Biden immer weiter den anfänglichen Vorsprung von Trump auf, während dort die per Post eingegangenen Stimmzettel ausgezählt wurden. In Georgia lag Biden zum Stand 5.00 Uhr MEZ noch knapp 1800 Stimmen hinter Trump zurück, in Pennsylvania waren es noch gut 26.000. Pennsylvania allein könnte Biden ins Weiße Haus bringen. Der Bundesstaat stellt 20 Wahlleute, während man für einen Sieg bei der Wahl 270 Wahlleute hinter sich vereinen muss. Georgia bringt 16 Wahlleute. Ob ein Erfolg dort für Bidens Sieg reicht, hing noch von der weiteren Entwicklung in Arizona ab.

Greta Thunberg revanchiert sich auf Twitter bei Donald Trump

+++ 04.20 Uhr: Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die mögliche Wahlschlappe von US-Präsident Donald Trump für eine späte Revanche auf dessen Lieblingsmedium Twitter genutzt. Als Reaktion auf einen Tweet Trumps, in dem der Präsident das Ende der Stimmenauszählung in den USA forderte, schrieb Thunberg: „So lächerlich. Donald muss an seinem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund in einen guten alten Film gehen! Entspann dich, Donald, entspann dich!“ Einen identischen Tweet hatte Trump im vergangenen Dezember über Greta Thunberg geschrieben. Anlass war, dass das „Time“-Magazin Thunberg damals zur „Person des Jahres“ ernannt hatte.

Trump-Sohn ruft Vater zu "totalem Krieg" um Wahlausgang auf

+++ 03.44 Uhr: Im Streit um den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl hat der älteste Sohn von Amtsinhaber Donald Trump seinen Vater zum "totalen Krieg" aufgerufen. "Das Beste für Amerikas Zukunft wäre es, wenn @realDonaldTrump über diese Wahl in den totalen Krieg zieht, um all den Betrug, das Schummeln (...) offenzulegen, das seit viel zu langem anhält", schrieb Donald Trump Junior am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es sei an der Zeit, "aufzuräumen und nicht mehr auszusehen wie eine Bananenrepublik", fügte der 42-Jährige hinzu. Twitter verbarg die Kurzbotschaft hinter dem Warnhinweis, dass der Inhalt "umstritten und möglicherweise irreführend" sei.

Biden in Pennsylvania nur noch 50.000 Stimmen hinter Trump

+++ 02:58 Uhr: Im Kampf um den Schlüsselstaat Pennsylvania hat US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden den Vorsprung von Amtsinhaber Donald Trump bei der Auszählung der Stimmen weiter verkleinert. Biden lag am Donnerstagabend (Ortszeit) nur noch etwa 50.000 Stimmen hinter Trump, der am Mittwochmorgen noch mit mehr als 600 000 geführt hatte. Es sind etwa 94 Prozent der Stimmzettel ausgezählt.
Der ehemalige Vizepräsident holt immer weiter auf, weil in Pennsylvania zunächst die Stimmen vom Wahltag gezählt wurden - und die fielen mehrheitlich für Trump aus. Die Auswertung der Frühwähler, die eher für Biden stimmten, begann erst später. Biden hat die Chance, Trump in dem wichtigen „Swing State“ noch zu überholen. Wenn er das schafft, hat er die Wahl gewonnen.
Bei der Wahl 2016 konnte sich Trump in Pennsylvania sehr knapp durchsetzen. Er lag nur 0,7 Prozentpunkte vor seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton.

US-Vizepräsident Pence bekräftigt Loyalität zu Trump

+++ 02:01 Uhr: US-Vizepräsident Mike Pence hat Donald Trump während der laufenden Stimmenauszählung nach der US-Wahl seines Rückhalts versichert. Er stehe an der Seite des Präsidenten, schrieb Pence am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter, kurz nachdem Trump eine Pressekonferenz im Weißen Haus beendet hatte. Zugleich schrieb er: „Wir müssen jede legale Stimme zählen.“ „Legal“ schrieb er in Großbuchstaben. Trumps Chancen auf eine Wiederwahl sind im weiterhin offenen Rennen um das Weiße Haus zuletzt stark geschrumpft. Der Republikaner sieht sich dennoch weiter als legitimer Sieger der Wahl, bei der er von dem Demokraten Joe Biden herausgefordert wurde.
+++ 01.24 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, sich massiv vor Gericht gegen eine Niederlage bei der Präsidentenwahl zu wehren. „Es wird eine Menge Klagen geben. Wir können nicht zulassen, dass eine Wahl auf diese Weise gestohlen wird“, sagte Trump am Donnerstag in Weißen Haus. Er hatte zuvor erneut behauptet, bei einer legitimen Stimmauszählung würde er „mit Leichtigkeit“ als Sieger hervorgehen. Trump hat bislang keine Beweise für seine Behauptungen vorgelegt, dass es massiven Wahlbetrug gegeben habe. Der Republikaner liegt bei der laufenden Auszählung hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.
Trumps Team hat bereits in einigen Bundesstaaten Klagen gegen die Stimmauszählung eingereicht. In Michigan und Georgia wurden die Beschwerden aber bereits abgewiesen.
+++ 01.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht sich weiterhin als legitimer Sieger der Wahl in den USA. „Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mit Leichtigkeit“, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Wahlnacht. „Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen.“ Trump kritisierte, dass vor der Wahl zu seinem Schaden wissentlich falsche Umfrageergebnisse veröffentlicht worden seien. Trump hat bislang keine Beweise für seine Behauptungen vorgelegt, dass es massiven Wahlbetrug gegeben habe. Der Republikaner liegt bei der laufenden Auszählung hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.
Donnerstag, 5. November
+++21.35 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas hat US-Präsident Donald Trump erstmals offen für seine Bemühungen um einen Stopp der Stimmenauszählung nach der US-Wahl kritisiert. „Zu einem Zeitpunkt, als das Wahlergebnis noch schöner war für Herrn Trump, dann zu fordern, dass die Auszählung beendet wird, entspricht nicht ganz der demokratischen Kultur, die wir von den Vereinigten Staaten kennen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in der ARD.
Er rief alle Beteiligten dazu auf, das Wahlergebnis anzuerkennen. „Wichtig wäre, dass das Ergebnis dann irgendwann von allen akzeptiert wird. Das entspricht den demokratischen Regeln“, sagte er. „Es ist einfach ein Gewinner zu sein, aber manchmal ist es ganz schön schwer ein Verlierer zu sein.“
In der Wahlnacht hatte sich US-Präsident Trump im Weißen Haus während der laufenden Auszählung der Stimmen zum Sieger erklärt und angekündigt, die Auszählung durch das Oberste Gericht stoppen lassen zu wollen. Inzwischen hat er in mehreren Staaten rechtliche Schritte eingeleitet.
Die Bundesregierung als Ganzes hat sich dazu noch nicht positioniert. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Mittwoch gesagt, solange es kein Endergebnis gebe, „verfolgt die Bundesregierung alles aufmerksam, aber sie kommentiert den Stand der Dinge nicht“.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich noch gar nicht zum Verhalten Trumps geäußert. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hatte den US-Präsidenten dagegen bereits am Mittwoch zur Anerkennung des noch ausstehenden Wahlergebnisses aufgefordert. „Zur Demokratie gehört es, dass man das Wahlergebnis akzeptiert. Das sollte auch für amtierende Präsidenten so sein.“
+++21.19 Uhr: Auch zwei Tage nach der Präsidentschaftswahl in den USA war nicht entschieden, wer die nächsten vier Jahre im Weißen Haus regiert. Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump meldete sich am Donnerstag mit ungeduldigen Tweets zu Wort und sprach erneut von Betrug, ohne jeden Beleg. Der demokratische Herausforderer Joe Biden mahnte zu Geduld und zeigte sich weiter optimistisch, die nötige Mehrheit von 270 Stimmen in der Wahlversammlung zu erreichen.
Dazu fehlte Biden noch die Mehrheit in einem der noch nicht entschiedenen Staaten - vorausgesetzt in Arizona bestätigen sich die Meldungen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox, wonach der Demokrat die Wahl am Dienstag dort gewonnen hat.
Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox News hat Biden bislang die Stimmen von 264 Wahlleuten sicher. Andere Medien wie der Sender CNN und die „New York Times“ sahen Biden erst bei 253 Stimmen. Grund dafür ist, dass sie den Staat Arizona noch nicht für entschieden halten. Am frühen Donnerstagabend (MEZ) stellte sich die Lage so dar:

Pennsylvania (20 Stimmen für die Wahlversammlung):

Der Vorsprung für Trump schrumpfte mit der anhaltenden Auszählung von Briefwahlstimmen. Zuletzt waren rund 550 000 Stimmzettel noch nicht ausgezählt, wie Staatssekretärin Kathy Boockvar dem TV-Sender CNN mitteilte. Auf die Frage, ob bis zum Ende des Tages (Freitagmorgen MEZ) ein Gewinner in Pennsylvania bekanntgegeben werden könnte, antwortete sie: „Ja, das könnten wir definitiv.“ Bei einem Auszählungsstand von 92 Prozent lag Trump mit 50,2 Prozent der Stimmen knapp vor Biden mit 48,5 Prozent.

North Carolina (15 Stimmen)

Auch in dem Ostküsten-Staat gibt es noch keine Entscheidung. Bei einem Auszählungsstand von schätzungsweise 95 Prozent lag Trump mit 50,0 Prozent vor Biden (48,6 Prozent). In North Carolina werden auch noch Briefwahlstimmen gezählt, die bis zum 12. November eingehen.

Georgia (16 Stimmen)

In dem Südstaat gibt es ein denkbar enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Trump führte dort mit 49,5 Prozent vor Biden mit 49,2 Prozent. Es standen nur noch rund 60 000 Stimmen zur Zählung aus. „Ich denke, wir sind uns alle einig, dass eine genaue und faire Zählung viel wichtiger ist als eine schnelle Zählung“, sagte Gabriel Sterling, ein leitender Mitarbeiter des Wahlamtes.

Nevada (6 Stimmen)

In Nevada führte Biden mit 49,5 Prozent der Stimmen knapp vor Trump (48,5 Prozent). Biden lag dort nach Auszählung von etwa 87 Prozent der Stimmzettel knapp 12 000 Stimmen vor Trump.
In Arizona hielt das Trump-Lager am Donnerstag weiter die Hoffnung hoch, das Ergebnis für Biden noch kippen zu können. Die bei der Bekanntgabe von Ergebnissen sehr zurückhaltende AP hatte in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, ebenso der TV-Sender Fox. Am Donnerstag führte Biden bei einem Auszählungsstand von 86 Prozent mit 50,5 Prozent vor Trump mit 48,1 Prozent. Am Donnerstag erklärte AP-Chefredakteurin Sally Buzbee: „Die Associated Press beobachtet und analysiert weiterhin die Auszählungsergebnisse der Stimmen aus Arizona, während sie eintreffen.“ Sie betonte: „Wir werden den Fakten in allen Fällen folgen.“
Die Wahlkampfmanager beider Seiten erklärten, ihre Kandidaten seien siegessicher und würden sich die noch offenen Bundesstaaten sichern. „Unsere Daten zeigen, dass Joe Biden der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein wird“, sagte Bidens Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon. Trumps Wahlkampfleiter Bill Stepien sagte, der Präsident stehe gut da und werde die Wahl gewinnen. „Donald Trump ist am Leben, und es geht ihm gut“, sagte er.
In mehreren Staaten schickte Trumps Wahlkampfteam Anwälte mit Klagen los, um gegen eine drohende Niederlage vorzugehen. Trump selbst forderte über Twitter einen Stopp der Stimmauszählung. Trumps Wahlkampagne kündigte an, in Wisconsin mit Blick auf „Unregelmäßigkeiten“ eine Neuauszählung der Stimmen beantragen zu wollen. In Michigan hat sie nach eigenen Angaben Klage bei einem Gericht eingereicht und einen sofortigen Stopp der weiteren Auszählung verlangt, bis den Republikanern Zugang zu den Wahllokalen gewährleistet werde. In Pennsylvania wollen die von den Republikanern beauftragten Anwälte verhindern lassen, dass Briefwahlstimmen als gültig gewertet werden, die bis Freitag eintreffen - diese Regelung hatte das Oberste Gericht der USA zugelassen.
O'Malley Dillon bezeichnete die rechtlichen Schritte Trumps als Verzweiflungstat eines Verlierers. Trump hatte bereits in der Wahlnacht den Sieg für sich beansprucht - obwohl zu dem Zeitpunkt noch Millionen Stimmen auszuzählen waren.
In New York, Portland, Detroit, Chicago, Philadelphia und Phoenix war es am Mittwochabend zu Protesten gekommen. Zum Teil forderten dabei Anhänger Bidens die korrekte Auszählung aller Stimmen, Anhänger Trumps forderten einen Stopp der Auszählung und sprachen von Betrug.
Der US-Präsident wird nicht direkt von den Bürgern gewählt, sondern von Wahlleuten. Deren Stimmen gehen mit Ausnahme der beiden Staaten Nebraska und Maine vollständig an den Sieger in dem jeweiligen Bundesstaat. Die Wahlversammlung kommt am 14. Dezember zusammen.
Bei den Teilwahlen zum Kongress, die gleichzeitig mit der Präsidentschaftswahl stattfanden, zeichnete sich unterdessen ab, dass es zu keinen größeren Verschiebungen in beiden Häusern kommt. Demnach könnten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus behaupten. Die Republikaner haben dagegen gute Chancen, ihre Mehrheit im Senat zu verteidigen. In Georgia kommt es zu mindestens einer Stichwahl um einen Senatssitz am 5. Januar 2021. In dem Bundesstaat ist auch das Rennen um einen weiteren Senatssitz so knapp, dass eine Stichwahl nicht ausgeschlossen erscheint.
Erstmals wurden zwei schwarze Abgeordnete ins Repräsentantenhaus gewählt, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen - Mondaire Jones und Ritchie Torres.
+++ 20.41 Uhr: In Pennsylvania kann nach Auskunft der zuständigen Behörde bis Donnerstagabend (Ortszeit) mit einem Ergebnis der Präsidentschaftswahl gerechnet werden. Zurzeit seien rund 550.000 Stimmzettel noch nicht ausgezählt, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar dem TV-Sender CNN. Sie sei zuversichtlich, dass die meisten dieser Stimmen am Donnerstag gezählt werden könnten. Auf die Frage, ob bis zum Ende des Tages (Freitagmorgen MEZ) ein Gewinner in Pennsylvania bekanntgegeben werden könnte, antwortete sie: „Ja, das könnten wir definitiv.“
Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen nach Angaben der Staatssekretärin aus städtischen Gebieten, allein 100.000 aus dem Großraum der Millionenstadt Philadelphia, die als Hochburg der Demokratischen Partei gilt. Bei einem Auszählungsstand von 92 Prozent lag der republikanische Präsident Donald Trump mit 50,2 Prozent der Stimmen knapp vor dem demokratischen Herausforderer Joe Biden mit 48,5 Prozent.
Zu den nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Briefwahlstimmen sagte Boockvar, sie erwarte nicht, dass diese das Ergebnis nennenswert beeinflussen könnten. Am Mittwoch seien 500 Wahlbriefe eingetroffen. In Pennsylvania sind auch Briefwahlstimmen gültig, die wegen Verspätungen im Postversand bis Freitag eintreffen.
„Wir zählen jede Stimme“, sagte die Staatssekretärin. Sie betonte, dass die Auszählung für alle transparent und offen sei. Jeder Kandidat und jede Partei habe autorisierte Vertreter benannt, um die Auszählung zu beobachten.
+++ 18.29 Uhr: Angesicht eines ungewissen Ausgangs der Präsidentenwahl sind in mehreren US-Städten Menschen auf die Straße gegangen. Dabei kam es Medienberichten zufolge teils zu heftigen Ausschreitungen. Viele Trump-Anhänger demonstrierten für einen Stopp der Stimmauszählungen. Biden-Anhänger forderten mehrheitlich, dass jede Stimme gezählt werden soll. Einige Demonstranten trugen Waffen bei sich. In Phoenix im Bundesstaat Arizona versammelten sich am Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Dutzend Trump-Anhänger vor einem Behördengebäude, in dem Stimmen ausgezählt wurden. Mehrere Menschen trugen Waffen wie Automatikgewehre bei sich, wie eine CNN-Reporterin berichtete und auf Bildern zu sehen war. Der Reporterin zufolge forderten einige den Stopp der Auszählung. Andere wollten dagegen, dass alle Stimmen gezählt werden - in der Hoffnung, dass Trump den Demokraten Joe Biden noch einholen würde.
In Portland im Bundesstaat Oregon kam es am Mittwochabend (Ortszeit) zu Ausschreitungen am Rande einer Demonstration. Zahlreiche Menschen forderten dort, jede Stimme zählen zu lassen. Dabei wurden Schaufensterscheiben zerstört und eine große US-Flagge angezündet, wie auf Bildern zu sehen war. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden. In dem Bundesstaat an der Westküste gewann der Demokrat Joe Biden erwartungsgemäß mit einer deutlichen Mehrheit sieben Wahlleute.
In Detroit im Bundesstaat Michigan versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten vor einem Auszählungsbüro und skandierte „Stoppt die Auszählung“. Unterdessen kamen bei einer Kundgebung auf der Straße Dutzende Demonstranten zusammen, die forderten, jede Stimme auszuzählen. Auf zahlreichen Transparenten war der Slogan „Count every vote“ zu lesen. Auch in Chicago und Philadelphia wurden Proteste gemeldet, in Minneapolis blockierten nach Angaben der „New York Times“ mehrere Hundert Demonstranten eine Bundesstraße.
+++ 18.09 Uhr: Der Justizminister des bei der US-Präsidentenwahl heftig umkämpften Bundesstaates Pennsylvania hat Forderungen von Präsident Donald Trump zum Stopp der Auszählung zurückgewiesen. „Das Erste, was ich sage, ist, dass der Wahlkampf vorbei ist“, sagte der Demokrat Josh Shapiro am Donnerstag im Interview mit dem TV-Sender CNN. Die Auszählung der Briefwahlstimmen werde trotz wiederholter Beschwerden des Wahlkampfteams von Trump weitergehen. „Wir werden sicherstellen, dass alle diese Stimmen geschützt und gezählt werden.“
Gleichzeitig zeigte Shapiro sich zuversichtlich, dass die Regelung Pennsylvanias, auch noch Tage nach dem Wahltag Stimmen auszählen zu dürfen, vor Gericht weiterhin Bestand haben werde. In Pennsylvania liegt Trump knapp vorne, doch sein Herausforderer Joe Biden holt bei der momentanen Auszählung der Briefwahlstimmen immer weiter auf. Sollte Biden in dem Bundesstaat siegen, hätte er auch die Wahl gewonnen.
+++ 17.56 Uhr: Entgegen der Aussagen von Verantwortlichen für die US-Wahl sieht US-Präsident Donald Trump „reichlich Beweise“ für Wahlbetrug. Auf Twitter schrieb Trump am Donnerstag, dass sein Team wegen Wahlfälschung und Wahlbetrug auf staatlicher Ebene rechtliche Schritte in denjenigen Staaten einleiten werde, die sein Herausforderer Joe Biden „für sich beansprucht“ habe. „WIR WERDEN GEWINNEN!“, schrieb Trump. Twitter versah Trumps Tweet mit einem Warnhinweis.
+++ 17:48 Uhr: Zwei Tage nach der US-Wahl sind sowohl Präsident Donald Trump als auch sein Herausforderer Joe Biden nach Angaben ihrer Wahlkampfmanager siegessicher. „Unsere Daten zeigen, dass Joe Biden der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein wird“, sagte die Wahlkampfmanagerin des Demokraten, Jen O'Malley Dillon, am Donnerstag. Bill Stepien, der Wahlkampfmanager des republikanischen Amtsinhabers, sagte, Trump stehe gut da und werde die Wahl gewinnen. „Donald Trump ist am Leben, und es geht ihm gut“, sagte er.
+++ 17.31 Uhr: Bei der Stimmauszählung der US-Präsidentenwahl im extrem engen Rennen im Bundesstaat Georgia haben die Behörden Ruhe angemahnt. Noch stünden etwa 60 000 Stimmen aus, die das Präsidentschaftsrennen für Präsident Donald Trump oder Herausforderer Joe Biden beeinflussen könnten. „Ich denke, wir sind uns alle einig, dass eine genaue und faire Zählung viel wichtiger ist als eine schnelle Zählung“, sagte Gabriel Sterling, ein Mitarbeiter des Staatssekretärs in Georgia, am Donnerstag. Sterling wollte sich nicht darauf festlegen, wann Endergebnisse vorliegen.
+++ 16:08 Uhr: Gespannt schauen Amerika und die Welt auf Pennsylvania, North Carolina, Georgia und Nevada. Dort zeichneten sich denkbar knappe Ergebnisse der Präsidentschaftswahl ab. Biden mahnt, dass jede Stimme gezählt werden müsse. Trump fordert ein Ende der Auszählung. Ein Sieg in nur noch einem Staat würde Biden reichen für die erforderliche Mehrheit von 270 Stimmen in der Wahlversammlung (Electoral College). Trump benötigt eine Mehrheit in allen vier Staaten - falls sich in Arizona das bisherige Ergebnis für Biden bestätigen sollte. In mehreren Staaten schickte Trumps Wahlkampfteam Anwälte mit Klagen los, um mit juristischen Mitteln die drohende Niederlage zu verhindern. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox News hat Biden bislang die Stimmen von 264 Wahlleuten sicher. Andere Medien wie der Sender CNN und die „New York Times“ sahen Biden erst bei 253 Stimmen. Grund dafür ist, dass sie den Staat Arizona noch nicht für entschieden halten.
+++ 15:58 Uhr: Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa haben bei der US-Wahl bisher keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Man habe „keinerlei Hinweise auf systemische Probleme finden können“ und eine „außerordentlich professionelle Handhabung der Flut von Briefwahlstimmen erlebt“, sagte der Leiter der OSZE-Mission, Michael Georg Link, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag). „Trumps Manipulationsvorwürfe sind haltlos.“

Youtube Biden oder Trump - Wahlergebnisse live

+++ 15:49 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat zwei Tage nach der Wahl erneut ein sofortiges Ende der Auszählung gefordert. „Stoppt die Auszählung!“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter in Großbuchstaben. In mehreren Bundesstaaten, in denen sich knappe Ergebnisse abzeichnen, wurden noch Stimmen gezählt. Darunter waren Pennsylvania, Georgia, North Carolina, Arizona und Nevada. Verbleibende und rechtmäßig abgegebene Stimmen nicht mehr auszuzählen, würde gegen geltendes Recht verstoßen.
+++ 13:48 Uhr: Biden holt bei der Auszählung in mehreren Schlüsselstaaten weiter auf. In Pennsylvania hat er seinen Rückstand auf Trump von zehn Prozentpunkten auf weniger als drei verkleinert. Grund sind die später ausgezählten Stimmen der Frühwähler, die wohl eher für Biden stimmten. In Georgia liegt Trump nur noch mit 0,4 Prozentpunkten in Führung. In Nevada ist es weiter knapp, Biden liegt wenige Tausend Stimmen vor Trump.

Arizona, Georgia, Nevada und Pennsylvania werden noch ausgezählt

+++ 8.16 Uhr: 253 zu 214 - Das ist der aktuelle Stand. Auf der Biden-Seite stehen 253 Wahlmännerstimmen, auf der Trump-Seite 214. Biden fehlen demnach nur noch 17 Stimmen. Eine Niederlage in Alaska gilt als Gewiss für den Trump-Herausforderer (3 Wahlmänner). Eine andere beliebige Kombination zwei der verbliebenen Staaten würde zum Sieg reichen. Trump hingegen benötigt noch 57 Wahlmänner. Wahrscheinlich ist - neben den als sicher geltenden Trump-Sieg in Alaska - ein Sieg für den Trump in North Carolina (15 Wahlmänner). Zusätzlich braucht der Präsident eine Kombination aus drei der verbliebenen Staaten. Arizona, Georgia, Nevada und Pennsylvania werden derzeit noch ausgezählt.

Biden erhöht mit Erfolgen in Michigan und Wisconsin seine Siegchancen

+++ 6.30 Uhr: In den USA wird immer noch ausgezählt. Auch an Tag zwei nach Schließung der Wahllokale ist offen, wer die Supermacht künftig als Präsident anführt. Die Entscheidung fällt in einer Handvoll umkämpfter Bundesstaaten, in denen die Kandidaten teils nur wenige Tausend Stimmen auseinander liegen. Experten sehen inzwischen leichte Vorteile für den Demokraten Joe Biden: Ihm fehlt nur noch ein Staat zum Wahlsieg. Doch Amtsinhaber Donald Trump will auch dann nicht kampflos aufgeben. Letztlich könnte sich alles vor Gericht entscheiden. Den USA droht eine unruhige Hängepartie.

Demokraten verteidigen doch noch Senatssitz in Michigan

+++4.30 Uhr: Die Demokraten haben einen Sitz im US-Senat verteidigt, bei dem sie zuletzt deutlich im Nachteil gesehen wurden. Ihr Senator Gary Peters setzte sich am Ende doch noch gegen den republikanischen Herausforderer John James durch, wie die Nachrichtenagentur AP in der Nacht zum Donnerstag auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen meldete.
Damit ist klar, dass es den Demokraten mindestens gelingen wird, die Mehrheit der Republikaner im Senat von 53 auf 52 der 100 Stimmen zu verringern. Vor den Senatswahlen am Dienstag hatten ihnen Umfragen gute Chancen gegeben, die Mehrheit in der Kongress-Kammer zu erobern. Aber in mehreren Rennen, in denen demokratische Herausforderer als Favoriten galten, konnten die Republikaner ihre Sitze verteidigen.

Nevada: Nächstes Update zu Wahlergebnis erst am Donnerstag

+++ 3.30 Uhr: Der Bundesstaat Nevada, der die US-Präsidentenwahl entscheiden könnte, will erst am Donnerstagabend deutscher Zeit wieder frische Informationen zum Stand der Auszählung veröffentlichen. Die Behörden verwiesen am Mittwoch (Ortszeit) darauf, dass noch rechtzeitig per Post verschickte Stimmzettel gültig seien, die bis zum späten Nachmittag am 10. November eintreffen. Updates zum Stand des Rennens solle es ab Donnerstag täglich um 9.00 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) geben.
Gemäß dem aktuellen Stand der Auszählung führt der demokratische Herausforderer Joe Biden knapp vor Amtsinhaber Donald Trump mit 49,33 zu 48,69 Prozent.
+++ 21.30 Uhr: Nach der US-Präsidentschaftswahl ist Amtsinhaber Donald Trump auch im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania vor Gericht gezogen, um die Stimmauszählung zu stoppen. Trumps Wahlkampfteam erklärte am Mittwoch, per Klage eine Aussetzung der Auszählung erreichen zu wollen. Das Wahlkampfteam sprach von mangelnder "Transparenz" in den Wahllokalen.

Biden nach Sieg in Wisconsin weiter Favorit auf das Weiße Haus

+++ 21.20 Uhr: Nach dem von einigen US-Medien vermeldeten Sieg von Joe Biden im Bundesstaat Wisconsin ist der Demokrat weiter auf einem guten Weg, die Präsidentschaft zu gewinnen. Es könnte allerdings noch Stunden oder gar Tage dauern, bis ihm der Sieg sicher nicht mehr genommen werden kann. In den Bundesstaaten ohne Ergebnis zur Präsidentschaftswahl ging am Mittwoch die Auszählung voran. Auch wenn Biden in den noch fehlenden Staaten vor Amtsinhaber Donald Trump führte, standen hunderttausende Stimmen noch aus.
In Michigan, wo Biden nach Auszählung von rund 94 Prozent der Stimmen vorne lag, erwarteten die Offiziellen noch bis zum Ende des Tages ein Ergebnis. Leichte Unsicherheiten gab es noch zur Lage in Arizona, wo Biden ebenfalls führte. Dort hatte es am Morgen Meldungen gegeben, dass möglicherweise mehr Stimmen ausstanden, als zunächst gedacht. Zunächst gab es aber keine Anzeichen, dass sich das gesamte Rennen noch drehen würde. US-Sender und die Nachrichtenagentur AP hatten den Staat bereits Biden zugeschlagen.

85 Prozent der Stimmen in Nevada ausgewertet

Die für die Wahl zuständige Innenministerin von Nevada erklärte dagegen, dass es bis 9 Uhr am Donnerstag (Ortszeit, 18 Uhr deutscher Zeit) keine weiteren Zahlen mehr gebe. In Nevada gelten auch Stimmen, die bis zum 10. November eingehen, aber maximal den Poststempel vom Wahltag am Dienstag tragen. Laut Auswertung von mehr als 85 Prozent der erwarteten Stimmen lag hier Biden entlang der Erwartungen vorne.
Sollte Biden Arizona, Nevada und Michigan für sich entscheiden, hätte er den Kampf ums Weiße Haus mit 270 Wahlleuten gewonnen. Mit Pennsylvania (20) und Georgia (16) könnte er seinen Vorsprung ausbauen und käme auf 306 Wahlleute. Trumps Team hoffte auf einen größeren Fehler in Arizona und Siege in Pennsylvania und Georgia. Dann käme der Präsident doch noch auf eine Mehrheit.
In Pennsylvania, wo am Morgen noch die Auszählung von weit mehr als einer Million abgegebener Stimmen erwartet wurde, erklärte die Wahlleiterin, dass rund die Hälfte davon aufgearbeitet sei. Hier hatten Verantwortliche zuvor eingeräumt, dass es schlimmstenfalls Tage bis zu einem Ergebnis dauert. Der Sender CNN berichtete, dass sie aber laut aktuellem Stand nun mit einer Aussage bis Donnerstagfrüh rechneten. Die Kandidaten lagen hier eng beieinander. Für Biden zeichnete sich aber ab, dass er auch ohne den Staat auf die nötigen 270 Wahlleute kommen könnte.

Auszählungen ziehen sich hin

In Georgia lag Trump knapp vorne. Dort standen laut Innenminister des Staates noch rund 200.000 Stimmen aus. Diese könnten das Rennen aber noch kippen lassen, weil rund 120.000 davon in und nahe Atlanta lagen, einer Hochburg der Demokraten. Trump führte mit einem Vorsprung von etwa 80 000 Stimmen.
Im Biden zugesprochenen Wisconsin hatte dieser laut der vorläufigen vollständigen Zählung rund 20.000 Stimmen oder etwa 0,7 Prozentpunkte vorne gelegen. Die Republikaner kündigten an, eine Nachzählung zu beantragen - in früheren Jahren hatten sich dabei meist nur einige hundert Stimmen verschoben.
Die Auszählung zieht sich wegen des hohen Briefwahlanteils hin. Die Beglaubigung dieser Stimmen ist in den USA oft ein langwieriger Prozess, teils müssen Unterschriften einzeln mit denen des Wählerverzeichnisses verglichen werden. In den drei Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania hatte die republikanische Partei Bestrebungen gestoppt, Wahlumschläge schon vor dem Wahl-Dienstag zu öffnen.

Kandidat Kanye West denkt schon an die US-Präsidentschaftswahl 2024

+++ 21.10 Uhr: Während Amtsinhaber Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden noch um den Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl ringen, denkt ihr Gegenkandidat Kanye West schon an den nächsten Urnengang in vier Jahren. "Kanye 2024", schrieb der US-Rapper vielsagend im Onlinedienst Twitter, nachdem er bei der Präsidentschaftswahl am Dienstag chancenlos war.
Der milliardenschwere Musiker und Modeunternehmer hatte am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten, seine diesjährige Präsidentschaftskandidatur verkündet. Als Kandidat einer kurios anmutenden Partei namens Birthday Party erfüllte der für sein großspuriges Auftreten bekannte Rapper allerdings nur in zwölf der 50 US-Bundesstaaten die Voraussetzungen, sich tatsächlich zur Wahl zu stellen.
Schon rein rechnerisch war der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian damit chancenlos. Letztlich bekam er knapp 60.000 Stimmen und spielte bei dem Urnengang praktisch keine Rolle. Sein bestes Ergebnis fuhr West laut "New York Times" mit rund 10.000 Stimmen im Südstaat Tennessee ein.
West selbst gab seine Stimme im Bundesstaat Wyoming ab - wo er selbst nicht kandidieren durfte. Nichtsdestotrotz beteuerte der Rapper, der unter einer bipolaren Störung leidet, auf Twitter, er habe am Dienstag bei der Präsidentschaftswahl für jemanden gestimmt, "dem ich wahrhaft vertraue - mich". Nach eigenen Angaben war es das erste Mal, dass West überhaupt seine Stimme bei einer US-Präsidentschaftswahl abgab.
Trumps Anhänger hatten darauf gesetzt, dass West insbesondere einige afroamerikanische Wähler von der Stimmabgabe für Biden abhalten könnte. In der Vergangenheit war der Rapper als Trump-Unterstützer aufgetreten - bis er seine eigenen Ambitionen auf das Präsidentenamt verkündete.
+++ 20.24 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den umkämpften Bundesstaat Wisconsin gewonnen und sich damit zehn Wahlleute gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
Bei der Wahl 2016 konnte sich der Republikaner Donald Trump im nordöstlichen Wisconsin mit 0,7 Prozentpunkten Vorsprung sehr knapp vor seiner damaligen demokratischen Rivalin Hillary Clinton durchsetzen. Auch in diesem Jahr deuteten die Auszählungsergebnisse auf ein extrem knappes Ergebnis hin. Trumps Wahlkampagne kündigte daher an, in dem Bundesstaat mit Blick auf „Unregelmäßigkeiten“ eine Neuauszählung der Stimmen beantragen zu wollen. Biden hatte Umfragen zufolge vor der Wahl in Wisconsin als Favorit gegolten.
Um Präsident zu werden, muss sich ein Kandidat mindestens die Stimmen von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten sichern. Inzwischen stehen bei der Wahl nur noch die Ergebnisse weniger Bundesstaaten aus: Alles deutet auf einen extrem knappen Wahlausgang hin.

Biden sammelt Geld für Rechtsstreit um Präsidentschaftswahl

+++ 20.15 Uhr: Das Wahlkampfteam des demokratischen Kandidaten Joe Biden sammelt im Internet Geld für den erwarteten Rechtsstreit um den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Der auf einer Internet-Plattform eingerichtete „Biden Fight Fund“ solle das Wahlergebnis schützen, twitterte Biden am Mittwoch.
Nicht US-Präsident Donald Trump dürfe über den Ausgang der Wahl entscheiden, sondern das amerikanische Volk müsse dies tun.
Trump hat am Mittwoch angekündigt, er wolle sich an den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, wenden, um seine Ansprüche auf den Wahlsieg durchzusetzen.
Auch Bidens Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin, Kamala Harris, warb um Spenden für den Rechtshilfefonds. Das Wahlkampfteam sei vorbereitet, sich gegen die von Trump angekündigte Einschaltung von Gerichten zur Wehr zu setzen, erklärte Harris auf Twitter. Unterdessen dauerte in mehreren US-Staaten die Auszählung der Stimmen weiter an, ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl stand noch nicht fest.
+++ 20.10 Uhr: Nach der US-Präsidentschaftswahl ist Amtsinhaber Donald Trump gegen eine weitere Stimmauszählung im Bundesstaat Michigan vor Gericht gezogen. Trumps Wahlkampfteam erklärte am Mittwoch, bei einem Gericht einen vorläufigen Stopp der Auszählung beantragt zu haben. Michigan im Mittleren Westen ist einer der wenigen Bundesstaaten, in denen nach der Wahl noch kein Sieger feststeht.

Trump sichert sich weitere Wahlperson in Maine

+++19.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich bei der US-Wahl im Bundesstaat Maine eine weitere Stimme der Wahlleute gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen.
In dem Bundesstaat am nordöstlichsten Zipfel der USA gehen wie in Nebraska nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner. Neben zwei Wahlleuten, die auf dem Gesamtergebnis des Staates basieren, werden dort zwei weitere Wahlpersonen auf Basis der Ergebnisse in einzelnen Wahlbezirken bestimmt.
Der 2. Distrikt ging nun an Trump - zuvor hatte sich Herausforderer Joe Biden AP zufolge die übrigen drei Wahlleute gesichert. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

Republikaner erwägen Neuauszählung in Wisconsin

+++ 19:16 Uhr: Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump will möglicherweise eine Neuauszählung der Stimmen im hart umkämpften US-Staat Wisconsin beantragen. Wahlkampfmanager Bill Stepien kritisierte in einer schriftlichen Erklärung am Mittwoch, in mehreren Bezirken in Wisconsin sei es zu „Unregelmäßigkeiten“ gekommen, „die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse wecken“.
Trotz einer weitgehenden Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl verzögerte sich am Mittwoch die Bekanntgabe des Ergebnisses in Wisconsin. Es gebe nur zwei kleine Ortschaften mit zusammen 600 Einwohnern, deren Stimmen noch nicht erfasst seien, teilte die Wahlkommission von Wisconsin mit. Eine Mitarbeiterin der Kommission sagte dem Fernsehsender CNN, die Stimmen würden auf Bezirksebene und im ganzen Staat doppelt geprüft, um Fehler auszuschließen.
Auch Fernsehsender und die Nachrichtenagentur AP verzichteten zunächst darauf, einen Wahlsieger für Wisconsin bekanntzugeben. Die bisherige Auszählung zeigt ein so knappes Ergebnis, dass wenige Stimmen noch für eine Veränderung sorgen könnten. Nach Auszählung von etwa 97 Prozent der Stimmen führte der demokratische Kandidat Joe Biden demnach mit 49,4 Prozent vor dem republikanischen Amtsinhaber Trump mit 48,8 Prozent.
Der Bundesstaat im Nordosten der USA hat zehn Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte Trump in Wisconsin eine knappe Mehrheit von 0,7 Prozentpunkte erringen.
+++ 17:45 Uhr: Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hält die Präsidentenwahl in den USA noch nicht für entschieden. Das Land werde bald sehen, wie die Entscheidung der Wähler ausgefallen sei, sagte der Vertraute von Amtsinhaber Donald Trump am Mittwoch vor Journalisten. „Wir wissen noch nicht, wer das Rennen um die Präsidentschaft gewonnen hat“, sagte er.
Der Republikaner Trump hatte sich in der Nacht zum Mittwoch zum Sieger erklärt, obwohl die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten noch andauert. Alles deutete am Mittwoch auf ein sehr knappes Rennen zwischen Trump und seinem Herausforderer, dem Demokraten Joe Biden, hin.
McConnell sagte zudem, dass er Trumps Ankündigung, den Kampf um die Wahl vor Gericht fortzusetzen, für unproblematisch halte. Bei einem knappem Wahlergebnis „ist das schon früher passiert und könnte auch dieses Mal passieren“, sagte McConnell. „Vor Gericht zu gehen, ist der Weg, wie wir Unsicherheiten auflösen“, sagte er.
+++ 16:35 Uhr: Donald Trump hat sich über die Veränderung von Mehrheitsverhältnissen bei der Auszählung der US-Präsidentschaftswahl empört. Am Dienstagabend habe er in vielen Schlüsselstaaten teilweise solide geführt, schrieb der US-Präsident am Mittwoch im Internet-Dienst Twitter. Dieser Vorsprung sei dann in einem Bundesstaat nach dem anderen „auf magische Weise verschwunden“. Dies sei „sehr merkwürdig“, fügte der Amtsinhaber in Großbuchstaben hinzu. Damit deutet Trump erneut einen Betrug an.
Zuvor hatte sich Trump vorzeitig zum Wahlsieger erklärt. Der demokratische Kandidat Joe Biden erklärte am Mittwoch auf Twitter: „Wir ruhen nicht, ehe nicht jede Stimme gezählt ist.“
+++ 16:15 Uhr: Amtsinhaber Donald Trump hat sich bei der US-Präsidentenwahl zum Sieger erklärt, aber auch Herausforderer Joe Biden zeigt sich zuversichtlich. In vielen Bundesstaaten wurden am Mittwoch noch Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis dürfte knapp werden. Trump kündigte an, das Oberste Gericht anrufen zu wollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gerichte bei der Wahl ein Wort mitzureden haben, stieg damit weiter.

Biden liegt bei absoluter Stimmzahl vorne

+++ 15:48 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach vorläufigen Ergebnissen landesweit gut 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Amtsinhaber Donald Trump - diese absolute Zahl der Stimmen ist aber nicht entscheidend für das von den Mehrheiten der Einzelstaaten bestimmte Rennen um das Weiße Haus. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP und anderer Medien entfielen bis Mittwochnachmittag (MEZ) mindestens 68,9 Millionen Stimmen auf Biden und 66,3 Millionen auf Trump. Die Auszählung der Stimmen dauerte weiter an.
+++ 15:25 Uhr: Führungswechsel in Michigan - Joe Biden hat sich an Donald Trump vorbeigeschoben und führt nun hauchdünn.

USA aus Pariser Klimaabkommen ausgestiegen

+++ 14:30 Uhr: Am Tag nach der Präsidentenwahl sind die USA offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen der Vereinten Nationen ausgeschieden. Klimaschützer und auch die Bundesregierung bedauerten den Schritt, den Präsident Donald Trump ein Jahr zuvor in die Wege geleitet hatte. Für die internationale Klimapolitik sei das „höchst bedauerlich“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. „Um so wichtiger“ bleibe es nun, dass die EU und Deutschland „mit gutem Beispiel vorangehen“.
+++ 13:30 Uhr: Die Wähler in mehreren US-Bundesstaaten haben sich für die Legalisierung von Marihuana ausgesprochen. In Arizona, Montana, New Jersey, South Dakota und Mississippi gab es dazu zusammen mit der US-Präsidentenwahl am Dienstag Volksabstimmungen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP nach Auszählung des überwiegenden Teils der Stimmen fielen diese für die Legalisierung aus.
In Kalifornien stimmten die Bürger bei einer Volksabstimmung unter anderem dafür, dass Straftäter, die aus dem Gefängnis kommen, wieder an Wahlen teilnehmen dürfen. In Colorado stimmten die Menschen der Senkung der lokalen Einkommensteuer zu und lehnten den Vorschlag ab, Abtreibungen nach 22 Wochen zu verbieten. In Louisiana beschlossen die Wähler dagegen, dass in der Verfassung des Bundesstaates kein grundsätzliches Recht auf Abtreibungen festgeschrieben werden dürfe.
+++ 13:20 Uhr: 270 Wahlleute sind nötig, um zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt zu werden. Die 50 Bundesstaaten der USA entsenden diese Wahlleute in unterschiedlicher Anzahl. Mittlerweile fehlen nur noch die Ergebnisse in wenigen Staaten, doch diese sind entscheidend. Offen sind noch: Nevada, Alaska, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania, North Carolina und Georgia. Von den insgesamt 538 Wahlleuten stellen die verbliebenen offenen Staaten 87.

Dämpfer für die Demokraten bei den Wahlen zum Senat

+++ 12:48 Uhr: Die Demokraten haben bei den Kongresswahlen in den USA nach Prognosen von TV-Sendern ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt. Ihre Hoffnungen, auch die Kontrolle im Senat zu erringen, bekamen aber einen schweren Dämpfer. Mehrere republikanische Senatoren, die als Wackelkandidaten galten, konnten ihre Sitze verteidigen.

Massive Versuche der Wählertäuschung in den sozialen Medien

+++ 12:36 Uhr: Das Kopf-an-Kopf-Rennen um das Weiße Haus hat bei den Online-Netzwerken die höchste Alarmstufe ausgelöst: Twitter und Facebook markierten noch in der Wahlnacht nicht nur eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump als "irreführend", Experten fanden weitere massive Versuche der Wählertäuschung. Auf die Erklärung von Trump, in der er seinen vorzeitigen Sieg ausrief, reagierte Facebook sofort: "Sobald Präsident Trump anfing, den Sieg vorzeitig zu erklären, haben wir auf Facebook und Instagram Mitteilungen gepostet, dass die Stimmenauszählung im Gange sei und es noch keinen Sieger gebe", erklärte das in Kalifornien ansässige Unternehmen, zu der auch die Plattform Instagram gehört.
+++ 12:30 Uhr: Der US-Bundesstaat Mississippi bekommt eine neue Flagge ohne die bisherige Symbolik der einstigen Sklavenhalterstaaten. Parallel zur US-Präsidentenwahl stimmten die Wähler für einen neuen Entwurf mit einer Magnolie, wie US-Medien am Mittwoch übereinstimmend berichteten. Die neue Flagge trägt zudem die Inschrift "In God We Trust" (Auf Gott vertrauen wir).
Das Parlament von Mississippi hatte Ende Juni die Abschaffung der bisherigen Fahne mit der Symbolik der einstigen Sklavenhalterstaaten beschlossen. Es reagierte damit auf die durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz verschärfte Debatte um den Umgang mit dem historischen Erbe von Rassismus und Sklaverei.
+++ 11:55 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken kritisiert, dass sich US-Präsident Donald Trump vorzeitig zum Wahlsieger erklärt hat und wegen angeblich verzögerter Auszählung vor Gericht ziehen will. „Ein Kandidat, auch wenn er der amtierende Präsident ist, der dazu aufruft, Briefwahlstimmen nicht weiter auszuzählen, handelt antidemokratisch“, sagte Esken der „Rheinischen Post“.

Vorsprung für Biden in Nevada wird kleiner

+++ 11:45 Uhr: Der Vorsprung von Joe Biden in Nevada scheint zu schrumpfen.
+++ 11:31 Uhr: Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA gab es eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als in den Vorjahren. Infografik: Hohe Wahlbeteiligung bei US-Wahl 2020 | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
+++ 11:22 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sieht wegen der Unsicherheit über den Wahlausgang "eine sehr explosive Situation" in den USA. Sie widersprach Trumps Darstellung, er habe bereits die Wahl gewonnen: "Diese Wahl ist noch nicht entschieden", sagte die CDU-Politikerin im ZDF, denn "die Stimmen werden noch ausgezählt". Sie warnte angesichts des Auftretens von Trump vor "einer Verfassungskrise in den USA" - dies sei "etwas, das uns insgesamt sehr beunruhigen muss".
+++ 11:21 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck zeigte sich bestürzt über die Entwicklung. "Wenn Trump das gewinnt, dann ist eine Wasserscheide überschritten, dann ändert sich die globale Ordnung fundamental", sagte Habeck den Sendern RTL und n-tv. "Der Trumpismus ist robuster, als wir gedacht haben, und der geht auch nicht weg." Es scheine so, als habe die Corona-Pandemie "die Fliehkräfte, die vorher da waren, noch verstärkt" und die politische Polarisierung weiter vorangetrieben.
+++ 11:20 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat sich nach der Siegeserklärung Donald Trumps bei der US-Wahl entsetzt gezeigt. „Es ist eine ganz kritische, ich möchte sagen eine bestürzende Situation“, sagte Lindner am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „All das, was man in den letzten Tagen gerüchteweise gehört hat, hat sich nun tragischerweise bestätigt.“
+++ 11:15 Uhr: Linken-Chef Bernd Riexinger hat die erste Reaktion von US-Präsident Donald Trump auf die Zwischenergebnisse der Wahl als Angriff auf die Demokratie gewertet. „Trump hat seine gesamte Amtszeit über seine Verachtung für die Demokratie zum Ausdruck gebracht. Seine Behauptung, dass die Demokraten die Wahl stehlen wollen, und sein vorzeitig erklärter Sieg sind ein erneuter Angriff auf das demokratische System“, sagte Riexinger am Mittwoch.

AfD nimmt Trump für Äußerungen in Schutz

+++ 11:04 Uhr: Die AfD hält die vorzeitige Siegeserklärung von Präsident Donald Trump bei der US-Wahl für weitgehend unproblematisch. „Das ist vielleicht eher der Aufregung des Wahlgeschehens geschuldet“, sagte Parteischef Jörg Meuthen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Man müsse sich deshalb keine Sorgen um das Funktionieren der Demokratie in den USA machen. Er selbst sei mit solchen Verkündigungen allerdings vorsichtiger, „und ich bin damit bislang auch immer gut gefahren“.

Biden holt in Wisconsin auf

+++ 11:00 Uhr: Die Spannung steigt in Wisconsin. Mittlerweile soll Biden einen knappen Vorsprung vor Trump haben. 95 Prozent der Stimmen seien dort inzwischen ausgezählt.
+++ 10:59 Uhr: Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat US-Präsident Donald Trump zum möglichen Sieg bei der Präsidentschaftswahl gratuliert. „Es ist ziemlich klar, dass das amerikanische Volk Donald Trump und (Vize-Präsident) Mike Pence für weitere vier Jahre gewählt hat“, schrieb der rechtsnationale Politiker am Mittwoch auf Twitter. Verzögerungen und „Faktenleugnungen“ seitens der Mainstream-Medien würden den Triumph des US-Präsidenten nur verstärken, fügte er hinzu.
+++ 10:54 Uhr: Das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump gegen eine weitere Stimmenauszählung ist nach Ansicht des Grünen-Politikers Reinhard Bütikofer „ein beispielloser Angriff auf die amerikanische Demokratie“. Etwas Vergleichbares habe es seit der Gründung der Vereinigten Staaten vor mehr als 230 Jahren nicht gegeben, kommentierte der transatlantische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament am Mittwoch.
+++ 10:40 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Schloz (SPD) fordert die komplette Auszählung aller Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl. "Wir sollten alle gemeinsam allerdings darauf bestehen, dass demokratische Wahlen auch komplett stattfinden", sagte Scholz bei einer Erklärung vor der Video-Konferenz der EU-Finanzminister am Mittwoch. "Und das heißt, sie sind dann beendet, wenn alle Stimmen ausgezählt werden."
+++ 10:29 Uhr: Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zu stoppen, verurteilt. Wer pünktlich eingegangene Briefwahlstimmen unterdrücken wolle, um seine Führung in einigen Staaten bei vollständiger Auszählung nicht zu verlieren, sei ein Scharlatan, schrieb Stegner am Mittwoch auf Twitter. Auch der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert bezeichnete auf Twitter Trumps Ankündigung als einen „Angriff auf die demokratische Wahl“.
+++ 10:25 Uhr: Trumps Äußerungen über einen möglichen Stopp der Stimmauszählung bleiben nicht unkommentiert. Bidens Team reagiert laut amerikanischen Medien sehr deutlich: "Die Erklärung des Präsidenten heute Abend über den Versuch, die Auszählung der ordnungsgemäß abgegebenen Stimmzettel zu unterbinden, war empörend, beispiellos und falsch."

Trump will Briefwahl-Auszählung stoppen lassen

+++ 10:01 Uhr: Donald Trump hat angekündigt, die Auszählung von Briefwahlunterlagen stoppen zu lassen. Der Gouverneur von Pennsylvania Tom Wolf erklärte auf Twitter, Trumps Äußerungen seien ein Angriff auf die Demokratie.

Biden gewinnt US-Wahl in Arizona

+++ 09:51 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der US-Wahl den umkämpften Staat Arizona gewonnen, der lange als sichere Bastion der Republikaner galt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen. Trump konnte sich den Staat damit anders als vor vier Jahren nicht sichern. In dem südwestlichen Staat waren elf Wahlleute zu holen. Um Präsident zu werden, benötigt ein Kandidat mindestens 270 Wahlleute. Arizona galt lange als sichere Bastion der Republikaner. Seit dem Wahljahr 1952 haben dort fast immer republikanische Präsidentschaftskandidaten gewonnen. Die Ausnahme machte das Wahljahr 1996, als der Demokrat Bill Clinton dort vorne lag.
+++ 09:15 Uhr: Politiker in Deutschland haben US-Präsident Donald Trump undemokratisches Verhalten vorgeworfen. Dass Trump noch vor Auszählung aller Stimmen den Sieg bei der Präsidentschaftswahl für sich beansprucht, führe zu einer "kritischen, einer bestürzenden Situation", sagte FDP-Chef Christian Lindner am Mittwoch im ZDF. "Damit bahnt sich eine dramatische Konfliktsituation in der amerikanischen Demokratie an mit unabsehbaren Folgen nicht nur für das amerikanische Volk, sondern darüber hinaus - auch für die Welt und mithin auch uns in Europa", warnte Lindner.
Auch der Linken-Außenexperte Gregor Gysi kritisierte Trumps Vorgehen scharf. "Das ist wirklich undemokratisch", sagte Gysi im ZDF. "Er will die Leute aufputschen." Gysi kritisierte Trumps Ankündigung, die Auszählung von Stimmen gerichtlich stoppen lassen zu wollen. Damit habe der Präsident "weder sich noch seinem Land noch der Menschheit einen Gefallen getan".

Trump erklärt sich schon jetzt zum Sieger der US-Wahl

+++ 08:48 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich während der laufenden Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zum Sieger erklärt. „Wir waren dabei, diese Wahl zu gewinnen. Offen gesagt haben wir diese Wahl gewonnen“, sagte Trump am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Weißen Haus. US-Medien prognostizierten allerdings noch keinen Gewinner. Rechtlich hat Trumps Siegeserklärung keine Bewandtnis.
+++ 08:08 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei der Wahl im Bundesstaat Nebraska vier von fünf Stimmen für die Wahlversammlung geholt, eine Stimme konnte Herausforderer Joe Biden erringen. Nebraska gehört mit Maine zu den US-Staaten, in denen nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner gehen. Trump erzielte nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP die Mehrheit in ganz Nebraska und in zwei von drei Bezirken. In dem Bezirk mit der größten Stadt Omaha aber hatte Biden die Nase vorn und konnte somit eine Stimme für die Wahlversammlung gewinnen. Vor vier Jahren hatte Trump auch diesen Bezirk knapp für sich entschieden.
+++ 07:35 Uhr: Die Wahllokale sind jetzt geschlossen. Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Entscheidung läuft nun auf die Staaten des Mittleren Westens hinaus. In Michigan, Wisconsin und Pennsylvania hatten Wahlleiter allerdings zuvor bereits erklärt, dass es möglicherweise Tage dauern werde, bis alle Stimmen ausgezählt seien. Besonders die Auszählung von per Brief und in Großstädten abgegebenen Stimmen stand zunächst zum Teil noch aus. Auch aus Atlanta in Georgia gab es ähnliche Meldungen zu einer verzögerten Auszählung.
+++ 07:34 Uhr: Donald Trump hat Fernsehsendern zufolge den wichtigen Bundesstaat Texas für sich entschieden. Die Sender Fox News und NBC riefen den Republikaner zum Sieger in dem konservativ geprägten Bundesstaat aus. Trumps Herausforderer Joe Biden hatte sich angesichts guter Umfragewerte Hoffnungen auf einen Erfolg in Texas gemacht - und damit auf die 38 dortigen Wahlleute.
+++ 07.16 Uhr: Auch die Hoffnungen der Demokraten auf eine Mehrheit im Senat erhalten einen Dämpfer: Die republikanische Senatorin Joni Ernst verteidigt - wie bereits mehrere ihrer Parteifreunde in anderen Staaten - in einem Kopf-an-Kopf-Rennen ihren Sitz. Demnach wird es nach bisherigem Stand mindestens 46 republikanische und 43 demokratische Senatoren geben.
+++ 06:51 Uhr: Joe Biden hat den wichtigen Schlüsselstaat Minnesota gewonnen, Donald Trump siegt dagegen laut Fox News in Iowa. Dem Sender zufolge fehlen Biden jetzt nur noch wenige Stimmen zum Sieg.
+++ 06.45 Uhr: Trotz der Rückschläge gibt sich Biden siegessicher: „Bleibt zuversichtlich, wir werden das gewinnen“, ruft er seinen Anhängern zu. Und er ruft zur Geduld auf: Es könne womöglich noch dauern, bis ein Ergebnis feststeht. In den noch offenen, umkämpften Staaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania hatten Wahlleiter bereits zuvor erklärt, dass es möglicherweise Tage dauern werde, bis alle Stimmen ausgezählt seien.
+++ 06.45 Uhr: Fast zeitgleich schreibt Trump auf Twitter von einem „großen Sieg“. Kurz darauf erneuert er eine schon vor der Wahl geäußerte Unterstellung: „Sie versuchen, die Wahl zu stehlen.“ Dies werde er nicht zulassen. Twitter versteckt die Nachricht umgehend hinter einem Warnhinweis, die Informationen darin seien „umstritten“ und könnten in Bezug auf die Wahl „irreführend“ sein.
+++ 06.38 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich im Rennen um das Weiße Haus im Schlüsselstaat Florida mit seinen 29 Wahlleuten gegen den Demokraten Joe Biden durchgesetzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
+++ 06.05 Uhr: Nach Prognosen mehrerer Fernsehsender hat Trump Ohio gewonnen.
+++ 05.30 Uhr: Voraussichtlich läuft die Entscheidung auf Michigan, Wisconsin und Pennsylvania im Mittleren Westen sowie Arizona im Südwesten hinaus. Dort gibt es für die Demokraten auf Basis erster Auszählungen Grund zur Hoffnung. In Florida und Ohio liegt dagegen Trump in Führung.
+++ 05.20 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt stand vor acht Jahren fest, dass Barack Obama wiedergewählt wird. 2008 war sogar eine halbe Stunde früher klar, dass er gewinnt. In diesem Jahr ist man von einem schnellen Ergebnis weit entfernt.
+++ 05.18 Uhr: TV-Sender melden, dass die Demokraten die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus behalten.
+++ 05.00 Uhr: Beide Kandidaten sammeln weiter Siege in Staaten, in denen sie klare Favoriten waren. In keinem der rund 30 Staaten, in denen mittlerweile ein Sieger ausgerufen ist, hat es im Vergleich zu 2016 einen Wechsel der siegreichen Partei gegeben.
+++ 04.45 Uhr: In den entscheidenden Bundesstaaten gibt es immer noch keine Ergebnisse. Generell sieht es so aus, als würden sich die Wähler in den meisten Staaten ähnlich wie vor vier Jahren entscheiden. Um zu gewinnen, muss Biden Trump aber Staaten abnehmen.
+++ 04.00 Uhr: Nach einem überwältigenden Sieg für den in den Umfragen vorne gelegenen Biden sieht es zunächst nicht aus. Gespannt wird jetzt in Richtung Texas geschaut. Eigentlich eine republikanische Hochburg, melden erste Countys dort, dass Biden im Vergleich zu Hillary Clinton vor vier Jahren deutlich Boden gut macht.
+++ 03.58 Uhr: Die Demokraten verdrängen in Colorado einen Republikaner von einem Senatssitz und rücken damit einer möglichen Mehrheit im Senat einen Schritt näher.
+++ 03.30 Uhr: Prognosen zufolge siegt Biden in Colorado. In den entscheidenden „Battleground States“ gibt es dagegen noch keine Ergebnisse. Neben Florida zeichnen sich auch in North Carolina und Georgia Vorteile für Trump ab. Er ist auf alle drei Staaten dringend angewiesen. In Ohio sieht es dagegen zunächst so aus, als würde Biden besser abschneiden als erwartet.
+++ 03.10 Uhr: Weitere wenig überraschende Ergebnisse kommen hinzu: Biden gewinnt die Bundesstaaten New York und New Mexico, Trump Nebraska, Louisiana, Wyoming, North Dakota und South Dakota.
+++ 02.00 Uhr: In einer ganzen Reihe von Bundesstaaten gibt es Ergebnisse: Trump gewinnt weitere vier, Biden weitere sechs Staaten - jeweils wie erwartet.
+++ 01.45 Uhr: Erste vorsichtige Warnzeichen für Biden im „Battleground State“ Florida: Beide Kandidaten liegen nach Auszählung von geschätzt gut zwei Dritteln der Stimmen eng beieinander. US-Experten geben Trump aber gute Chancen für einen Sieg. Florida mit seinen 29 Wahlleuten ist für ihn besonders wichtig, Biden hätte noch weitere Wege zur Präsidentschaft.
+++ 01.41 Uhr: Biden gewinnt wie erwartet Virginia. Ein erster - zu dem Zeitpunkt noch bedeutungsloser - Zwischenstand: Biden steht bei 16 Stimmen von Wahlmännern und -frauen im Electoral College, Trump bei 24. Für den Wahlsieg sind 270 nötig.
+++ 01.36 Uhr: Trump gewinnt erwartungsgemäß West Virginia.
+++ 01.10 Uhr: Erste Ergebnisse und Prognosen: Trump gewinnt laut Medienberichten in Indiana und Kentucky, Biden in Vermont - keine Überraschung. Mit Spannung erwartet werden die Ergebnisse in dem guten Dutzend besonders umkämpfter „Battleground States“, auf die es bei dieser Wahl ankommt.
+++ 00.00 Uhr: In Teilen von Kentucky und Indiana schließen die Wahllokale. Anderswo wird noch gewählt - die USA erstrecken sich über mehrere Zeitzonen. Mehr als 100 Millionen Menschen haben bereits vor dem eigentlichen Wahltag abgestimmt.