Eishockey DEL-Playoffs 2024
: Baxmann gegen Felski – Rededuell um geblockte Schüsse

Eishockey DEL-Playoffs 2024: Jens Baxmann hat viele Jahre für die Eisbären Berlin gespielt. Inzwischen arbeitet er als Sportlicher Berater bei den Lausitzer Füchsen. Beide Clubs sind eng verbunden.
Von
Frank Noack
Berlin
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Ex-Profi Jens Baxmann stand beim fünften Halbfinalspiel der Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers als Experte bei Magentasport Rede und Antwort.

Ex-Profi Jens Baxmann stand beim fünften Halbfinalspiel der Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers als Experte von Magentasport Rede und Antwort am Mikrofon.

Magentasport

Für Jens Baxmann war es eine Rückkehr in seine eigene Vergangenheit. Der Sportliche Berater der Lausitzer Füchse aus Weißwasser verfolgte als aufmerksamer Zuschauer das fünfte Playoff-Halbfinale der Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers (3:2 nach Verlängerung). Zudem stand Baxmann in der Drittelpause als Experte bei Magentasport Rede und Antwort.

„Ich hatte hier eine sehr schöne Zeit, wir haben viele tolle Erfolge feiern dürfen. Drei bis vier Mal pro Saison bin ich hier“, berichtet Baxmann: „Außerdem haben wir als Lausitzer Füchse ja die Kooperation mit den Eisbären Berlin. Da tauschen wir uns natürlich regelmäßig aus.“

Jens Baxmann gehörte an der Seite von Spielern wie André Rankel, Florian Busch und Frank Hördler zum legendären 85er-Jahrgang. Auch mit Sven Felski stand er lange gemeinsam auf dem Eis. Die mit Abstand meisten seiner 1080 Profi-Spiele hat er im Trikot der Eisbären Berlin absolviert und dabei sieben Meistertitel geholt.

Eine schwere Augenverletzung im Januar 2022 bei den Lausitzer Füchsen beendete jedoch abrupt die Karriere des ehemaligen Nationalspielers. Der Unfall passierte im Training – Baxmann muss seitdem mit einer eingeschränkten Sehkraft auf dem verletzten Auge leben.

Jens Baxmann gilt inzwischen als Sportinvalide und hat ein Sportmanagement-Studium aufgenommen. Den praktischen Teil des Studiums absolviert er als Sportlicher Berater bei den Lausitzer Füchsen, wo er vor allem für die organisatorischen Dinge zuständig ist und auch Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führt.

Weißwasser ist sein neuer Lebensmittelpunkt. „Es gibt viel zu tun, man hat wenig Zeit, aber es erfüllt mich und macht sehr viel Spaß. Ich bekomme viel Verantwortung übertragen“, berichtet der Ex-Profi.

Jens Baxmann (rechts, im Gespräche mit Toni Ritter) arbeitet jetzt als Sportlicher Berater bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser.

Jens Baxmann (rechts, im Gespräche mit Toni Ritter) arbeitet jetzt als Sportlicher Berater bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser.

Thomas Heide

Logisch, die Kooperation mit den Eisbären Berlin liegt Jens Baxmann ganz besonders am Herzen. Das machte er auch bei seinem Spieltagbesuch in der Arena am Ostbahnhof deutlich. Immerhin haben Spieler wie Erik Mik, Korbinian Geibel, Eric Hördler und Torhüter Jonas Stettmer über Weißwasser den Sprung in die DEL geschafft.

Jens Baxmann: Enger Kontakt zu den Eisbären Berlin

Mit den Eisbären Berlin greifen sie ab Mittwoch in der Finalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven um die deutsche Meisterschaft. „Wir sind ein Ausbildungsclub. Für die Jungs ist das super Sprungbrett, wenn sie in der DEL erst einmal noch wenig Eiszeit erhalten. Bei uns in Weißwasser können sie spielen und Verantwortung übernehmen“, sagt Baxmann.

Natürlich hat er auch noch Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern. Am Rande des Playoff-Halbfinales gegen Straubing lieferte sich Jens Baxmann bei Magentasport ein lustiges Verbalduell mit Sven Felski. „,Felle‘ hat ja damals nicht so viele Schüsse geblockt“, grinste Baxmann. Stattdessen habe Felski gern auf den Torhüter verwiesen: „Er hat immer gesagt: ,Hinten steht einer drin, der Geld kriegt. Der kann auch mal einen halten.‘“

Sven Felski hatte beim Thema geblockte Schüsse übrigens durchaus Mitleid mit seinem ehemaligen Kollegen Baxmann, denn: „Er als Verteidiger musste das oft ausbügeln. Das tut ja auch weh.“

Seine Vergangenheit als Eisbären-Profi begleitet Jens Baxmann also weiter auf Schritt und Tritt. Und auch die Finalserie der Eisbären gegen Bremerhaven wird der Ex-Profi natürlich sehr genau verfolgen. So viel Zeit muss trotz Studium und Beraterjob in Weißwasser sein.