zum staatlichen Tierwohl-Label
: Pflicht zur Transparenz

SPD, CSU, Bauernverbände und Tierschutzorganisationen lehnen den von der Bundesagrarministerin favorisierten freiwilligen Ansatz ab.
Von
Michael Gabel
Berlin
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Michael Gabel

MMH

Stattdessen wollen sie erreichen, dass der Staat klare Vorgaben zu den Haltungsstufen von Nutztieren macht und dass sich Bauern, Handel und Industrie daran halten müssen. Doch geradezu starrsinnig hält die CDU-Politikerin an ihrem eingeschlagenen Kurs fest.

Abermals zeigt die Ministerin die fatale Neigung, zu sehr darauf zu vertrauen, dass der Markt schon alles regeln wird. Damit droht sie schon beim Kampf gegen gesundheitsschädliche Lebensmittel zu scheitern, wo sie sich strikt gegen eine verpflichtende Nährwert-Ampel wehrt. Und auch bei der Tierhaltung reicht es nicht, allein auf das Prinzip Hoffnung zu setzen.

Staatlicher Druck ist nötig, damit Verbraucher endlich erfahren, unter welchen Bedingungen Huhn, Schwein oder Rind gehalten werden. Der nächste Schritt wäre allerdings, dass sich die Kunden von diesen Informationen beim Fleischkauf auch wirklich leiten lassen. Und nicht nur auf den Preis schauen.