Delay Sports Berlin: „Alte Säcke“ - Präsident Elias Nerlich wettert gegen Verband

Delay-Präsident und Influencer Elias Nerlich geht nach der Sperre gegen Can Kilian Cakin öffentlich auf Konfrontation mit dem Berliner Fußball-Verband und findet dabei deutliche Worte.
Matthias Koch- Nach Rot für Neuzugang Can Kilian Cakin: fünf Spiele Sperre für Delay Sports Berlin.
- Präsident Elias Nerlich kritisiert das Strafmaß scharf und spricht von Übertreibung.
- Er wirft dem Berliner Fußball-Verband Benachteiligung und Messen mit zweierlei Maß vor.
- Schon zuvor beanstandete er eine Fünf-Spiele-Sperre gegen Fabian Dietrich – „Die mögen uns nicht“.
- Ziel des Klubs: schneller Aufstieg in die Oberliga, um den Berliner Strukturen zu entgehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Aufregung beim Berliner Amateurklub Delay Sports reißt nicht ab. Auslöser ist die Sperre gegen Neuzugang Can Kilian Cakin, der nach einer Roten Karte wegen Tätlichkeit für fünf Spiele gesperrt wurde. Für Präsident Elias Nerlich ist das Strafmaß völlig überzogen – und Anlass für eine wütende Generalabrechnung.
Vor allem über Social Media machte der Influencer seinem Ärger Luft. In einer Instagram-Story sprach er von einer Entscheidung, die „jungen Menschen den Spaß und die Motivation“ nehme. Die Verantwortlichen würden „völlig übertrieben bestrafen“ und damit genau jenen schaden, die sie eigentlich schützen sollten.
Auch in einem ausführlichen Video hatte Nerlich schon zwei Wochen vorher Kritik über eine Fünf-Spiele-Sperre seines Spielers Fabian Dietrich geübt – und wählte dabei drastische Worte.
Elias Nerlich: „Die alten Säcke da mögen uns nicht“
Besonders deutlich wurde Nerlich in seiner Kritik am Verband selbst. „Die alten Säcke da mögen uns nicht“, sagte der Delay-Präsident und stellte offen die Neutralität der Entscheider infrage. Für ihn steht fest: „Die mögen uns einfach nicht.“
Zwar räumt er ein, dass die Rote Karte grundsätzlich berechtigt gewesen sei. Doch die Länge der Sperre sei nicht nachvollziehbar. „Rot, ja. Sperre, ja. Fünf Spiele? Nein“, so Nerlich. Er verweist auf eigene Erfahrungen und andere Fälle im Amateurfußball, bei denen teils schwerere Vergehen milder geahndet worden seien. Im aktuellen Fall schubste der Spieler Can Kilian Cakin seinen Gegenspieler gegen die Brust, nachdem dieser ihn bei einem ruhenden Ball mehrfach anrempelte.
Vorwurf der Ungleichbehandlung an den Berliner Fußball-Verband
Nerlich geht sogar noch weiter und spricht von einem systematischen Problem. Delay Sports werde „immer das Maximum reingedrückt“, während andere Vereine glimpflicher davonkämen. „Das ist mit zweierlei Maß gemessen“, sagte er und forderte indirekt personelle Konsequenzen im Verband.
Zugleich sieht sich der Klub missverstanden. Delay Sports engagiere sich sozial, unterstütze Organisationen wie die Deutsche Krebshilfe und wolle insbesondere junge Menschen wieder für den Amateurfußball begeistern. „Wir sind nicht perfekt, aber wir schaden niemandem“, betonte Nerlich.
Die emotionalen Aussagen gipfelten schließlich in einer klaren Perspektive: Nerlich will mit seinem Klub möglichst schnell raus aus den Berliner Strukturen. Ein Aufstieg in die Oberliga – und damit der Wechsel in den überregionalen Spielbetrieb – sei das erklärte Ziel. „Ich hoffe, wir steigen so schnell wie möglich auf, damit wir nicht mehr in diesem Berliner Fußball-Verband sind“, sagte er.
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