Manfred Wolke ist tot
: Trauer um Boxtrainer – er trainierte auch Henry Maske

Er war der bekannteste Boxtrainer im Osten Deutschlands. Jetzt starb Manfred Wolke im Alter von 81 Jahren in einem Pflegeheim.
Von
Beate Bias
Frankfurt (Oder)
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Erfolgsduo aus Frankfurt (Oder): Ein jubelnder Henry Maske nach dem erfolgreichen Kampf gegen Virgil Hill mit seinem Trainer Manfred Wolke.

Muenchen, 31.03.2007 - Revanche - Kampf
Henry Maske vs Virgil Hill
 Ein jubelnder Henry Maske mit seinem Trainer Manfred Wolke.

Erfolgsduo aus Frankfurt (Oder): Ein jubelnder Henry Maske (r.) nach dem erfolgreichen Kampf gegen Virgil Hill mit seinem Trainer Manfred Wolke. Das Foto stammt aus dem Jahr 2007.

Winfried Mausolf

Der frühere Boxtrainer Manfred Wolke ist tot. Er starb bereits am Mittwoch (29. Mai 2024) in einem Pflegeheim. Der gebürtige Babelsberger feierte 1968 mit dem Olympiasieg in Mexiko-City seinen größten sportlichen Triumph als Aktiver.

Seinen größten Erfolg feierte er mit Henry Maske

Später führte er als Trainer die Amateurboxer Rudi Fink und Henry Maske ebenfalls zu olympischem Gold. Er trainierte auch Axel Schulz und Danilo Häußler. Profiboxer Marco Huck schrieb am Sonntag auf Facebook: „Ich hatte das Privileg, einen Teil meiner Profikarriere mit ihm zu verbringen.“

Wolke machte den verrufenen Boxsport wieder salonfähig.

Nach dem Mauerfall und politischer Wende wechselte er mit seinen Schützlingen Henry Maske und Axel Schulz trotz vieler Widerstände in das Lager der Berufsboxer. Ein folgenreicher Schritt. Denn Wolke und Maske, der bald zum Weltmeister im Halbschwergewicht aufstieg, machten das teils verrufene Profiboxen in Deutschland wieder salonfähig.

Das Trio aus dem Osten löste auch im Westen einen Boom aus, ohne den es die heutigen Faustschlag-Shows im deutschen Fernsehen kaum geben würde.