Dringender Appell von Union Berlin
: Verein reagiert auf Strafe nach Feuerzeugwurf

Der 1. FC Union Berlin reagiert beim Heimspiel gegen FC Augsburg auf das Urteil zum Feuerzeugwurf. Neben erneuerten Vorwürfen gibt es auch Selbstkritik.
Von
Frank Noack,
Jan Lehmann
Berlin
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PK 1. FC Union Berlin 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga, 1. FC Union Berlin, Geschäftsführer Kommunikation sowie Presse- und Stadionsprecher Christian Arbeit (1. FC Union), 10.01. 2025, Foto: Matthias Koch

Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation sowie Presse- und Stadionsprecher beim 1. FC Union Berlin, sendet vor dem Spiel gegen den FC Augsburg einen dringenden Appell an die Fans im Stadion an der Alten Försterei.

Matthias Koch
  • Union Berlin appelliert an Fans, nichts auf das Spielfeld zu werfen.
  • Hintergrund: Feuerzeugwurf verletzte Bochum-Torhüter Patrick Drewes.
  • DFB wandelte 1:1-Spiel in 2:0-Sieg für Bochum um.
  • Kritik an Bochum und Selbstkritik seitens Union Berlin.
  • Union fordert Fans auf, keine Gegenstände zu werfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem dringenden Appell hat der 1. FC Union Berlin am Mittwochabend das Heimspiel gegen den FC Augsburg eröffnet. Vor der Rückkehr des neuen Trainers Steffen Baumgart ins Stadion an die Alte Försterei gab es eine große Bitte von Stadionsprecher Christian Arbeit.

„Passt auf, dass eure Taschen zu sind und achtet auch auf euren Nebenmann. Alles, was fliegen kann – packt es weg. Damit es euch nicht in die Hände gerät. Bitte, bitte, bitte werft nichts auf den Platz“, so Arbeit.

Feuerzeugwurf beim Spiel Union Berlin gegen VfL Bochum

Im Heimspiel gegen den VfL Bochum war Gästetorhüter Patrick Drewes von einem Feuerzeugwurf getroffen worden. Er konnte danach nicht mehr weiterspielen. Wie stark dieser Kopftreffer war, wird seitdem heftig diskutiert. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Grünen Tisch das ursprüngliche 1:1 in einen 2:0-Sieg für Bochum umgewandelt.

Mit einer Online-Petition kämpft nun ein Fußballfan aus Freiburg gegen dieses Urteil – für Union-Präsident Dirk Zingler ist es ein „Skandal“. Im Stadionheft der Unioner am Mittwoch gegen Augsburg betont die Leitung der Fan- und Mitgliederabteilung in einem Beitrag: „Die Ungerechtigkeit besteht nicht darin, dass wir als Ausrichter des Spiels für diesen idiotischen und vollkommen sinnlosen Wurf zur Verantwortung gezogen werden, obwohl auch das mindestens diskutabel ist.“ Ungerecht sei es, „wenn ein unmittelbarer Rivale versucht, daraus einen sportlichen Vorteil zu erzielen und damit durchkommt“, werden dort die Vorwürfe gegenüber dem VfL Bochum erneuert.

Selbstkritik beim 1. FC Union Berlin

Allerdings: Neben dem durchklingenden Vorwurf der Schauspielerei gegenüber dem Bochumer Torhüter gibt es auch Selbstkritik bei den Berlinern. Im Stadionheft heißt es: „Über all das bräuchten wir uns gar nicht aufzuregen, wenn wir das leidige Werfen von Gegenständen endlich aus unseren Reihen verbannen könnten.“

Fazit der Leitung der Fan- und Mitgliederabteilung: „Ein einziger Wurf kann uns alle als Gemeinschaft in Geiselhaft nehmen und uns riesigen Schaden zufügen.“ Deshalb: „Kein Becher, kein Feuerzeug, keine Münze oder sonst irgendetwas darf im Innenraum des Stadions landen. Niemals.“